Huflattichtee


Ein weiterer Vertreter auf der Liste der ältesten bekannten Heilpflanzen ist der Huflattich. Er darf sich zudem „Heilpflanze des Jahres 1994“ nennen, ein Beweis dafür, dass er bzw. seine Wirkung bis in unsere heutige Zeit geschätzt wird. Und das auch ganz sicher nicht ohne Grund. Bei Atemwegserkrankungen mag Huflattich vielleicht nicht unbedingt gleich das erste sein, was einen in den Sinn kommt, in solchen Fällen allerdings leistet er große Dienste und ist hilfreich wie kaum eine andere Pflanze. Grund genug, auch diesen Kräutertee etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Huflattichtee

Inhaltsstoffe

Bei einem Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe des Huflattichs stechen sofort zahlreiche „alte Bekannte“ ins Auge. Neben diversen ätherischen Ölen finden sich Gerb-, Bitter- und Schleimstoffe ebenso wie Saponine. Schon eher außergewöhnlich ist der große Anteil an Zink, ein wahrer Turbo für unser Immunsystem. Auch die verschiedenen Mineralstoffe unterstützen die positive Wirkung einer Tasse Huflattichtee auf unseren Körper.

Wie bereits erwähnt, ist Huflattich bei Atemwegserkrankungen für viele das Mittel der Wahl. Angefangen bei einem kleinen Husten, bis hin zu Reiz- und Raucherhusten, sogar bei Asthma kann der regelmäßige Genuss von Huflattichtee helfen. Auch Heiserkeit und Kehlkopfentzündungen werden gelindert, Schleim wird gelöst und sogar diverse Beschwerden des Verdauungssystems bessern sich dank dieser Heilpflanze. In der Haus-Medizin wird Huflattich gut und gerne eingesetzt.

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Anbaugebiete

Von Anfang an zu Hause war Huflattich in Europa, ebenso wie in Afrika und im Westen und Osten Asiens. Einwanderer brachten ihn mit nach Nordamerika, wo er sich längst ebenfalls sehr wohl fühlt.

Als ideale Standorte gelten trockene und sonnige Böden, die außerdem nicht zu dicht sein sollten. Im lockeren Boden kann der Huflattich sogar noch bis zu einer Höhe von 2300 Metern gedeihen. Ansonsten findet man ihn wild meist in Steinbrüchen, an unbefestigten Gehwegen oder auch auf Dämmen. Einem Buch über Heilkräuter aus dem Jahre 1938 zufolge, soll Huflattich sogar auf reiner Braunkohle wachsen können. Damit wäre er die einzige Pflanze, die mit solchen Wachstumsbedingungen klar kommen würde. Damit stellt er viele andere Heilpflanzen und Heilkräuter ins Dunkel.

Herstellung

Für den Tee werden sowohl die Huflattichblätter, als auch die Blüten verwendet. Gesammelt werden diese Pflanzenteile am besten im Mai und anschließend selbstverständlich gründlich getrocknet und etwas zerkleinert. Ohne Blüten an den Pflanzen, wird der Huflattich allerdings häufig mit der weißen Pestwurz verwechselt. Um wirklich sicher zu sein, sollte man einen gründlichen Blick auf die Blattunterseite werfen. Sind dort die Blattadern deutlich sichtbar, handelt es sich um die Pestwurz, nicht um den Huflattich.

Fazit

Trotz aller positiven Eigenschaften steht der Huflattich auch im Verdacht, bei zu langer Anwendung krebserregend zu wirken und Leberschäden zu begünstigen. Deshalb ist es ratsam, diesen Tee nicht länger als insgesamt 5 bis 6 Wochen pro Jahr zu trinken und auf jeden Fall vorher mit einem Arzt Rücksprache zu halten. Anderenfalls könnte die positive Wirkung des Huflattich, allzu schnell ins Gegenteil umschlagen. Kräuter und Heilpflanzen mit scheinbaren Nebenwirkungen wird es immer geben, der richtige Umgang ist gefragt.

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Bildnachweis: Huflattichtee © Heike Rau – Fotolia.com

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