Inhaltsstoffe
Dank seiner ätherischen Öle duftet Ysop besonders gut und angenehm. So sehr sogar, dass er gerne in der Parfümindustrie zum Einsatz kommt. Diese wohligen Gerüche verbreitet dieser Vertreter der Familie der Lippenblütler bereits dann, wenn er in voller Blüte steht, weshalb er von seinen Anhänger gerne auch als Schnittpflanze auf dem heimischen Esstisch genutzt wird, besonders an großen festen wie Weihnachten. Doch der Ysop kann noch viel mehr, als nur angenehm riechen. Der Ysop ist sehr gesund für unseren Körper, füllt ihn mit Energie und hilft beim heilen einiger Beschwerden. Seine Gerbstoffe wirken positiv auf unsere Verdauung, seine Bitterstoffe helfen Galle und Leber. Flavonoide und Harze runden das Spektrum ab. So war Ysop Tee seit jeher beliebtes Hausmittelchen für Menschen die bei Magen-Darm-Beschwerden oder auch Verdauungsproblemen nicht direkt zum Arzt gehen wollten. Längst weiß man jedoch, dass man durch das Heilkraut des Ysop wunderbar Husten, Entzündungen und Erkältungskrankheiten der Atemwege lindern kann, da Ysop schleimlösend wirkt und Infektionen in den Atemwegen bekämpft. Selbst das Thema Heuschnupfen zählt zu den typischen Indikationen bei dem die Pflanzenteile als Mittel verwendet werden. Außerdem helfen die Heilkräuter vom Ysoptee gegen depressive Verstimmungen. Man findet auch in verschiedenen Ratgebern immer wieder Erfahrungen von Frauen die mit der Ysop Pflanze leicht abnehmen konnten.Anbaugebiete
Ursprüngliche Gebiete des Ysops sind Süd- und Osteuropa, sowie Asien. Auch in einigen Teilen Russlands findet man nennenswerte Wildbestände. Am wohlsten fühlt sich dieses mehrjährige Halbkraut auf kalkhaltigen Böden an Hängen und kleineren Hügeln. Wenn dann auch noch die Sonne auf diesen Platz scheint, ist der Ysop mit solch einem Standort sehr zufrieden. So ist es meist auch kein Problem, den eigenen Garten mit Ysop aufzuwerten und so die Wirksamkeit und Vielseitigkeit dieser Pflanze kennen zu lernen.Herstellung
Von Juni bis September etwa kann man die Zweige des Ysops ernten. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass man nicht zu weit unten abschneidet. Gerne dürfen sowohl Blüten, als auch Blätter dabei sein. Anschließend wird der Ysop an einem schattigen Platz getrocknet und für den späteren Gebrauch als Tee zerkleinert. Wer einmal etwas anderes als Tee ausprobieren möchte, der kann junge, frisch Blätter des Ysop kleinhacken und damit Salate, Gemüsegerichte, aber auch beispielsweise gegrilltes Fleisch verfeinern. Gerade im Mittelmeerraum wird Ysop gerne auf diese Weise verwendet und gehört fast schon zum speziellen Rezept dazu. Wer zum Beispiel an Weihnachten seine Speisen mit Ysop verfeinern möchte der findet online 100 verschiedene Weihnachtsrezepte zum smarter Kochen.Fazit
Befasst man sich nur kurze Zeit mit dem Heilkraut Ysop, merkt man schnell, dass es sich dabei um einen wahren Tausendsassa handelt. In seiner Wirkung dem Salbei teilweise recht ähnlich, schmeckt gerade der Tee vielen doch wesentlich angenehmer. Wer das nötige Wissen besitzt der weiß das die Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten nahezu unbegrenzt sind und man könnte fast schon sagen, ein, zwei Tassen Ysop Tee helfen immer. Zudem ist es sicher auch reizvoll, wenn man sich in seinem Heim garten einen eigenen Bestand mit Ysop Samen anlegen und damit auch das eigene Heim, genauer gesagt die Küche etwas abwechslungsreicher und raffinierter durch die Heilkräuter gestalten kann, so muss man ihn nicht jedesmal von neuem kaufen wenn man es verwenden möchte. Legt man einen kleinen Teil vom Ysopkraut auf die Heizung kann man sein Heim mit dem ätherischen Duft des Ysops schmücken.Bildnachweis: Ysop Tee © Heike Rau - Fotolia.comZubereitung von Ysop-Tee
Ysop (Hyssopus officinalis) ist ein aromatisches Heilkraut aus der Familie der Lippenblütler, das in Südeuropa und Vorderasien beheimatet ist. Sein Aroma erinnert an eine Mischung aus Thymian, Rosmarin und Salbei mit einer leicht bitteren Note. Für einen Ysop-Tee werden ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Ysopblüten und -blätter pro Tasse verwendet. Diese werden mit frisch gekochthem, auf 90 Grad abgekühltem Wasser übergossen und sieben bis zehn Minuten ziehen gelassen. Wegen der intensiven Aromatik und des etwas bitteren Geschmacks bietet sich eine Kombination mit milderen Kräutern an: Ysop harmoniert gut mit Thymian, Salbei, Lavendel oder Zitronenmelisse. Für einen Hustentee mischt man Ysop mit Thymian und einem Löffel Honig – eine bewährte Kombination bei Erkältungsbeschwerden. Ysop kann auch frisch als Würzkraut in Suppen und Salaten eingesetzt werden. Als Tee für Atemwegsbeschwerden werden täglich zwei bis drei Tassen empfohlen, nicht jedoch bei Epilepsie oder in der Schwangerschaft.
Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Ysop-Tee
Ysop enthält ätherische Öle (Pinocamphon, Isopinocamphon, beta-Pinen), Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Diese Inhaltsstoffe verleihen Ysop seine vielfältigen Heilwirkungen. Bei Atemwegserkrankungen ist Ysop besonders wertvoll: Die ätherischen Öle wirken schleimlösend (sekretolytisch), antiseptisch und krampflösend auf die Bronchien. Das macht ihn zu einem bewährten Mittel bei Husten, Bronchitis, Asthma und Erkältungen. Die krampflösende Wirkung hilft, die Bronchialmuskulatur zu entspannen und das Abhusten von Schleim zu erleichtern. Im Bereich der Verdauung wirkt Ysop durch seine Bitterstoffe verdauungsfördernd, krampflösend und blähungslindernd. Die antimikrobielle Wirkung der ätherischen Öle wirkt gegen verschiedene Bakterien und Viren. Ysop hat außerdem schweißtreibende Eigenschaften, was ihn bei Erkältungen und Fieber wertvoll macht. Die Flavonoide (Diosmin) wirken krampflösend auf die Blutgefäße und können die Venengesundheit unterstützen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu chinesische Teekultur. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Yan Cha Felsentee.
Geschichte und Herkunft des Ysops
Ysop gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit. In der Bibel wird Hyssop mehrfach erwähnt, unter anderem als Reinigungspflanze und als Mittel zur rituellen Reinigung. Das biblische Hyssop war möglicherweise nicht identisch mit dem heutigen botanischen Ysop, aber die lange Geschichte der Nutzung ist eindeutig belegt. Im antiken Griechenland und Rom war Ysop als Heilmittel bekannt, Hippokrates empfahl ihn bei Erkrankungen der Brust und Lunge. Im Mittelalter wurde Ysop in Klostergärten kultiviert und in der Klostermedizin vielfältig eingesetzt – bei Atemwegsleiden, Verdauungsbeschwerden und als Würzkraut. Der Benediktiner Hildegard von Bingen schrieb über seine heilenden Eigenschaften. In der Küche des Mittelalters und der frühen Neuzeit war Ysop ein wichtiges Würzkraut, das heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Noch heute wird Ysop als Hauptzutat des Kräuterlikörs Chartreuse und in bestimmten provenzalischen Kräutermischungen (Herbes de Provence) verwendet.
Häufige Fragen zu Ysop-Tee
Wann sollte ich Ysop-Tee nicht trinken?
Ysop-Tee sollte in der Schwangerschaft gemieden werden, da er die Gebärmutterkontraktionen fördern kann. Bei Epilepsie ist Ysop kontraindiziert, da hohe Dosen der ätherischen Öle Krämpfe auslösen können. Bei Kindern unter 12 Jahren nur nach ärztlichem Rat.
Hilft Ysop-Tee bei Asthma?
Ysop hat traditionell eine gute Reputation bei Asthma aufgrund seiner bronchodilatierenden und krampflösenden Eigenschaften. Er kann leichte Beschwerden lindern, ist aber kein Ersatz für schulmedizinische Asthmabehandlung. Bei Asthma immer Arzt konsultieren.
Kann ich Ysop im Garten anbauen?
Ja, Ysop ist eine pflegeleichte Gartenpflanze, die sonnige, trockene Standorte liebt und sehr anspruchslos ist. Er ist mehrjährig, winterhart und auch als Zierpflanze mit seinen blauen, rosa oder weißen Blüten attraktiv.
Wie schmeckt Ysop-Tee?
Ysop-Tee hat ein intensiv aromatisches, leicht bitteres Profil mit Noten von Thymian, Rosmarin und Lavendel. Er ist kräftiger als Thymiantee und gehört zu den würzigeren Kräutertees. Mischungen mit milderen Kräutern machen ihn zugänglicher.
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