Inhaltsstoffe
Die Engelwurz fällt vor allem dank ihrer hohen Konzentration an ätherischen Ölen ins Auge. Sie sind mit ein Hauptgrund, für die Intensive Nutzung dieser Pflanze in der Naturmedizin. Zudem sind es ganz besonders Flavonoide, Derivate der Kaffeesäure (also Substanzen, die in ihrem Grundgerüst mit der Kaffeesäure identisch sind, in Kleinigkeiten aber davon abweichen) und Furocumarine, die der Angelika ihre Wirksamkeit verleihen.Die typischen Einsatzgebiete bei dem der Engelwurz hilft sind Symptome wie Appetitlosigkeit, ebenso wie Völlegefühl, Blähungen oder auch leichte Magen- und Darmkrämpfe. Durch die Engelwurz wird die Sekretion von Magen- und Pankreassaft angeregt, ein Umstand, der die Verdauungsarbeit des Körpers erheblich erleichtern kann. Aber auch Gicht, Rheuma, Nervenschmerzen und selbst eine Bronchitis können mit Engelwurz gelindert werden. Es hat viele Vorteile Angelicae bei Problemen es in die Ernährung mit einzubeziehen. Es lohnt sich also auch bei dieser Pflanze, sich genauer über diese Pflanze zu informieren.Anbaugebiete
Wo genau die ursprüngliche Heimat der Engelwurz liegt, ist nicht bekannt. Botaniker vermuten sie jedoch in Syrien. Längst ist diese Pflanze aber auch in unseren Breitengraden vertreten. In Deutschland, Frankreich und Belgien wird sie landwirtschaftlich kultiviert, dabei ist sie allerdings auch wild recht weit verbreitet. Selbst in einigen Gärten ist sie zu finden. Unter guten Bedingungen wird diese Pflanze sogar mannshoch und ähnelt in ihrem Aussehen Anis, Kümmel und Wasserschierling. Da letzterer Doldenblütler giftig ist, sollte man besser davon absehen, selbst Engelwurz zu ernten um daraus Tee zu machen. Dazu sollte man die Pflanze wirklich ganz genau kennen und sich absolut sicher sein. Eine Verwechslung könnte tödlich enden.Herstellung
Für einen Engelwurztee verwendet man am besten die Blüten und zwar kurz bevor sie vollständig aufgebrochen sind. Diese werden dann getrocknet und können so ideal gelagert und als Tee zubereitet werden. Einige nutzen allerdings auch gerne das Kraut, um einen wirksamen Kräutertee oder gar eine Mischung herzustellen. Prinzipiell kann die ganze Pflanze Verwendung finden. Die Teile, die nicht als Tee genutzt werden, können immer noch der Gewinnung der ätherischen Öle dienen und in Frankreich werden die Stängel sogar kandiert und direkt verzehrt.Fazit
Während einer Schwangerschaft sollte man ganz auf Engelwurz verzichten und auch sonst sollte man es mit dem Konsum dieses Tees nicht übertreiben. Auf Dauer macht er die nämlich äußerst lichtempfindlich. So sollte man Engelwurz nur Kur Weise für maximal 2 bis 3 Wochen trinken und während dieses Zeitraums sollte man auch besser auf Sonnenbäder verzichten. Solche oder ähnliche "Nebenwirkungen" sind in der Naturheilkunde keine große Besonderheit und sollten niemanden abschrecken, bei Bedarf auch einmal einen Engelwurztee mit viel Wasser zu probieren.Bildnachweis: Engelwurz © Kanusommer - Fotolia.comEngelwurztee zubereiten – Kraftvolle Wurzel richtig anwenden
Engelwurz (Angelica archangelica) ist eine imposante Heilpflanze, die Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen kann. Der Name „Engelwurz" oder „Erzengel" hat religiöse Wurzeln und bezieht sich auf die überlieferte Legende, dass der Erzengel Michael die Pflanze als Heilmittel gegen die Pest offenbart habe. Alle Teile der Pflanze – Wurzeln, Blätter und Samen – enthalten wirksame ätherische Öle und können für Tee verwendet werden, wobei die Wurzel am stärksten ist.
Für Engelwurztee übergießen Sie 1 bis 2 Gramm kleingeschnittener getrockneter Engelwurzelwurzel mit 250 ml heißem Wasser (90 Grad Celsius) und lassen den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Der Tee riecht intensiv aromatisch, süßlich-würzig, und schmeckt zunächst warm und aromatisch, dann etwas bitter. Wegen seiner Intensität reicht eine Tasse pro Tag als medizinische Dosis.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Fruchtetee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Engelwurztee lässt sich gut mit anderen Kräutern kombinieren: Mit Kamille und Pfefferminze ergibt er eine wirkungsvolle Mischung bei Verdauungsbeschwerden; mit Melisse und Baldrian eine beruhigende Abendmischung. Als Gewürz wird Engelwurz in Bitters, Liköre und aromatische Getränke wie Chartreuse und Gin verwendet.
Wichtiger Hinweis: Engelwurz gehört zur Familie der Doldenblütler und kann mit dem extrem giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) verwechselt werden. Nur von kundigen Sammlern oder aus dem Fachhandel beziehen!
Heilwirkung der Engelwurz
Engelwurz ist eine bedeutende Heilpflanze mit einer langen Geschichte in der europäischen Volksmedizin. Die wichtigsten Wirkstoffe sind ätherische Öle (hauptsächlich Beta-Phellandren und Alpha-Pinen), Furanocoumarine (Furanocumarine), Bitterstoffe und Flavonoide.
Für den Magen-Darm-Bereich wirkt Engelwurz krampflösend, blähungswidrig und verdauungsfördernd. Die Bitterstoffe regen die Produktion von Magensaft und Verdauungsenzymen an. Bei Völlegefühl, Blähungen, Appetitmangel und funktionellen Magenbeschwerden wird Engelwurz traditionell und in der modernen Phytotherapie eingesetzt. Er ist Bestandteil verschiedener zugelassener Magenarzneimittel.
Die antibakteriellen und antifungalen Eigenschaften der ätherischen Öle machen Engelwurz auch bei Infekten interessant. Traditionell wurde die Pflanze bei Erkältungen, Atemwegserkrankungen und als Fiebermittel eingesetzt. Die wärmende, durchblutungsfördernde Wirkung unterstützt die körperliche Abwehr.
Vorsicht: Furanocoumarine in Engelwurz können bei Hautkontakt Photodermatitis verursachen – also Verbrennungen und Pigmentveränderungen bei Kontakt mit Pflanzensaft und anschließender Sonneneinstrahlung. Schwangere und stillende Frauen sollten Engelwurz meiden.
Geschichte und Mythologie der Engelwurz
Engelwurz ist seit dem Mittelalter eine der bedeutendsten Heilpflanzen Nordeuropas. Besonders in Skandinavien und im Alpenraum hat sie eine lange Tradition als Nahrungs- und Heilpflanze. Die Samen der Pflanze dienten als Gewürz, die Stängel wurden kandiert und als Süßigkeit genossen, und die Wurzel wurde als Tee und Tinktur verwendet.
In der Volksmedizin galt Engelwurz als Universalheilmittel und wurde gegen nahezu alle Beschwerden eingesetzt: Pest, Fieber, Vergiftungen, Zauberei und böse Geister. Diese breite Zuschreibung heilender Kräfte und ihr imposantes Erscheinungsbild gaben der Pflanze ihren bedeutungsschwangeren Namen.
In der Küche hat Engelwurz bis heute einen festen Platz. In der skandinavischen und alpinen Küche werden Stängel und Blätter als Gemüse, die Samen als Gewürz und die Wurzel zur Aromatisierung von Bränden und Likören verwendet. Der berühmte Kräuterlikör Chartreuse und viele andere europäische Kräuterbitter enthalten Engelwurz als wichtige Zutat.
Häufige Fragen zu Engelwurztee (FAQ)
Wie unterscheide ich Engelwurz vom giftigen Schierling?
Engelwurz hat hohle, rötlich-violett gestreifte Stängel und riecht angenehm aromatisch. Schierling riecht unangenehm muffig. Trotzdem: Nur Kundigen trauen oder im Fachhandel kaufen!
Kann Engelwurz bei Magenproblemen helfen?
Ja, Engelwurz ist in der Phytotherapie bei funktionellen Magenerkrankungen anerkannt. Er regt die Verdauung an und wirkt krampflösend.
Ist Engelwurztee lichtempfindlichkeitsmachend?
Ja, direkter Kontakt mit Pflanzensaft kann bei Sonneneinstrahlung Photodermatitis verursachen. Nach dem Sammeln der Pflanze Hände waschen.
Für wen ist Engelwurztee ungeeignet?
Für Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen mit Blutgerinnungsstörungen. Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten möglich.
Woher bekomme ich Engelwurz?
Im Kräuterhandel, Apotheken oder Reformhäusern. Beim Selbstsammeln nur mit fachkundiger Begleitung!
Verwandte Artikel
Entdecken Sie weitere interessante Beiträge zu diesem Thema:
- Melissentee (Kräutertee)
- Rosskastanien Tee (Kräutertee)
- Schlüsselblumen-Tee (Kräutertee)
- Weidenröschen Tee (Kräutertee)
- Wegwarte Tee (Kräutertee)
- Südamerikanische Teekultur (Teekulturen)
- Sanddorn Tee (Früchtetee)
- Shangri La First Flush (Weißer Tee)