Inhaltsstoffe
Der Dragon White ist definitiv eine absolute Besonderheit unter den Tees. Auch, wenn er auf keine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken kann, wie die meisten der anderen Teeklassiker, zählt er berechtigter Weise bereits zu den ganz großen Besonderheiten. Der Grund dafür liegt aber ganz sicher nicht in seinen Inhaltsstoffen. Selbstverständlich bietet er alles, was wir uns von einem weißen Tee und einem Oolong klassischer Weise erwarten. Aber es stechen einem eben auch keine Auffälligkeiten ins Auge. Was diesen Punkt betrifft, ist der Dragon White doch nur ein ganz einfacher Tee.Anbaugebiete
In der chinesischen Provinz Fujian gibt es zahlreiche Plantagen die auf eine lange Tradition mit der klassischen Teepflanze für weißen Tee namens Bai Hao Cha zurückblicken. Diese Teebaumsorte fand schließlich ihren Weg nach Yunnan, wo sie inzwischen wie eine Oolong-Pflanze kultiviert und verarbeitet wird. Bisher ist Yunnan die einzige Region die auf diese Weise mit Bai Hao Cha arbeitet, weshalb es auch nur kleine Mengen dieses Tees gibt. Sollte sein Erfolg jedoch anhalten und sollte sein Bekanntheits- und vor allem sein Beliebtheitsgrad noch steigen, ist es gut vorstellbar, dass bald schon auch andere Teegärten die Idee vom Dragon White aufgreifen.Herstellung
Auch, wenn der Dragon White zu den weißen Tees gezählt und auch als solcher gehandelt wird, entspricht das Herstellungsverfahren dem eines Oolongs. Anders wäre es nicht möglich, dem Tee sein süßliches Aroma zu verleihen. Die Blätter im fertigen Tee sind allerdings relativ fest zusammengerollt. Deshalb kann man nicht nur mindestens vier Aufgüsse des Dragon White genießen, man sollte dies auch unbedingt tun. Denn jedes Mal schmeckt der Tee etwas anders. Von Aufguss zu Aufguss öffnen sich die Blätter etwas mehr und frühestens bei vierten Mal geben sie das ganze Aroma frei. Der Weißtee, Oolong und die Knospen verleihen ihm den besonderen Geschmack. Weisser Tee genießt nicht so einen großen Bekanntheitsgrad wie der Oolong.Fazit
Der Dragon White ist bei Weitem nicht der einzige Tee, von dem man hört und liest, man müsse ihn unbedingt einmal probieren. Für Liebhaber der zarten Leichtigkeit eines weißen Tees und Teefans, die Oolongs lieber etwas weniger schwer mögen, ist diese Sorte garantiert die absolut richtige. Und es gibt sicher, bisher zumindest, keinen zweiten Tee, dem es so gekonnt gelingt, zwei Tees in sich zu vereinen. Die Teesorten vereinen ihren Geschmack und das Endprodukt begeistert jeden Tee Trinker. Diese Teesorte ist in Deutschland nicht so bekannt, wie z.B. in Amerika oder andere Regionen. Ob im Teebeutel oder als loser Tee ist jedem selbst überlassen. Auf die Qualität sollte man trotzdem achten.Bildnachweis: Dragon White © eAlisa - Fotolia.comDragon White – Weißer Oolong zubereiten
Dragon White (Weiß-Oolong oder Weißer Drachen-Tee) ist ein außergewöhnlicher Tee, der die Eigenschaften von Weißtee und Oolong-Tee kombiniert. Dieser seltene Tee wird aus zarten weißen Teeblättern hergestellt, die eine leichte Oolong-typische Oxidation durchlaufen, bevor sie getrocknet werden. Das Ergebnis ist ein eleganter Tee mit der Reinheit von Weißtee und der Komplexität von Oolong.
Dragon White wird mit Wasser von 75 bis 80 Grad Celsius zubereitet. Die zarten weißen Blätter sind empfindlich und würden bei zu heißem Wasser ihre feinen Aromen verlieren. Pro 150 ml Wasser verwenden Sie 3 bis 4 Gramm Tee. Erste Ziehzeit: 60 bis 90 Sekunden. Dragon White lässt sich 3 bis 5 Mal aufbrühen. Der Tee hat eine sehr helle, leicht goldene Farbe und ein zart blumig-süßliches Aroma mit einer angenehmen Weichheit im Abgang.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber chinesische Teekultur. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Yan Cha Felsentee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Jiaogulan Tee.
Die Zubereitung mit der Gongfu-Cha-Methode in kleinen Tonteekannchen ist empfehlenswert, um die subtilen Aromen voll zu entfalten. Der Tee sollte unbedingt ohne Zusätze getrunken werden, da jede Zugabe das elegante Aromaprofil überdecken würde.
Charakteristika und Besonderheiten des weißen Oolongs
White Oolong ist eine relative Neuheit in der Teewelt – eine Reaktion auf die wachsende Beliebtheit von Weißtee und die Nachfrage nach komplexeren weißen Tees. Während klassischer Weißtee (wie Bai Hao Yinzhen) minimal verarbeitet wird, durchläuft White Oolong eine leichte Oolong-Verarbeitung, die mehr Aromenentfaltung ermöglicht.
Die typischen weißen Haare (Pekoe) auf den Blättern und Knospen sind ein Qualitätsmerkmal. Diese Haare enthalten hohe Konzentrationen an Aminosäuren und Aromastoffen. Die leichte Oxidation (10 bis 20%) gibt dem weißen Oolong mehr Körper und eine komplexere Aromatik als rein weißer Tee, bewahrt aber die Reinheit und Eleganz.
White Oolong zeigt bei der Zubereitung eine faszinierende Aromenentwicklung: Der erste Aufguss ist besonders zart und floral. Spätere Aufgüsse entfalten mehr Fruchtigkeit und Honignoten. Diese Entwicklung macht White Oolong zu einem meditativ-kontemplativen Tee für Kenner.
Geschichte und Herkunft weißer Oolongs
Die Idee des weißen Oolongs entstand aus der reichen Tradition der Oolong- und Weißteeproduktion in der chinesischen Provinz Fujian. Fujian gilt als Ursprungsregion beider Teetypen und hat eine jahrtausendealte Teebautradition. Die fruchtbaren Berge Wuyis (für Oolong-Tees) und Fudins (für Weißtees) liegen in unmittelbarer Nähe.
Die Entstehung hybrider Teetypen wie White Oolong spiegelt die kreative Evolution der chinesischen Teekultur wider. Teemaster, die mit der Verarbeitung experimentierten, entwickelten durch gezielte Anpassung der Oxidationsstufen und Trockenmethoden neue Teetypen, die Eigenschaften verschiedener Kategorien verbinden.
Heute ist White Oolong vor allem bei Teeenthusiasten beliebt, die nach ungewöhnlichen und eleganten Teeerlebnissen suchen. In Japan und Taiwan, wo die Oolong-Teekultur besonders entwickelt ist, haben weiße Oolongs eine treue Fangemeinde gefunden.
Häufige Fragen zu Dragon White Oolong (FAQ)
Was unterscheidet Dragon White von anderen weißen Tees?
Die leichte Oolong-Oxidation gibt mehr Komplexität und Körper als reiner Weißtee, bewahrt aber die Eleganz und Reinheit der weißen Tees.
Hat Dragon White Koffein?
Ja, aber moderat. Weniger als Schwarztee und meisten Oolongs, da die Verarbeitung zarter ist.
Wie viele Aufgüsse gibt Dragon White?
3 bis 5 Aufgüsse mit sich entwickelndem Aroma. Jeder Aufguss offenbart neue Nuancen.
Ist Dragon White für Teeeinsteiger geeignet?
Ja, das sanfte Aromaprofil ist zugänglich. Für vollstes Verständnis der Nuancen empfiehlt sich etwas Erfahrung mit Weißtees und Oolongs.
Welche Wasserqualität ist wichtig?
Weiches, gefiltertes Wasser ist ideal. Hartes Leitungswasser mit hohem Kalkgehalt beeinträchtigt die feinen Aromen.
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