Die Entstehung des Oolong


Eine der zahlreichen Legenden um und über Tee handelt von der Entstehung des Oolong Tee. Bis in unserer Zeit gibt es zum einen diejenigen, die davon überzeugt sind, dass Teeproduzenten mit langer Tradition und umfassenden Wissen über Tee die Idee zu dem eigenen Herstellungsverfahren des Oolong hatten.

Die Entstehung des Oolong

Es gibt aber auch jene, die überzeugt davon sind, dass Oolong eigentlich ein Unfall, ein absolutes Zufallsprodukt ist. Den brotig-würzigen Geschmack hätten wir demnach einem glücklichen Zusammentreffen verschiedenster, voneinander eigentlich unabhängigen, Ereignissen zu verdanken.

Der Name Oolong, der übersetzt so viel wie „schwarzer Drache“ oder auch „schwarze Schlange“ bedeutet, kann sich zum einen auf die langen, dünnen und sehr dunklen Blätter beziehen, die ein charakteristisches Erkennungsmerkmal sind. Es gibt jedoch einen Mythos, der besagt, dass eine schwarze Schlange einen Teebauern während seiner Arbeit ganz fürchterlich erschreckt haben soll. Aus Angst vor dieser Schlange tat dieser Teebauer etwas scheinbar völlig unmögliches. Er ließ seine Ernte im Stich, er floh und überließ die Teeblätter völlig sich selbst.

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Als er sich einige Tage später doch wieder zurückwagte, versuchte er zu retten, was noch zu retten ging. Die Blätter waren in der Sonne aufeinander gelegen. So war eine feuchte Wärme entstanden, die den Tee hatte fermentieren lassen. Trotzdem wollte der Teebauer die Ernte noch nicht aufgeben. Er trocknete die Blätter und verarbeitete sie einfach wie gewohnt in der üblichen Prozedur weiter, als wäre nichts geschehen.

Dennoch war er sehr aufgeregt, als die erste Verkostung des scheinbar verunglückten Tees anstand. Mit großer Überraschung stellte er fest, dass der Tee nicht nur ausgezeichnet schmeckte, sondern auch noch ein ganz hervorragendes Aroma und ganz eigene Nuancen zu bieten hatte.

Legende oder Wahrheit?

Was an dieser Geschichte nun Wahrheit oder Dichtung ist, wird sich wohl nie feststellen lassen. Es gibt in der ganzen Legende keine Komponente, die absolut unmöglich scheint. Sicher hätte dann der Zufall eine enorm große Rolle gespielt, der Oolong wäre jedoch bei Weitem nicht das einzige Beispiel. Selbst die Entdeckung des lebensrettenden Antibiotika war alles andere als beabsichtigt und nur einem unsauber ausgeführten Arbeitsschritt zu verdanken.

Und genau so etwas könnte aber auch beim Oolong der Fall gewesen sein. Vielleicht war der Teebauer plötzlich erkrankt und musste seine frisch geernteten Blätter liegen lassen. Oder er hatte einen besonders unzuverlässigen Mitarbeiter. Vielleicht passte die wahre Geschichte einfach nicht in die Philosophie über den Tee. In dieser ganz eigenen Kultur geht es um Perfektionismus, um umfassendes Wissen und genaue Kenntnisse der Wege der Natur. So gesehen kann man wohl ausschließen, dass der Oolong ein geplantes Produkt war. Der entsprechende Teebauer hätte sich sicherlich seiner Kenntnisse gerühmt und hätte seinem Können damit ein Denkmal gesetzt.

Fazit

Die gesamte Geschichte des Tees ist eine Geschichte voll Mythen und Legenden. Bereits über die Entstehung dieses Getränks werden die verschiedensten Versionen erzählt. Über die Wirkung lässt sich streiten, im Endeffekt handelt es sich um eine Art Grüntee.Kein Wunder also, dass es zu der Entstehung einzelner Arten verschiedene Artikel über diverse Geschichten gibt. Und die oben genannte ist auch nur eine von mehreren Versionen, wie es zu der Entdeckung des Oolong kam.

Ab einem gewissen muss man sich vielleicht eingestehen, dass es trotz allem Forscher- und Wissensdrang manchmal besser ist, eben doch nicht alles genau zu wissen. Gerade, wenn der Ursprung im Dunklen liegt, wenn sich Geheimnisse und Mythen um eine Sache ranken, löst das oft auch einen ungeahnten Reiz aus. Es kann richtig Spaß machen, eine gute Tasse Oolong zu genießen und sich dabei zu überlegen, wie es wohl zu dieser Köstlichkeit gekommen sein mag. Trotz allem wird die Wirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, von Personen die den Tee trinken bestätigt. Ob es um eine Mischung mit Schwarztee, Matcha oder Kaffee geht, die Artenvielfalt ist groß. Über die Wirkung zum Abnehmen wird auch viel erzählt, die Wirkung zeigt sich aber bei jedem anders. Die Zutaten der Tee- Hersteller kennt keine grenzen und erfreut jeden Teeliebhaber.

Allein die Tatsache, dass unterschiedliche Verarbeitungsweisen den Blättern ein und desselben Teestrauchs einen ganz unterschiedlichen Geschmack verleihen können, scheint schon ein Wunder zu sein. Dass es den Menschen auch noch gelungen ist, diese Herstellungsprozesse zu entdecken ist umso wunderbarer. Und wer weiß, eines Tages zeigt der Zufall einem Teemeister vielleicht den Weg zu einer weiteren Teeart.

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Bildnachweis: Die Entstehung des Oolong © lily – Fotolia.com

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