Inhaltsstoffe
Bei einem Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe der Zistrose findet man schnell "alte Bekannte". Zahlreiche ätherische Öle, Harz, Phenol und Polyphenol findet man durchaus auch in anderen Heilkräutern. Genau diese Mischung macht diesen Tee aber auch so wirksam. Dank der zahlreichen enthaltenen Antioxidantien ist Cystus Tee beispielsweise ein hervorragender Radikalfänger. Er stärkt aber auch das Immunsystem und hemmt Entzündungen, Viren und Bakterien. Auf den Stoffwechsel wirkt er anregend, fördert sogar die Menstruation und hilft fast schon nebenbei noch bei Erkrankungen wir Durchfall, Husten, Herz-Kreislauf-Problemen und selbst Mundgeruch. Aber auch bei Allergien, Ekzemen und Akne wird Cystus Tee gerne und effektiv eingesetzt. In solchen Fällen ist allerdings häufig eine äußere Anwendung die bessere Alternative.Anbaugebiete
Die ursprüngliche Heimat der Zistrose ist wohl eindeutig Griechenland. Längst findet man diese Pflanze allerdings im gesamten Mittelmeerraum und eigentlich überall, wo es sandige Standorte mit viel Sonneneinstrahlung gibt. Hohe Ansprüche an die Nährstoffversorgung stellt die Zistrose, die bis zu einem Meter hoch werden kann, allerdings nicht. Selbst im alten Ägypten wusste man von den Kräften dieses strauchartigen Gewächses und so wurde die Zistrose auch dort nicht nur wegen ihrer schönen Blüten und ihrem charakteristischem Duft geschätzt.Herstellung
Für den Cystus Tee finden sowohl die Blätter, als auch die Zweige der Zistrose Verwendung. Selbstverständlich müssen sie wegen der besseren Haltbarkeit sorgfältig getrocknet und wegen der besseren Lösung der Inhaltsstoffe im Teewasser etwas zerkleinert werden. Ansonsten gibt es jedoch keine Besonderheiten, die bei der Herstellung, Lagerung oder Zubereitung des Cystus Tees zu beachten wären.Es gibt ihn in Beutel Form oder als loser Tee. Unterschiede machen sich auch sichtbar durch bestimmte Siegel, wie z.B das bio Siegel das viel über die Qualität aussagt.Fazit
"Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen." Diesen Ausspruch hört man hin und wieder von älteren Menschen oder man liest ihn auch in einschlägigen Naturheilkundebüchern.Es gibt eine Menge Bücher über den cistus incanus Tee. Sicher gibt es in der heutigen Zeit Erkrankungen, bei denen es keine Heilkräuter gibt, die helfen oder auch schnell genug helfen könnten. Eine Tasse zwischendurch neben einer gesunden Ernährung kann manchmal trotzdem Wunder bewirken. Dennoch kann man eigentlich nur erstaunt sein, wie viele Pflanzen es gibt, deren Inhaltsstoffe uns als Tee etwas Gutes tun können und die so viel mehr zu bieten haben als guten Geschmack und ein angenehmes Gefühl beim Trinken. Es gibt sie auch als Bio Tee. Und immer häufiger ist diese Wirksamkeit inzwischen auch längst wissenschaftlich dokumentiert, wie etwa im Falle des Cystus Tees. Man lässt sich also keinesfalls auf irgendwelchen "Hokuspokus" ein oder muss dubiosen Kräutermännchen vertrauen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann gerne auch modernste Wissenschaft zu Rate ziehen.Bildnachweis: Cystus Tee © lily - Fotolia.comCystus-Tee zubereiten – Die mediterrane Heilpflanze gegen Viren
Cystus (Cistus incanus), auch Cistrose oder graue Zistrose genannt, ist ein immergrüner Strauch aus dem Mittelmeerraum, der in den letzten Jahren als Heilpflanze weltweit Beachtung erlangt hat. Die Entdeckung seiner antiviralen Eigenschaften und seine Wirkung bei Erkältungen und Grippeviren hat ihn zu einem der am meisten diskutierten Heilkräuter der Naturmedizin gemacht.
Für Cystus-Tee übergießen Sie 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Cistrosenblätter und -stängel mit 250 ml heißem Wasser (90 bis 95 Grad). Lassen Sie den Tee 5 bis 8 Minuten ziehen und seihen ihn dann ab. Cystus-Tee hat einen angenehm würzigen, leicht harzigen und leicht adstringierenden Geschmack – er erinnert an Harz und Honig zugleich. Mit einem Teelöffel Honig und etwas Zitronensaft wird er besonders angenehm.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu chinesische Teekultur. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Yan Cha Felsentee.
Für prophylaktischen Schutz in der Erkältungssaison: 1 bis 2 Tassen täglich, regelmäßig über Wochen. Bei akuter Erkältung: 3 bis 4 Tassen täglich. Cystus-Tee sollte langsam getrunken werden, damit er lange mit den Schleimhäuten im Mundraum und Rachen in Kontakt bleibt.
Antivirale Wirkung von Cystus-Tee
Cystus incanus enthält ein einzigartiges Spektrum an Polyphenolen (insbesondere Catechine, Epicatechine und Procyanidine), die in dieser Zusammensetzung in keiner anderen europäischen Pflanze vorkommen. Diese Polyphenole sind für die starke antivirale Wirkung verantwortlich, die in Laborstudien gut belegt ist.
Cystus-Polyphenole können die Oberfläche von Viren binden und diese so inaktivieren. Sie haften sich buchstäblich an virale Hüllproteine und verhindern, dass die Viren in Körperzellen eindringen. Dieser Mechanismus ist fundamentally anders als der von chemischen Antivirenmitteln und könnte erklären, warum Cystus-Polyphenole gegen eine breite Palette von Viren wirksam sind, darunter Influenzaviren, Rhinoviren (Erkältungserreger) und sogar einige Herpes-Viren.
Klinische Studien mit Cystus-Extrakt zeigen, dass er die Dauer und Schwere von Erkältungs- und Grippeerkrankungen reduzieren kann. Eine bedeutende Studie zeigte, dass Cystus-Extrakt einem etablierten Erkältungsmittel nicht unterlegen war. Diese Ergebnisse haben das wissenschaftliche Interesse an Cystus stark gesteigert.
Neben antiviralen Eigenschaften hat Cystus auch starke antibakterielle und antioxidative Wirkungen. Der hohe Polyphenolgehalt übertrifft den mancher Rotweine und Grüntees.
Geschichte und mediterrane Tradition des Cistus
Cistus incanus wächst natürlich im gesamten Mittelmeerraum, besonders in Griechenland, der Türkei, Italien und Spanien. In der griechischen Volksmedizin war Cistrose seit der Antike ein wichtiges Heilmittel. Das Harz (Labdanum), das die Blätter und Stängel des Cistus produzieren, war schon den alten Ägyptern bekannt und in der Bibel wird es als eine der wertvollen Substanzen erwähnt, die Jakob aus dem Heiligen Land mitnahm.
Die medizinische Forschung zu Cystus begann in den 1990er Jahren, als Schweizer und deutsche Forscher seine Polyphenolzusammensetzung untersuchten. Professor Harald zur Hausen, der Nobelpreisträger für Medizin 2008, hat sich ebenfalls für Cystus als Heilpflanze ausgesprochen. Seine Forschungsgruppe untersuchte antivirale Naturstoffe, zu denen Cystus gehörte.
Heute ist Cystus-Tee in Deutschland ein populäres Heilmittel, das in Apotheken und Reformhäusern erhältlich ist. Er wird vor allem in der Erkältungssaison und zur Vorbeugung von Virusinfektionen eingesetzt.
Häufige Fragen zu Cystus-Tee (FAQ)
Hilft Cystus-Tee gegen Corona-Viren?
Laborstudien zeigen antivirale Aktivität gegen verschiedene Viren. Spezifische klinische Belege für SARS-CoV-2 fehlen noch. Cystus ist kein Ersatz für Impfschutz oder medizinische Behandlung.
Wie ist Cystus-Tee am wirksamsten?
Langsam trinken, damit er lange auf den Schleimhäuten wirkt. Nicht zu heiß trinken (schadet den Polyphenolen). Regelmäßig trinken für prophylaktischen Effekt.
Gibt es Nebenwirkungen bei Cystus-Tee?
In normalen Teemengen sind keine Nebenwirkungen bekannt. Sehr hohe Dosierungen könnten wegen des Gerbstoffgehalts den Magen reizen.
Kann man Cystus-Tee täglich als Schutz trinken?
Ja, zur Erkältungsvorsorge wird regelmäßiger Konsum empfohlen. Kein bekanntes Problem bei Dauerkonsumption.
Ist Cystus-Tee mit Grüntee verwandt?
Nein, botanisch haben sie keine Verwandtschaft. Beide haben jedoch hohe Polyphenolgehalte, die antioxidativ und antiinflamatorisch wirken.
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