Beifußtee


Eigentlich hat Beifuß bereits seit Jahrhunderten seinen festen Platz in der Naturheilkunde. Bereits im alten Rom wurde dieses Heilkraut sehr hoch geschätzt, weil sich damit „Parasiten vertreiben“ ließen und es gibt sogar Hinweise, dass tatsächlich schon in der Steinzeit bekannt war, welchen Nutzen der Mensch von Beifuß haben kann.

Beifußtee

Auch, wenn die Wirksamkeit des Beifuß vielen heute unbekannt ist. In den letzten Jahren hat der Tee doch wieder etwas an Bedeutung gewonnen. Vor allem im Bereich der Frauenheilkunde, wird er immer häufiger getrunken, um etwa die Fruchtbarkeit zu steigern beim Kinderwunsch oder Menstruationsbeschwerden zu lindern.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten und wohl auch bekanntesten Inhaltsstoffe des Beifuß Tee sind ätherische Öle, Flavonoide und Carotinoide. Eine weitere Substanzgruppe trägt den komplizierten Namen Sesquiterpenlactone. Ihnen hat der Beifuß seinen bitteren Geschmack zu verdanken.

Die Kombination aus diesen bioaktiven Inhaltsstoffen ist für die antibakterielle Wirkung des Beifuß verantwortlich. Doch wenn dieser Tee als „Frauenheilmittel“ bekannt und sehr wirksam bei Fruchtbarkeitsstörungen, Menstruations- oder auch Wechseljahresbeschwerden ist, so sollte er vor allem wegen seiner anregenden Wirkung während einer Schwangerschaft keinesfalls getrunken werden.

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Anbaugebiete

Wo die ursprüngliche Heimat des Beifuß liegt, lässt sich schon längst nicht mehr sagen. Als beliebtes Heilmittel verbreitete er sich schon vor Jahrhunderten schnell und nahezu flächendeckend auf der gesamten Nordhalbkugel. Speziell von der Parfümindustrie genutzte Anbaugebiete finden sich beispielsweise in Algerien, Marokko, Frankreich und zahlreichen Balkanländern. Für Beifuß Tee gilt ähnliches.

Herstellung

Der Beifuß ist eines der wenigen Kräuter, bei denen für den Tee die ganze Pflanze verwendet wird. In der Regel sind es meist nur die Blüten oder Blätter, die genutzt werden. Beim Beifuß dagegen können selbst die Wurzeln noch zu Tee verarbeitet werden.

Zu beachten ist dabei, dass die entsprechenden Pflanzenteile gründlich und sorgfältig getrocknet und im Anschluss ausreichend zerkleinert werden. Zu große Pflanzenstückchen würden das Lösen der wertvollen Inhaltsstoffe im heißen Teewasser erschweren, wenn nicht sogar fast unmöglich machen.

Fazit

Beim Stichwort „Kräutertee“ kommen den meisten wohl als Erstes Namen wie Kamille, Pfefferminz und Fenchel in den Sinn. Dabei hat gerade diese Teekategorie so viel mehr zu bieten. Die gute Nachricht ist: was unsere Großeltern meist noch wussten und was wir lange Zeit zu vergessen schienen, ist nun doch wieder im kommen. Gott sei Dank, denn es wäre wirklich schade, wenn dieses uralte Wissen aus unserer Vorzeit verloren gehen würde. Die Heilpflanze wurde schon früher als Hausmittel für die Gesundheit eingesetzt.

Alt muss dabei nicht automatisch gleichbedeutend sein mit „rückschrittlich“. Sicher gibt es für Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden zahlreiche moderne Medikamente. Aber diese basieren zum größten Teil auf künstlich hergestellten Substanzen und sind häufig auch nicht frei von Nebenwirkungen. Weshalb also sollte man unbedingt Tabletten schlucken und sich danach etwas müde fühlen, wenn man stattdessen ganz einfach einen völlig natürlichen Tee trinken kann. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

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Bildnachweis: Beifußtee © Heike Rau – Fotolia.com

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