Inhaltsstoffe
Die Saponine sind keine unbekannten. Auch in den Listen der Inhaltsstoffe anderer Heilpflanzen und Tees tauchen sie häufiger auf. Scabiosid und Iridosinide dagegen trifft man nicht so häufig. Diese Mischung an Substanzen jedoch bewirkt einen immunstärkenden Effekt der Karde. Egal, ob Magenschwäche, Verdauungsschwäche, Gallenschwäche, Rheuma oder Gicht, es scheint kaum eine Erkrankung zu geben, bei der die Karde nicht helfen könnte.Da bereits seit Jahren die gemeldeten Zahlen von Zeckenbefällen und daraus resultierenden Borreliose-Erkrankungen zunimmt, scheint allerdings die Wirksamkeit gegen dieses medizinische Problem am bedeutendsten für uns zu sein. Man kann den Karde-Tee nicht nur begleitend zu einer Antibiotika-Therapie trinken. Selbst dann, wenn die moderne Medizin nicht mehr zu helfen scheint, kann man mit dem Tee der Karde Erfolge erzielen.Anbaugebiete
Die Karde wächst nicht nur in Deutschland. Man findet sie in ganz Europa, im Mittelmeerraum und sogar in Nordafrika. Selbst im Süden und Osten Asiens gibt es Vorkommen dieser Heilpflanze. Bergige Regionen mag diese Pflanze allerdings überhaupt nicht. Bisher gibt es keine landwirtschaftlichen Nutzflächen, auf denen die Karde gezielt kultiviert wird. Vielleicht ändert sich das allerdings irgendwann noch, wenn die Möglichkeiten dieser Pflanze, vor allem im Gebiet der Borreliose-Therapie weiter bekannt werden.Herstellung
Im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres können die Kardenwurzeln geerntet werden. Sobald die Kardenwurzel von Erd- und Dreck-Rückständen gereinigt sind, kann man die Wurzelstücke in kleinere Teile schneiden oder die Wurzel auch reiben. Mit heißem Wasser aufgegossen, wird daraus ganz schnell ein sehr heilvoller Tee. Gerade die Wurzeln von Pflanzen kann man häufig gut trocknen und so über einen längeren Zeitraum lagern und aufbewahren. Wer sich allerdings nicht sicher ist, ob er die Karde von der Distel unterscheiden kann, der sollte lieber die Finger davon lassen, sich diesen Tee selber zu machen. In einer Apotheke dagegen kann man sich sicher sein, auch tatsächlich Karde zu bekommen.Fazit
Zecken und Borreliose sind in den Sommern der letzten Jahre immer wieder kehrende Stichwörter gewesen. Häufig ist es nicht so einfach, die Borreliose richtig zu diagnostizieren. Oft denkt man bei den ersten Symptomen nicht gleich an den Zeckenbiss vor einiger Zeit. Einmal erkannt helfen dann oft die Antibiotika nicht. Gerade in diesem Fall kann die Karde weiter helfen und zu einer Heilung führen.Bildnachweis: Karde ©Thinkstock: iStockphotoKarde-Tee zubereiten: Die vergessene Heilpflanze
Karde-Tee aus der Kardenwurzel (Dipsacus sylvestris oder Dipsacus fullonum) ist ein in Mitteleuropa heimisches Heilkraut, das in der modernen Volksmedizin wenig bekannt ist, aber eine lange Tradition in der Naturheilkunde hat – besonders bei der Behandlung von Borreliose (Lyme-Erkrankung). Für den Tee getrocknete Kardenwurzel verwenden: Einen Teelöffel gemahlener oder grob gehackter Wurzel mit 250 ml Wasser kalt ansetzen, aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken. Geschmack: leicht bitter, erdig, kräuterig.
In der alternativen Medizin bei Borreliose wird Karde im Rahmen eines Behandlungsprotokolls eingesetzt – dabei wird die Wurzel über mehrere Monate regelmäßig eingenommen. Täglich zwei bis drei Tassen Karden-Tee oder alternativ Tinkturen. Bei Borreliose oder anderen ernsthaften Erkrankungen immer einen Arzt aufsuchen – Karde ist keine anerkannte schulmedizinische Behandlung, sondern ein ergänzendes Naturheilmittel.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Fruchtetee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Inhaltsstoffe und Wirkung
Kardenwurzel enthält Iridoide (Dipsacosid, Loganin), Saponine, Kaffeesäurederivate und Flavonoide. Die Iridoide sind besonders interessant: Sie haben in Laborstudien gegen Borrelia burgdorferi (der Erreger der Lyme-Erkrankung) Aktivität gezeigt, was die volksmedizinliche Verwendung bei Borreliose pharmakologisch plausibel macht. Klinische Studien beim Menschen fehlen jedoch weitgehend.
Traditionell wird Karde auch bei Gelenkbeschwerden, rheumatischen Erkrankungen und zur Förderung des Lymphflusses eingesetzt. Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Flavonoide könnten dazu beitragen. In der europäischen Kräutermedizin ist Karde ein klassisches Lymph- und Gelenkstärker, der besonders im Frühling als Reinigungskräuter eingesetzt wird.
Häufig gestellte Fragen zu Karde-Tee
Hilft Karde bei Borreliose?
In der alternativen Medizin und bei Heilpraktikern wird Karde häufig bei Borreliose empfohlen. Laborstudien zeigen antibiotische Aktivität gegen Borrelia. Klinische Belege beim Menschen fehlen jedoch. Bei Borreliose ist schulmedizinische Antibiotika-Behandlung die anerkannte Therapie; Karde kann ergänzend eingesetzt werden, aber nach ärztlicher Absprache.
Wo kann man Karde sammeln?
Karde (Dipsacus sylvestris) wächst an Wegrändern, auf Brachland und in Flussauen in ganz Mitteleuropa. Erkennungsmerkmale: Stachlige Stängel, violette Blütenköpfe in Eiform, tiefe Blattbasen die Wasser fangen. Wurzeln im Herbst oder frühen Frühling sammeln.
Gibt es Nebenwirkungen bei Karden-Tee?
In normalen Mengen gilt Karden-Tee als sicher. Bei Nierenproblemen vorsichtig sein. Schwangere sollten Karde meiden. Bei Langzeitanwendung regelmäßige Kontrolle durch einen Arzt empfohlen.
Karde-Tee richtig zubereiten
Die Karde (Dipsacus sylvestris/sativus) ist eine heimische Heilpflanze, die in der Volksmedizin seit Jahrhunderten geschätzt wird. Für die Teezubereitung werden meist Wurzel, Blätter oder Samen verwendet. Karden-Wurzeltee: 1–2 Teelöffel getrocknete Karden-Wurzel pro 250 ml Wasser, kalt ansetzen und 10 Minuten köcheln (Dekokt), dann 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Das Ergebnis ist ein leicht bitterer, erdiger Tee. Karden-Blättertee: 1 Teelöffel getrocknete Blätter pro 250 ml Wasser, bei 90–95°C 5–7 Minuten ziehen. Für eine mildere Note kann man Karde mit anderen Kräutern wie Löwenzahn oder Brennnessel mischen. Frische Karden-Stängel können im Frühjahr als Wildgemüse verarbeitet werden.
Heilkraft der Karde: Traditionell und wissenschaftlich
Die Karde hat eine lange Geschichte als Heilpflanze, die in jüngerer Zeit vor allem durch Lyme-Borreliose-Forschung Aufmerksamkeit erlangt hat. Der amerikanische Kräuterexperte Stephen Buhner hat Karden-Extrakt als Teil seines Borreliose-Protokolls bekannt gemacht, basierend auf dem Wirkstoff Chlorogensäure und anderen Phenolverbindungen. Wissenschaftliche Studien zeigen antimikrobielle Wirkung gegen Borrelia burgdorferi in vitro. Traditionell wurde Karde in der Volksmedizin als leberstärkendes, verdauungsförderndes und schweißtreibendes Mittel eingesetzt. Sie enthält außerdem Inulin (präbiotisch gut für Darmflora), Bitterstoffe (fördern Gallenfluss und Verdauungssäfte) und Saponine (schleimlösend). In der TCM wird eine verwandte Art (Xu Duan) für Knochen- und Gelenkgesundheit genutzt.
Die Karde in Volksmedizin und Kultur
Die Karde war im Mittelalter eine der wertvollsten Nutzpflanzen Europas – nicht nur als Heilmittel, sondern auch als Werkzeug: Die stacheligen Fruchtköpfe der Weberkarde (Dipsacus sativus) wurden zum Aufrauen von Wollstoffen verwendet. Dieser handwerkliche Einsatz erklärt den Namen „Weber-Karde". Die Weberkarde wurde gezielt kultiviert und war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Woll- und Textilregionen. Die wildere Gemeine Karde (Dipsacus sylvestris) wächst an Wegrändern, Flussufern und Brachflächen und ist leicht zu erkennen: stachelig, mit kugeligen Blütenständen und charakteristischen wassergefüllten „Bechern" an den Blattachseln. In der Volkskunde wurden diese Wasserbecher als Augenheilwasser genutzt – eine Überlieferung, die möglicherweise auf antibakteriellen Eigenschaften des Kardenextrakts basiert.
FAQ: Karde-Tee
Für wen ist Karde-Tee besonders empfehlenswert? Traditionell bei Verdauungsproblemen, zur Leberunterstützung und – nach neuerer Forschung – bei chronischen Infektionskrankheiten wie Lyme-Borreliose. Immer in Absprache mit einem Arzt.
Wo bekommt man Karde für die Teezubereitung? In Apotheken (als getrocknete Wurzel), Reformhäusern und bei Kräuterhändlern. Zur Eigenernte: Die Wildkarde ist leicht erkennbar und in ganz Mitteleuropa verbreitet.
Gibt es Kontraindikationen für Karde-Tee? Bei Gallensteinleiden, Schwangerschaft und Stillzeit sollte man nach Rücksprache mit dem Arzt konsumieren. Große Mengen können abführend wirken.
Was ist der Unterschied zwischen Wilder Karde und Weberkarde? Die Weberkarde (Dipsacus sativus) hat besonders steife, hakenförmige Stacheln und wurde für die Textilindustrie kultiviert. Die Wilde Karde (Dipsacus sylvestris) ist botanisch ähnlich, aber mit geradlinigeren Stacheln und für Heilzwecke besonders in Kräuterbüchern beschrieben.
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