Bambus-Tee wird nicht aus der Teepflanze gewonnen, sondern aus den Blättern des Bambus, eines schnell wachsenden Süßgrases. Er ist koffeinfrei, schmeckt mild und leicht grasig-süßlich und gilt als magenfreundlicher Aufguss für jede Tageszeit. Geführt wird er als Kräutertee, obwohl Bambus botanisch ein Gras ist. Hier lesen Sie, woher er stammt, welche Inhaltsstoffe in ihm stecken und wie Sie ihn am besten zubereiten.
| Pflanze/Basis | Blätter der Bambuspflanze (Süßgras), keine Teepflanze |
|---|---|
| Koffeingehalt | koffeinfrei |
| Geschmacksprofil | mild, leicht grasig, mit süßlichem Unterton |
| Wassertemperatur | 90-100 °C, verträgt heißes Wasser |
| Ziehzeit | ca. 5 Minuten, abgedeckt |
| Dosierung | 1 gehäufter TL pro Tasse (250 ml) |
| Inhaltsstoffe | Kieselsäure (Silizium), Kalium, Eisen |
| Preisspanne | ca. 3-6 € pro 100 g |
Was Bambus-Tee ist
Bambus-Tee entsteht aus den Blättern der Bambuspflanze. Anders als klassischer Tee stammt er nicht von Camellia sinensis, sondern von einem schnell wachsenden Süßgras, das mit echten Teesträuchern nicht verwandt ist. Geführt wird er trotzdem unter den Kräutertees, weil er dorthin geschmacklich am besten passt.
Gerade Teetrinker, die sich für grünen Tee nicht erwärmen können, schätzen die Abwechslung. Wer weitere koffeinfreie Aufgüsse abseits der Teepflanze sucht, findet im südamerikanischen Lapacho-Tee eine verwandte Alternative.
Die Bambuspflanze und ihre Herkunft
Natürliche Bambusbestände finden sich vor allem in Asien, daneben aber auch in Australien sowie Nord- und Südamerika. In gemäßigten Breiten ist Bambus inzwischen als Zimmer- und Gartenpflanze beliebt, manche Sorten sind sogar frostbeständig. Zu Tee verarbeitet wird er jedoch fast ausschließlich in Asien.
Als eines der vielseitigsten Gewächse dient Bambus dort von der Nahrung über das Baumaterial bis zum Aufguss. In vielen asiatischen Kulturen steht er für Stärke und Biegsamkeit zugleich. Einen anderen aromatischen Kräuteraufguss aus Südafrika stellt unser Rooibos-Tee vor.
Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Kalium und Eisen
Bambus-Tee enthält kein Koffein, dafür Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Bambus ist zudem für seinen hohen Gehalt an Kieselsäure bekannt, also Verbindungen des Spurenelements Silizium. Genau wegen dieser Inhaltsstoffe gilt der Aufguss vielen als magenfreundlich.
In der Volksheilkunde wird Bambus-Tee traditionell verwendet, etwa begleitend zu Fastenkuren. Belastbare Heilversprechen lassen sich daraus jedoch nicht ableiten, und für die Wirkung beim Menschen fehlen aussagekräftige Studien. Ein weiterer kieselsäurereicher Aufguss ist der Ackerschachtelhalm-Tee.
Geschmack: mild und leicht grasig
Pur schmeckt Bambus-Tee sehr sanft, leicht grasig und zugleich etwas süßlich. An grünen Tee erinnert er dabei kaum: Liebhaber beschreiben den Geschmack oft so, dass er einerseits völlig anders schmeckt als jeder andere Tee, man aber dennoch einen Teecharakter erkennt.
Vor allem die typische Bitterkeit mancher Grüntees fehlt ihm vollständig, weshalb er auch ohne Süßung gut zugänglich bleibt. Das macht Bambus-Tee zu einem unkomplizierten Alltagsgetränk, das selbst empfindliche Gaumen gut vertragen. Wer es würziger mag, ergänzt ihn gern mit Gewürzen wie im Zimt-Tee oder mit einer Scheibe Ingwer.
Zubereitung Schritt für Schritt
Anders als empfindliche Grüntees verträgt Bambus-Tee heißes Wasser von etwa 90 bis 100 Grad gut, ein genaues Thermometer ist also nicht nötig. Pro Tasse genügt ein gehäufter Teelöffel der geschnittenen Blätter, bei einer ganzen Kanne entsprechend mehr.
Lassen Sie den Aufguss rund fünf Minuten abgedeckt ziehen, damit sich das milde Aroma voll entfaltet. Wer es kräftiger mag, verlängert die Ziehzeit etwas, ohne dass der Tee dabei bitter wird. Decken Sie die Tasse während des Ziehens ab, damit die flüchtigen Aromen nicht entweichen, und gießen Sie die Blätter ruhig ein zweites Mal auf.
Herstellung: vom Blatt zum Aufguss
Für Bambus-Tee werden die langen Bambusblätter geerntet, getrocknet und in kleine, handliche Stückchen geschnitten. Anschließend wird der Tee entweder pur abgefüllt oder mit weiteren Zutaten gemischt. Anders als bei echten Teesorten gibt es keine Oxidation und kein aufwendiges Rollen.
Diese schlichte Verarbeitung erklärt den klaren, natürlichen Charakter des Getränks. Hochwertige Ware zeigt gleichmäßig geschnittene, grüne Blattstücke und einen frischen, heuartigen Duft, während staubige oder muffige Ware auf minderwertige Qualität oder falsche Lagerung hindeutet.
Varianten und Genuss heiß wie kalt
Im Handel gibt es Bambus-Tee pur oder gemischt mit Fruchtstücken und Aromen. Solche Mischungen verschieben das Profil und laden zum Experimentieren ein, ohne den grasig-frischen Grundcharakter zu verlieren.
Bambus-Tee schmeckt heiß wie gekühlt: An warmen Tagen ergibt ein Kaltaufguss ein erfrischendes Getränk, das die grasige Frische schön zur Geltung bringt. So begleitet er das ganze Jahr über und passt sich jeder Jahreszeit an.
Häufige Fragen
Woraus wird Bambus-Tee hergestellt?
Aus den getrockneten und geschnittenen Blättern der Bambuspflanze, einem schnell wachsenden Süßgras, nicht aus der klassischen Teepflanze Camellia sinensis. Geführt wird er dennoch als Kräutertee.
Enthält Bambus-Tee Koffein?
Nein, er ist von Natur aus koffeinfrei und lässt sich daher zu jeder Tageszeit und auch am Abend genießen. Stattdessen liefert er Mineralstoffe wie Kalium und Eisen.
Welche Inhaltsstoffe stecken in Bambus-Tee?
Vor allem Kieselsäure, also Siliziumverbindungen, für die Bambus bekannt ist, sowie Kalium und Eisen. Der Aufguss gilt deshalb traditionell als magenfreundlich.
Mit welcher Temperatur bereite ich ihn zu?
Heißes Wasser von etwa 90 bis 100 Grad ist ideal, da Bambus-Tee auch hohe Temperaturen gut verträgt. Lassen Sie ihn rund fünf Minuten abgedeckt ziehen.
Kann ich Bambus-Tee auch kalt trinken?
Ja. Gekühlt ergibt er einen erfrischenden Aufguss, der seine grasige Frische schön zur Geltung bringt und sich besonders an warmen Tagen anbietet.
Gesundheitlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und dem Genuss von Tee. Er stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt nicht den Rat einer Ärztin oder eines Arztes. Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, bei der Einnahme von Medikamenten oder vor der Anwendung von Heilkräutern halten Sie bitte ärztliche Rücksprache.
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