Baldrian-Tee


Baldrian wirkt beruhigend und hilft auch bei Schlafstörungen, er ist bekannt als eine Art Heilkräuter. Diese Tatsache ist vielen bekannt und pflanzliche Präparate auf Baldrianbasis sind in Apotheken beliebte Produkte, wenn jemand auf der Suche nach einer wirkungsvollen aber gleichzeitig unbedenklichen Einschlafhilfe ist. Auch diverse Tees mit verheißungsvollen Namen wie „Gute Nacht Tee“, „Schöne Träume“ oder ähnliches, führen auf der Zutatenliste Baldrian.

Baldrian-Tee

Schon etwas weniger bekannt ist allerdings die Tatsache, dass man Baldrian auch als Tee oder auch gut und gerne pur genießen kann.Und noch weniger Menschen wissen, dass Baldrian einiges mehr zu bieten hat, als schnelle und angenehme Träume.

Inhaltsstoffe

Neben zahlreichen ätherischen Ölen, Bitter- und Gerbstoffen enthält Baldrian selbstverständlich auch die gleichnamige Baldriansäure. Harz und Alkaloide finden sich ebenso, wie Valerensäure und Sesquiterpene.

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Diese Wirkstoffkombination ist verantwortlich dafür, dass der Baldrian unseren Körper so sehr beruhigt. Gleichzeitig kann man mit ihm aber auch beispielsweise die Konzentration fördern. In diesem Fall sollte man allerdings unbedingt bei der Dosierung sehr vorsichtig sein. Bekannter Weise würde mehr Baldrian nicht zu mehr Konzentration, sondern zu einem tiefen, festen Schlaf führen.

Da Baldrian auch ganz wunderbar krampflösend wirkt, können auch Erkrankungen wie Magen- und Darmkrämpfe behandelt werden. Ebenso wie Kopf- und Rückenschmerzen, Wechseljahrsbeschwerden und sogar Migräne. Selbst Bluthochdruck, eine Reizblase und Schilddrüsenüberfunktion können mit Baldrian gemildert werden. Baldrian ist gesund und eine gute Alternative zu Tabletten.

Anbaugebiete

Baldrian ist nicht nur einfach eine einzige Art, im Gegenteil. Experten gehen davon aus, dass die Gruppe der Baldriane insgesamt etwa 150 bis 250 verschiedene Arten umfasst. Da die größte Bedingung an ein gutes Wachstum und eine weite Verbreitung in der jeweiligen Region, die Konditionen der gemäßigten Klimazonen dieser Erde sind, sind die Baldriane weltweit verbreitet.

Hauptsächlich findet man sie in den europäischen Wäldern. Aber auch in Nordamerika sind sie ebenso verbreitet, wie in den Tropen im südlichen Teil dieses Kontinents. Selbst in Asien sind einige Arten heimisch.

Herstellung

Für den Tee werden meist die Wurzeln des Baldrians verwendet. Diese sammelt man, wenn man sich diesen Tee selbst machen möchte, am besten im Oktober. Anschließend werden die Wurzeln gründlich gereinigt und von Erdrückständen befreit, sorgfältig getrocknet und in kleine Stückchen geschnitten.

Gerne kann man aber auch die Blüten für einen Baldriantee nutzen. Diese sollten im Zeitraum von Juli bis August gesammelt und getrocknet werden. Da Baldrian ohnehin kleine, zarte Blüten besitzt, erübrigt sich ein weiteres Zerkleinern in diesem Fall.

Fazit

Das Stichwort Baldrian ist für die meisten von uns gleichbedeutend mit beruhigen und schlafen. Das ist an und für sich nichts falsches, befasst man sich allerdings etwas intensiver mit Baldrian, stellt man schnell fest, dass es sich dabei nur um einen Aspekt in einer ganzen Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten handelt. Man wird dem Baldrian einfach nicht gerecht, wenn man ihn als reine „Einschlafhilfe“ sieht. Zudem wäre es auch sehr schade, wenn die anderen Wirkungsmöglichkeiten in Vergessenheit geraten würden.

Nichts desto trotz sollte man sich dabei vorher unbedingt über die Dosierung informieren und gegebenenfalls den Baldrian mit einem „Gegenmittel“, wie etwa Koffein, kombinieren. Schließlich ist es nicht wirklich hilfreich, wenn die Beschwerden der Migräne dank des Baldrians verschwinden, man dann aber für den Rest des Tages vor lauter Müdigkeit außer Gefecht gesetzt ist.

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Bildnachweis: Baldrian-Tee © Teamarbeit – Fotolia.com

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