Was ist drin?
Die meisten Kinder lieben alles, was süß und fruchtig schmeckt. Deshalb wird es wohl jeder Teehersteller vermeiden, für eine Teemischung für Kinder irgendwelche Zutaten zu verwenden, die zu herb, oder gar bitter schmecken. Als Aufgussbeutel, Beutel oder Loser Tee gibt es ihn in verschiedenen Variationen.Apfel, Hibiskus, Fenchel und Hagebutte sind obligatorisch wie in jedem Früchtetee dabei. Es gibt auch leckere Kräutertee Mischungen. Auch süße Brombeerblätter sind sehr beliebt. Orangen- und Zitronenschalen liefern ein angenehmes Zitrusaroma. Der Rest des Geschmacks- und Aromaspektrums wird meist durch Zugabe von Aromen, wie etwa Vanille, oder auch fruchtige Vertreter, wie Ananas, Himbeere, Erdbeere oder Waldbeeren, abgedeckt. Natürlich meistens in feinster Bio Qualität. Zucker wird für die Kindertee Sorten oft durch pflanzliches Stevia ersetzt. Es ist Zahnfreundlicher und gesünder für die Kinder.Fazit
Streng genommen ist es sicher etwas übertrieben, besondere Teemischungen für Kinder herzustellen. Kinder könnten völlig bedenkenlos alle Früchte- und Kräutertees trinken. Sogar Rotbusch und Honeybush können ohne Probleme und Schwierigkeiten auf der täglichen Getränkeliste stehen. Aber es spricht auch nichts dagegen, spezielle Kindertees zu konsumieren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kinder-Lebensmitteln, die meistens viel zu süß, zu fett oder sogar beides sind, sind Kinder-Teemischungen einfach nochmal eine Portion fruchtiger und aromatischer. Es wird bei der Zusammenstellung der Rezeptur besonders intensiv auf die Geschmacksvorlieben von Kindern eingegangen und das völlig ohne Abstriche in der Gesundheit des Tees zu machen. Denn ungesüßt getrunken, liefert der Tee wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, aber keinerlei Kalorien oder zahnschädigenden Zucker. Und wenn mit Hilfe solcher Kindertees ganz nebenbei unsere Kinder zu den großen Teeliebhabern von morgen werden, dann ist das ja ein durchaus wünschenswerter Nebeneffekt. Dennoch gilt auch, oder ganz besonders bei Kindertees, dass man einen Blick auf die Qualität haben sollte. Allzu günstige Vertreter sind leider, wie so häufig, mit künstlichen Aromen versetzt. Diese liefern oft einen viel zu intensiven oder gar verzerrten Geschmackseindruck, verglichen mit dem Original aus der Natur. Sowas kann zu bestimmten Nebenwirkungen führen. Eine Art pflanzliches Arzneimittel was unserem Kind zu gute kommt.Bildnachweis: Kindertee © kotomiti - Fotolia.comZubereitung und Empfehlung
Für die optimale Zubereitung von Kindertee - Tee speziell für Kinder empfiehlt es sich, einen bis zwei Teelöffel der Teemischung mit 250 ml frisch gekochtem Wasser zu übergießen. Je nach Zusammensetzung der Mischung variiert die empfohlene Ziehzeit zwischen fünf und zehn Minuten.
Teemischungen sind häufig so komponiert, dass sich die Aromen der einzelnen Zutaten gegenseitig ergänzen und verstärken. Die richtige Ziehzeit ist dabei entscheidend: Zu kurz, und die tieferen Aromen entfalten sich nicht vollständig; zu lang, und die Balance der Mischung kann durch dominante Einzelnoten gestört werden.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber chinesische Teekultur. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Jiaogulan Tee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu mittelamerikanische Teekultur.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Kindertee - Tee speziell für Kinder sollte wie alle Teemischungen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Eine luftdichte Teedose schützt vor Feuchtigkeit und Fremdgerüchen und bewahrt das Aroma für zwölf bis achtzehn Monate.
Achten Sie beim Kauf auf die Qualität der einzelnen Zutaten. Hochwertige Teemischungen verwenden ganze oder nur leicht gebrochene Blätter, Blüten und Früchte, während minderwertige Produkte oft stark zerkleinerte Reste enthalten.
Zubereitung von Kindertee
Kindertees sind speziell für Kinder entwickelte Kräuterteemischungen, die auf die sensiblen Bedürfnisse des kindlichen Körpers abgestimmt sind. Sie enthalten ausschließlich milde, für Kinder geeignete Kräuter in kindgerechten Dosierungen. Typische Zutaten sind Fenchel, Kamille, Melisse, Lindenblüte, Holunder, Hibiskus und Hagebutte. Für die Zubereitung wird ein Teebeutel oder ein Teelöffel der Mischung mit 150-200 ml frisch abgekochtem, auf Trinktemperatur (ca. 40-45 Grad) abgekühltem Wasser übergossen und fünf bis sieben Minuten gezogen. Der Tee sollte nie mit Honig gesüßt werden, wenn das Kind jünger als ein Jahr ist (Botulismusrisiko). Für ältere Kinder kann ein Teelöffel Honig akzeptabel sein. Viele Kinder mögen Fruchttees besser als reine Kräutertees – Hagebutte, Hibiskus und Früchtemischungen sind koffeinfrei und gut verträglich. Die Zubereitung sollte der Empfehlung des jeweiligen Herstellers und dem Alter des Kindes entsprechen. Für Säuglinge (unter 12 Monate) gelten besonders strenge Dosierungsempfehlungen.
Geeignete Kräuter und Wirkungen im Kindertee
Nicht alle Kräuter sind für Kinder geeignet – viele klassische Heilkräuter für Erwachsene sind für Kleinkinder und Säuglinge kontraindiziert. Fenchel ist das klassische Kinderkraut: Er wirkt krampflösend auf den Darm, blähungslösend und kann bei Koliken und Bauchkrämpfen helfen. Kamille beruhigt den Magen-Darm-Trakt und wirkt entzündungshemmend – ideal bei Magenverstimmungen, Unruhe und Zahnungsbeschwerden. Melisse ist sanft beruhigend und schlaffördernd ohne sedierende Nebenwirkungen. Lindenblüte wirkt beruhigend, schweißtreibend bei Erkältungen und schlaffördernd – gut für unruhige Kinder. Holunder unterstützt das Immunsystem und ist bei Erkältungen traditionell beliebt. Hagebutte ist extrem vitamin-C-reich und stärkt die Immunabwehr. Hibiskus enthält viel Vitamin C und Anthocyane, schmeckt fruchtig und eignet sich gut als erfrischendes Getränk für Kinder. Kräuter wie Baldrian, Johanniskraut, Senna und Pfefferminze sollten Kindern nur nach ärztlichem Rat gegeben werden.
Geschichte und Tradition von Kindertees
Die Tradition, Kindern bei Beschwerden Kräutertees zu geben, ist in europäischen Kulturen sehr alt. In beinahe jeder Familie gab es Hausmittelrezepte für Kindertees: Kamillentee bei Bauchschmerzen, Fencheltee bei Koliken, Lindenblütentee bei Erkältungen. Diese Rezepte wurden von Müttern und Großmüttern weitergegeben und sind tief in der Volksmedizin verwurzelt. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gab es kaum regulierte Kinderheilmittel, weshalb volksheilkundliche Kräutertees eine wichtige Rolle spielten. Mit zunehmender Professionalisierung der Kinderheilkunde im 20. Jahrhundert wurden die traditionellen Hausmittel in standardisierte Produkte überführt. Firmen wie Hipp, Humana und Babylove entwickelten geprüfte Baby- und Kindertees mit kontrollierten Dosierungen und Sicherheitsstandards. Heute unterliegen Kindertees in Deutschland strengen Vorschriften für Babynahrung und werden als Lebensmittel für besondere Ernährungszwecke reguliert.
Häufige Fragen zu Kindertee
Ab welchem Alter kann ich Kindertee geben?
Viele Kindertees sind ab dem zweiten Lebensmonat zugelassen, aber im ersten Lebensmonat sollten Säuglinge ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsnahrung bekommen. Auch danach gilt: Tee ergänzt, ersetzt aber keine Mahlzeiten. Immer die Altersangabe des Herstellers beachten.
Welcher Tee hilft meinem Kind beim Einschlafen?
Melisse, Lindenblüte und Kamille sind die klassischen Schlafkräuter für Kinder. Sie wirken sanft beruhigend ohne sedierende Wirkung. Tees ohne Koffein (kein Grüntee, kein Schwarztee) sind entscheidend für Abendroutinen.
Kann mein Kind statt Wasser auch Kindertee trinken?
Ja, koffeinfreie Kräuter- und Fruchttees können als Teil der Flüssigkeitszufuhr für Kinder dienen. Wasser bleibt das Idealgetränk, aber Kindertee ist eine gute Alternative zu Saft oder anderen gesüßten Getränken.
Welchen Kindertee empfehlen Kinderärzte?
Bei Bauchschmerzen und Koliken: Fenchel- oder Kümmel-Tee. Bei Erkältungen: Lindenblüten-, Holunder- oder Hagebutten-Tee. Bei Unruhe: Melisse- oder Kamille-Tee. Immer Fertigprodukte mit Altersangabe aus dem Reformhaus oder der Apotheke bevorzugen.
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