Grüner Pu-erh


Pu-erh-cha ist ein weiteres Mitglied der großen Familie der chinesischen Teetradition. Wohl fast 2000 Jahre reicht die Geschichte dieser Teeart bereits zurück und selbstverständlich gibt es zahlreiche Mythen und Geheimnisse darum.

grüner Pu-Erh ist eine Sorte des Pu-erh-cha

Inhaltsstoffe

In seiner Zusammensetzung ähnelt Pu-erh-cha im Wesentlichen anderen Teearten, wie etwa schwarzer Tee, grüner Tee, Oolong Tee oder auch weißem Tee. Allerdings enthält er besonders hohe Konzentrationen an Koffein und Theobromin. Letzteres gehört chemisch gesehen derselben Familie an, wie Koffein deshalb sind die Wirkungen ebenso anregend. Pu-erh-cha enthält also besonders hohe Mengen an aufputschenden Substanzen und sollte deshalb nur in Maßen genossen werden.

Doch noch etwas veranlasst Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung immer wieder davor zu warnen, zu große Mengen Pu-erh-cha zu trinken. In Proben können häufig größere Mengen an Pflanzenschutzmitteln, wie etwa DDT, nachgewiesen werden. Die entsprechenden Konzentrationen sind leider so hoch, dass sie in Verdacht stehen, krebsauslösend zu wirken und sind somit definitiv bedenklich für die Gesundheit.

puerh-tee

Anbaugebiete

Seinen Ursprung hat der Pu-erh-cha in der chinesischen Provinz Yunnan, genauer gesagt in der Stadt Pu-erh, die somit namensgebend war. Und auch heute noch wird diese Tradition gewahrt und der original Pu-erh-cha genau dort angebaut.

Das wichtigstes ist, dass der Tee nicht von kultivierten, sondern von wildwachsenden Teebäumen gewonnen wird. Die Blätter sind auffallend größer, als an den Sträuchern in Teeplantagen. Wilde Teebäume wachsen nicht ausschließlich in Yunnan, sondern sind, in geringerer Zahl allerdings, auch in Grenznähe zu Burma, Laos und Vietnam zu finden.

Herstellung

Der behutsame Umgang mit den Blättern hat nach der Ernte oberste Priorität, Bruch oder sonstige Schäden wären Qualitätsmindernd und sollen deshalb vermieden werden. Zunächst werden die Blätter zum Welken ausgelegt, in der Regel geschieht dies auf entsprechend angelegten Plätzen. Im Anschluss werden die Blätter fermentiert um die enthaltenen Enzyme zu inaktivieren. Dazu werden Woks bzw. Pfannen benutzt.

Damit grüner Pu-erh entsteht, werden die Blätter nach dem Rösten in die traditionellen Formen gepresst um danach über Jahre hinweg zu reifen. Diese Herstellungsmethode ist die älteste für Pu-erh und bedarf einer großen Menge an Geduld, Lagerplatz und auch genügend anderer Einnahmequellen, da der Teeproduzent während der Reifung logischer Weise keinerlei Einkünfte aus dem Tee hat.

Fazit

Mit grünem Pu-erh genießt man sicher ein faszinierendes Stück Teetradition und -geschichte. Viele preisen diesen Tee als Wunderwaffe im Kampf gegen überflüssige Pfunde an, die dazu empfohlenen Mengen sollten jedoch nach Anraten einiger Gesellschaften nicht verzehrt werden. Es gibt soviel über diesen besonderen Tee zu Wissen. Zur Diät gibt es genug Tipps im Internet.

Trinkt man aber stattdessen Pu-erh nicht als Allheilmittel, sondern genießt ihn als ein Stück ganz besonderen Tee, so spricht sicher nichts dagegen, für einige Momente dem Alltag zu entfliehen und in Jahrhunderte alte Kultur einzutauchen.

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Bildnachweis: Grüner Pu-erh – © elypse – Fotolia.com

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