Das Tee gesund ist, wissen wir längst. Vor allem grüner Tee hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich und auch schwarzer Tee ist in seiner gesundheitlichen Wirkung nicht zu verachten. Aber was ist mit anderen Tees? Seit Yoga beispielsweise auch bei uns immer mehr zum Trend wird und gerade von besonders gestressten Menschen nicht nur wegen seiner entspannenden Wirkung, sondern zusätzlich wegen seines positiven Ganzkörpereffekts und dem Training der Tiefenmuskulatur, immer beliebter wird, kucken sich einige auch hierzulande die ein oder andere Gewohnheit der Yogis aus Indien ab. Diese trinken vor allem die scharf-würzigen Chai Tees besonders gerne. Oder auch einmal Ingwer-Tee pur. Er ist schnell und einfach zubereitet und hat uns dabei noch erstaunliches zu bieten. Zum einen besitzt Ingwer eine sehr angenehme Schärfe. Er wärmt dadurch, schmeckt süß und irgendwie zitronig gleichzeitig. Er eignet sich hervorragend zum Würzen von Speisen, man findet ihn lecker kandiert als Knabberei für zwischendurch.Unzählige Rezepte und Zubereitungen enthalten Ingwer. Sobald man jedoch ein paar Scheibchen einer Ingwerwurzel, egal ob frisch oder für Schleckermäulchen lieber kandiert, mit heißem Wasser übergießt, hat man im Handumdrehen einen wunderbaren Ingwertee. Wunderbar lässt sich aus der Knolle auch Ingwerwasser herstellen, indem man den Ingwertee gut mit Wasser verdünnt. Zur Zubereitung des Tees sollte das Wasser kochen, zum Süßen darf gerne etwas Honig dazu gegeben werden - köstlich! Dieser ist beispielsweise ein hervorragendes Hausmittelchen bei Übelkeit, was schon viele Frauen zu Beginn einer Schwangerschaft zu schätzen wussten. Doch wie eine aktuelle Studie belegt, können sich nun auch Asthmatiker über den leckeren Ingwer-Tee freuen. Bei Sportlern gilt Ingwer-Tee schon länger als Geheimtipp, weil er Schmerzen jeder Art hervorragend lindert. Vor allem die ätherischen Öle und die Gingerole sind dafür verantwortlich, dass sich die Muskeln unseres Körpers lockern, Verspannungen werden gelöst und dadurch verursachte Schmerzen lassen nach. Grund genug, für ein Forscherteam zu untersuchen, ob Ingwer auch einen Effekt auf unsere Lungengesundheit hat. Und tatsächlich, die Antwort war ein eindeutiges Ja! Bei einem Asthmaanfall verengen sich die Bronchen, die Lunge verkrampft regelrecht, kann dadurch keine Luft mehr aufnehmen. Kommt zu dieser Atemnot dann noch die völlig verständliche Angst und Panik, entsteht ein Teufelskreislauf, in dem die Bronchien sich immer weiter verengen. Dann kann nur noch ein Asthmaspray helfen, dessen Zusätze die Lunge wieder entspannen. Doch genau das kann Ingwer auch und noch dazu völlig natürlich. Seine wertvollen Inhaltsstoffe, die auch im restlichen Körper die Muskulatur entspannen, haben den gleichen Einfluss auch auf die kleinen Muskeln der Bronchien. Und das ist noch nicht einmal alles. In der Studie konnte zudem nachgewiesen werden, dass Ingwer auch noch die Wirkung der eingenommenen Asthma-Medikamente verstärkt. So hilft Ingwer in diesem Fall also gleich doppelt.

Fazit

Bei den Ergebnissen dieser erstaunlichen Studie sollte jeder Asthmatiker sofort anfangen, Ingwer-Tee zu trinken. Der Vollständigkeit halber muss allerdings noch erwähnt werden, dass es für den Effekt dieser tollen Knolle keine Rolle spielt, in welcher Form man sie zu sich nimmt. Egal also, ob als Gewürz, kandiert, als Tee,… Wie auch immer man Ingwer mag, Hauptsache man nimmt ihn zu sich. Der Tee ist schnell und einfach zubereitet. Wem er aber pur doch etwas zu scharf ist, der kann gerne auch eine Mischung verwenden. Und gegen Abwechslung ist ebenfalls nichts einzuwenden. Wichtig ist einfach nur, dass man Ingwer regelmäßig zu sich nimmt. Viele Asthmatiker kennen das Problem, dass der Körper sich irgendwann zu sehr an die Medikamente gewöhnt. Irgendwann genügt nicht mehr nur ein Stoß aus dem Spray, es müssen mindestens zwei sein. Oder man braucht es wesentlich häufiger. Hin und wieder muss man sogar ganz auf eine stärkere Dosierung umsteigen. Gerade im Herbst, wenn morgens noch der nasskalte Nebel in der Luft hängt, bleibt selbigen vielen Asthmatikern im wahrsten Sinne des Wortes weg. Was gibt es da also besseres, als sich mit einem würzigen Ingwertee oder Ingwerwasser schnell und einfach herzustellen und dabei auch noch etwas für die Gesundheit seiner Lunge zu tun, den würzigen Geschmack zu genießen?Bildnachweis: green tea ©Thinkstock: iStock

Ingwertee bei Atemwegsproblemen: Wirkung und Zubereitung

Ingwer (Zingiber officinale) ist eines der am besten erforschten Heilkräuter der Welt und besonders bei Atemwegserkrankungen wirksam. Die Hauptwirkstoffe Gingerole und Shogaole haben nachgewiesene entzündungshemmende, antivirale und schleimlösende Eigenschaften. Bei Erkältungen, Bronchitis und Nasennebenhöhlenentzündung kann Ingwertee zweifach helfen: durch die Inhaltsstoffe im Blut (nach dem Trinken absorbiert) und durch das Einatmen des Ingwer-Dampfs beim Trinken. Zubereitung für maximale Wirkung: frischen Ingwer (2–3 cm Stück) dünn aufschneiden oder grob reiben, mit 500 ml Wasser 10 Minuten köcheln lassen. Abseihen, mit Honig und Zitronensaft süßen. Drei Tassen täglich beim Erkältungsinfekt. Der Dampf beim Trinken öffnet die Atemwege und lindert das Engegefühl.

Ingwer und das Atemsystem: Wissenschaftliche Erkenntnisse

Mehrere Studien belegen die Wirksamkeit von Ingwer bei Atemwegsproblemen. Gingerole hemmten in Zellkulturexperimenten die Replikation von Rhinoviren (Erkältungsviren). Eine Studie aus 2013 (Phytotherapy Research) zeigte, dass Ingwer-Extrakt die Kontraktion von Atemwegsmuskeln reduziert, was bei Asthma relevant ist. 6-Gingerol und 8-Gingerol haben starke entzündungshemmende Wirkung, vergleichbar mit Ibuprofen – aber ohne die Magenbelastung. Ingwer hemmt das Enzym 5-Lipoxygenase, das Leukotriene bildet (Entzündungsmediatoren, die bei Asthma und Allergie eine Rolle spielen). Für Heuschnupfen und leichte allergische Rhinitis kann regelmäßiger Ingwer-Teekonsum die Intensität der Symptome reduzieren. Bei akuten Asthmaanfällen ist ärztliche Behandlung immer Priorität.

Ingwer-Kombinationen für die Atemwege

Ingwertee entfaltet seine Wirkung noch stärker in Kombination mit anderen Heilpflanzen. Ingwer-Thymian-Tee: Thymian enthält Thymol, einen starken Antiseptikum, der besonders bei Bronchitis und produktivem Husten hilft. Ingwer-Echinacea: Kombination aus antiviraler (Ingwer) und immunstimulierender (Echinacea) Wirkung – ideal bei ersten Erkältungssymptomen. Ingwer-Kurkuma-Honig: Kurkumin ergänzt die entzündungshemmende Wirkung des Gingerols; Honig hat zusätzlich antiseptische Eigenschaften. Ingwer-Pfefferminze: Menthol aus Pfefferminze kühlt die Atemwege und gibt das Gefühl der Offenheit; Ingwer bekämpft die Ursache. Diese Kombinationen sind nicht nur therapeutisch wirksam, sondern schmecken auch gut – und machen selbst hartnäckige Erkältungen etwas erträglicher.

Häufig gestellte Fragen zu Ingwertee und Atemwegen

Wie oft am Tag sollte man Ingwertee bei Erkältung trinken?
2–3 Tassen täglich. Mehr kann bei empfindlichem Magen zu Sodbrennen führen. Mit Honig und Zitrone ist er bekömmlicher.

Ist frischer Ingwer besser als Ingwerpulver?
Ja – frischer Ingwer enthält mehr aktive Gingerole; beim Trocknen wandeln sich einige in Shogaole um, die ebenfalls wirksam, aber etwas anders sind.

Kann Ingwertee bei Asthma helfen?
Unterstützend ja. Als Ersatz für Asthmamedikamente nein – immer ärztliche Behandlung beibehalten.

Ist Ingwertee in der Schwangerschaft sicher?
In moderaten Mengen (1–2 Tassen täglich) gilt Ingwer in der Schwangerschaft als sicher und hilft gegen Übelkeit. Bei Bedenken Arzt befragen.

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