Der Ursprung des weißen Tees


Längst ist vielen Teefans weißer Tee auch bei uns ein Begriff. Doch zu Beginn seiner Geschichte wäre es absolut undenkbar gewesen, dass wirklich jeder freien Zugang zu dieser ganz speziellen Teeart hätte. Geschweige denn, dass er einfach so zwischen zahlreichen anderen Produkten in nahezu jedem Supermarkt im Regal liegt.

Kategorie Tee-Mythen - Der Ursprung des weißen Tees

Ursprünglich kam der weiße Tee ausschließlich aus den Bergen der chinesischen Region Fujian. Und mehr als 1000 Jahre lang durfte ausschließlich der Kaiser diesen Tee genießen. Der erste „echte“ Kaiser Chinas, Qin Shihuangdi, dem es tatsächlich gelungen war, dieses riesige Reich zu Einen und dem die Menschheit auch so unglaubliche Denkmäler und Bauwerke wie die chinesische Mauer und die berühmte Terrakottaarmee vor seinem Grabmal zu verdanken hat, hatte enorme Angst vor dem Tod. Er unternahm größte Anstrengungen und schickte auch immer wieder Expeditionen in die entlegensten Winkel der Welt, um das „Elixier des Lebens“ zu finden und somit unsterblich zu werden. Irgendwann war Qin Shihuangdi davon überzeugt, dass der weiße Tee eine unverzichtbare Zutat für dieses Elixier sei und somit auch ausschließlich ihm als dem Kaiser vorbehalten sein sollte.

Doch der Kult um vom weißem Tee ging sogar noch weiter. Die Blätter für den weißen Tee durften nur an zwei Tagen im Jahr geerntet werden. Und das ausschließlich von Jungfrauen und mit goldenen Scheren. Nach der Ernte durfte niemand mehr die Blattknospen berühren. Ausschließlich der Kaiser hatte das Recht sie zu überbrühen und somit nochmals anzufassen.

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Legende oder Wahrheit?

Doch stimmen diese „alten Geschichten“ vom weißem Tee, oder sind sie nicht doch etwas übertrieben? Nun, die Angst Qin Shihuangdi vor dem Tod ist einwandfrei belegt und sein enormes Grabmal mit der Terrakottaarmee davor ist nur eines von zahlreichen Beispielen dafür. Um dieses riesige Reich überhaupt erst vereinen und später aber auch zusammenhalten zu können, brauchte es ein sehr strenges Regiment. Mit einer gewaltigen Strenge, aber auch mit seiner Willkürherrschaft gelang Qin Shihuangdi nicht nur die Einheit nach innen, China konnte sich auch nach außen behaupten. Das ihm diese Art der Regentschaft allerdings nicht nur Freunde, sondern auch zahlreiche Feinde eingebracht haben dürfte ist nachvollziehbar. Es wurden mehrere Attentate auf ihn verübt und förderten seine Todesangst wohl zusätzlich.

So ist es auch historisch dokumentiert, dass er immer wieder Truppen aussandte, die im Gebiet der Penglai-Inseln nach dem „Elixier des Lebens“ suchen sollten. Alchimisten und Schamanen zählten zu seinen engsten Vertrauten und Ratgebern. Gut möglich also, dass er tatsächlich eines Tages den weißen Tee ausschließlich für sich beanspruchte und überzeigt davon war, dass dieser zarte Tee mit seinem herrlichen Duft und Geschmack ihm das ewige Leben schenken könnte.

Die strengen Vorschriften, dass der weiße Tee nur an zwei Tagen im Jahr von Jungfrauen mit goldenen Scheren geerntet und danach von niemandem berührt werden durfte sind aus unserer Sicht ganz klar völlig übertrieben und machen sicher auch keinen Unterschied in Geschmack und Inhaltstoffen. Betrachtete man sich allerdings die Persönlichkeit Qin Shihuangdis und versetzt sich in dessen Zeit zurück, kann man sich vielleicht eher vorstellen, dass sich in all den Sagen und Legenden zu den Göttern, dem Schicksal und den Lebensweisheiten Begründungen für all das finden.

Vielleicht wollte Qin Shihuangdi beispielsweise verhindern, dass der Tee vergiftet werden konnte. Deshalb durfte ihn niemand berühren und er brühte ihn sich selbst auf. Viellicht hatte man die Erfahrung gemacht, dass der Tee, wenn er an diesen zwei Tagen geerntet wurde, ganz besonders aromatisch war. Wie auch immer, diese Geschichten und Mythen über den weißen Tee machen ihn auch aus heutiger Sicht nur reizvoller und lassen ihn zu etwas ganz besonderem werden.

Fazit

Ein Tee, der schon für wenige Euro im Supermarkt um die Ecke zu haben ist, kann sicher nichts besonderes sein. Dieses Vorurteil haben sicher viele. Sicher ist die Qualität keinesfalls mit einem Tee vom spezialisierten Fachhändler zu vergleichen, doch sollten wir, wenigstens ab und zu, versuchen, die Güte eines Produktes nicht immer gleich automatisch über seinen Preis und seine Verfügbarkeit zu definieren.
Die Inhaltsstoffe mancher Teesorten, können eine enorme Wirkung auf den Körper haben, z.b. durch das Koffein.

Mit dem Wissen, dass weißer Tee über 1000 Jahre lang einer einzigen Person vorbehalten war und dass Ernte und Herstellung so streng festgelegt waren, wie wohl bei kaum einem zweiten Produkt, erscheint selbst der Supermarkt-Tee in einem anderen Licht. Und heute hat weißer Tee noch so viel mehr zu bieten da Geschmack und Aroma bei dieser Teeart enorm von der Lage des Anbaugebietes abhängen. Kaiser oder nicht, weißer Tee ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Wenn Sie noch weitere Informationen rund um den weißen Tee suchen, dann finden Sie zahlreiche weitere Details unter weissertee.com.

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Bildnachweis: Ursprung des weißen Tees © morelkin – Fotolia.com

One thought on “Der Ursprung des weißen Tees

  1. Hallo!
    Woher sind die Tassen im Bild? Die finde ich nämlich ziemlich schick 🙂

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