Hopfen Tee


Hopfen ist den meisten wohl fast ausschließlich als Bestandteil von Bier bekannt. Allenfalls weiß man noch, dass er dank seiner beruhigenden und entspannenden Wirkung in Kräuterteemischungen eingesetzt wird, die in erster Linie beim Ein- und Durchschlafen helfen sollen. So klangvolle Namen, wie „Guten Abend“, „Schlafe sanft“ oder ähnliches verweisen schon ganz eindeutig darauf, dass man sich bei Schlafproblemen an sie wenden kann. Besser als Medikamente sind sie allemal.

Hopfen Tee

Hopfen pur als Tee kennt allerdings kaum jemand. Hopfentee schmeckt zwar sehr bitter. Doch, wie man schnell merkt, kann man von ihm noch mehr profitieren als einfach nur angenehm schwer und müde zu werden und endlich mal wieder einschlafen zu können, ohne sich vorher stundenlang hin und her zu wälzen. Daher wird in der Medizin bei Schlafstörungen oft Hopfen in Form von Tee oder kapseln verabreicht.

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Inhaltsstoffe

Wenn der Hopfen so bitter schmeckt, müssen bei der Liste seiner Inhaltsstoffe wohl auch einige Bitterstoffe ganz oben stehen. In diesem Fall sind es sogar ganz spezielle Hopfenbitterstoffe, die im Vergleich zu anderen Vertretern dieser Art völlig Stickstoff-frei aufgebaut sind. Die Gruppe der Harze, die beim Hopfen ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt, kann grundsätzlich in sogenannte Humulone und Lupulone aufgeteilt werden. Während erster den bitteren Geschmack nochmals intensivieren, sind letzte dagegen neutral im Geschmack beim Trinken. Zudem findet man jede Menge ätherische Öle, die vor allem für das spätere Bieraroma ausschlaggebend sind. Das Hopein wiederum gehört zur Gruppe der Flavonoide und hat eine leichte östrogene Wirkung.

Insgesamt ist diese Kombination bekanntermaßen sehr beruhigend und entspannend. Hopfen wirkt allerdings auch antibakteriell, schmerzstillend, entzündungshemmend sowie blutreinigend. Einige Mütter, die Beschwerden beim Stillen hatten, haben von ihrer Hebamme sicher auch schon einmal Hopfen zur Milchsteigerung empfohlen bekommen. Auch Wechseljahrsbeschwerden (hier kann auch Schafgarbentee helfen), Migräne oder Fieber können damit gut behandelt werden.

Anbaugebiete

Bei der wirtschaftlichen Nutzung spielt wilder Hopfen keine Rolle. Landwirtschaft kultiviert wird er grundsätzlich in sogenannten Hopfengärten. Da der Hopfen eine Kletterpflanze ist, braucht er eine entsprechende Rankhilfe. Deshalb werden die jungen Pflanzen im Frühjahr etwa ab März auf großen Feldern mit Gerüstanlagen ausgebracht. Dort können sie dann im Laufe des Sommers bis zu sieben Meter hoch ranken.

Hopfen wird in sämtlichen Ländern angebaut, in denen auch Bier gebraut wird, also in Deutschland ebenso, wie in Österreich, der Schweiz, in Tschechien und den USA. Aber auch in anderen Ländern wird Hopfen kultiviert. In Deutschland sind besonders zwei Regionen für ihren Hopfen bekannt. In Bayern ist es das Gebiet namens Hallertau, in Baden-Württemberg die Region des sogenannten Schussentals, das zwischen Tettnang und Ravensburg liegt. Dies sind die größten Hopfenanbaugebiete der BRD.

Herstellung

Im Spätsommer wird der Hopfen geerntet. Nicht nur für das Bier, auch für den Tee werden die Zapfen verwendet. Ob frisch oder getrocknet, einfach mit kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Ein Teelöffel Hopfenzapfen reicht für eine Tasse.

Fazit

Bierfans verweisen gerne immer mal wieder auf die positiven Eigenschaften des Hopfens. Nun kann man sie ebenso mit einem Schmunzeln um die Mundwinkel darauf verweisen, dass es auch Hopfentee gibt, ganz ohne Alkohol.

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Bildnachweis: Hopfen Tee ©Thinkstock: Hemera

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