Fazit
Grillen ist nicht umsonst so beliebt. Schließlich schmeckt es einfach lecker und die Zeiten, in denen im Sommer Wochenende für Wochenende ausschließlich Bratwürste und die immer selben Steaks auf den Rost kamen, sind längst vorbei. Die Grillmeister hierzulande, völlig egal, ob Profi oder Hobby-Bruzzler, lassen ihrer Fantasie freien Lauf und probieren stets Neues aus. Umso besser, wenn man nun mit grünem Tee nicht nur dazu beiträgt, dass man seine Grillabende wegen dem verminderten Krebsrisiko wirklich unbeschwert genießen kann und dabei fast schon nebenbei noch neue Rezepte entwickelt und seine Geschmacksnerven überrascht. Welche Teesorte man nimmt bleibt jedem selbst überlassen. Ob Sencha, Gyokuro, Bancha oder andere. Statt der Ziehzeit sollte jetzt auf die richtige Dosierung geachtet werden. Und wenn das Wunder dann vollbracht ist, lässt man sich die gesunde Mahlzeit schmecken.Bildquelle: Group Of Friends Having Outdoor Barbeque At Home/Monkey Business/fotolia.comGrüntee beim Grillen: Innovativer Einsatz
Grüntee und Grillen – das klingt wie ein unwahrscheinliches Paar, aber es gibt gleich mehrere sinnvolle Verbindungen. Erstens als Marinade: Stark aufgebrühter Grüntee (Cold Brew oder heiß aufgebrüht und abgekühlt) kann als Basis für Marinaden dienen. Die Catechine im Grüntee machen das Fleisch zarter (ähnlich wie Tannine im Wein), und das leicht herb-frische Grüntee-Aroma ergänzt Geflügel und Meeresfrüchte hervorragend. Eine Grüntee-Soja-Marinade: 100 ml Grüntee-Cold-Brew, 3 EL Sojasoße, 1 EL Sesamöl, 1 TL Ingwer, 1 Knoblauchzehe – ergibt eine asiatisch-aromatische Marinade für Hühnchen oder Lachs. Zweitens als Räucherchip: Getrocknete Teeblätter (z.B. Lapsang Souchong oder starker Grüntee) auf dem Grill erzeugen einen aromatischen Rauch.
Grüntee als gesunde Grillzutat
Beim Grillen entstehen durch hohe Temperaturen heterozyklische Amine (HCA) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) – potentiell krebserregende Substanzen. Forschungen zeigen, dass Grüntee-Marinaden und Grüntee als Begleittrank die Bildung und Absorption dieser Substanzen reduzieren können. EGCG hemmt die Aktivierung bestimmter HCAs in leberschädigende Metabolite. Eine koreanische Studie zeigte, dass Fleisch in Grüntee mariniert bis zu 50% weniger HCAs beim Grillen entwickelt. Grüntee als Getränk dazu wirkt zusätzlich schützend. Diese Kombination macht das Grill-Erlebnis nicht nur aromatischer, sondern auch gesünder.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Fruchtetee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu geraucherten Tee.
Grüntee-Rub und Grüntee-Sauce für den Grill
Für einen Grüntee-Rub (Trockengewürzmischung für Fleisch vor dem Grillen): 2 TL Matcha-Pulver, 1 TL Salz, 1 TL schwarzer Pfeffer, 1 TL Knoblauchpulver, 1 TL Paprika. Das Matcha gibt dem Fleisch eine grünliche Farbe und ein charakteristisches Aroma, das beim Grillen karamellig wird. Für eine Grüntee-Glasur: 50 ml Grüntee-Aufguss, 2 EL Honig, 1 EL Mirin (japanischer Reiswein), 1 TL Sesamöl – auf Geflügel in den letzten Minuten des Grillens aufpinseln. Diese Kombinationen sind besonders für asiatisch-inspirierten BBQ-Stil interessant und ergeben eine einzigartige Geschmacksdimension, die mit reiner Sojasoße nicht zu erreichen ist.
Häufig gestellte Fragen zu Grüntee und Grillen
Kann man Teeblätter direkt auf die Kohle geben?
Ja – besonders Lapsang Souchong (geräucherter Tee) oder starke Sencha-Blätter erzeugen aromatischen Rauch. Nur in kleinen Mengen, da der Rauch intensiv ist.
Welches Fleisch passt am besten zu Grüntee-Marinade?
Geflügel (Hühnchen, Ente) und Meeresfrüchte harmonieren am besten. Auch Tofu und Gemüse nehmen das Grüntee-Aroma schön auf.
Ändert Grüntee-Marinade die Farbe des Fleisches?
Leicht – Catechine können das Fleisch etwas dunkler machen. Matcha-Rub gibt vor dem Grillen eine grünliche Note, die beim Grillen braun wird.
Kann man Grüntee auch in Grillsaucen verwenden?
Ja – Grüntee als Basis für BBQ-Saucen (zusammen mit Miso, Sojasoße, Honig, Ingwer) ist eine asiatische Fusion-Technik mit großem Aromen-Potential.
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