Der Wachmacher: Grüner Tee für mehr Leistung und Konzentration


Der grüne Tee fristete lange Zeit in der Vergangenheit eher ein Schattendasein, zumindest in unseren Breitengraden. Doch allmählich steht die Wiederentdeckung des einzigartigen Gesundheitsexperten auf dem Plan, denn im stressigen Alltagsleben entfaltet er seine wohltuende Wirkung umso spürbarer: Grüne Teesorten steigern Konzentration und Leistung, sie beugen außerdem vielerlei Krankheiten vor. Holen wir die Teesorte endgültig aus der Mottenkiste!

Der grüne Tee verleiht langanhaltende Power für den Tag, denn das darin enthaltene Koffein wird durch Gerbstoffe gebunden und ganz allmählich freigesetzt. So reichen die etwa 50 mg Koffein einer Tasse Tee viel länger als die gleiche Menge im Kaffee, allerdings muss der Teegenießer ein wenig länger warten, bis er davon etwas bemerkt.

Cup with green tea and green leaves.

Bildquelle: © NataliTerr – fotolia.com

Wer sich morgens allerdings generell etwas mehr Zeit nimmt, um geruhsam in den Tag zu starten, wird den langsamen aber effektiven Wachmacher bald schon nicht mehr missen wollen. Aufmerksame Teetrinker bemerken den eintretenden Effekt wie eine Art Lichten des Nebelschleiers, der sich im Schlaf über sie gelegt hat. Das Gehirn wird klarer, die Konzentrationsfähigkeit steigt, und bleibt über eine längere Zeitphase erhalten – bis die nächste Tasse Tee in den Startlöchern steht.

 

EGCG fördert Lernfähigkeit und räumliches Gedächtnis

Neben dem Koffein sind als weitere Zaubermittel die Antioxidantien zu nennen, sie schützen die Zellen vor freien Radikalen und bewahren sie so vor Krankheiten, zum Beispiel vor der allgegenwärtigen Krebsgefahr. Aber auch die Hirnfunktion verbessert sich mit Einnahme dieser Stoffe, besonders die Substanz EGCG geriet diesbezüglich in das Blickfeld der Ernährungsforscher weltweit: Es regt die Neurogenese an, die Bildung neuer Nervenzellen, und trägt deshalb auch zur Wahrung unserer Gedächtnisfertigkeit bis ins hohe Alter bei. Aktuelle Labortests haben bewiesen, dass mit grünem Tee gefütterte Mäuse in viel kürzerer Zeit versteckte Plattformen in ihren Gehegen finden konnten als Artgenossen, die nur reines Wasser zu trinken bekamen. Das räumliche Gedächtnis aber auch die Lernfähigkeit zeigte sich bei teetrinkenden Nagern deutlich besser ausgeprägt. Degenerative Gehirnerkrankungen lassen sich durch bessere Neurogenese eventuell verzögern oder ganz verhindern, so bleiben Mensch und Maus mit etwas Glück viel länger fit!

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Grüner Tee: das Wundermittel für Hochleistungsphasen

Regelmäßiger Genuss von grünem Tee unterstützt die Leistungsfähigkeit im normalen Arbeitsalltag ebenso wie während besonderer Hochleistungsphasen. Wer sich über einen langen Zeitraum konzentrieren muss und keinen Fauxpas erlauben darf, beispielsweise ein Börsenmakler oder ein Profi-Pokerspieler, wird die eine oder andere Tasse des natürlichen Wundermittels sicherlich sehr hilfreich finden. So wie der Finanzprofi ständig die neuesten Trends im Auge behalten und bei entsprechenden Ausschlägen extrem schnell mit den richtigen Transaktionen punkten muss, so bedarf der Pokerprofi stundenlanger Konzentration und Disziplin.

 

Besonders zu hochdotierten Turnieren wie zum Beispiel der European Poker Tour (EPT), der europäischen Turnier-Serie, die als die teuerste Serie der Welt gilt, bei der die Welt-Elite im Pokersport anzutreffen ist, darf das Gehirn sich keine Ruhepause gönnen. Aktion und Reaktion müssen blitzschnell aufeinander folgen – und wenn das Turnier sich bis in die frühen Morgenstunden zieht, dann gilt es trotzdem, hellwach zu bleiben. Das Bild vom cocktailtrinkenden, partysüchtigen Pokerspieler sollte also besser korrigiert werden: Das können sich die großen Stars jedenfalls nicht zu Turnierzeiten erlauben, stattdessen steht ihnen eine Kanne grünen Tees viel besser zu Gesicht. Dasselbe gilt für professionelle IT’ler, die ihre Augen stundenlang nicht vom Bildschirm abwenden dürfen, weil das Rechenzentrum eines großen Unternehmens sonst Schaden nehmen könnte. Oder für Chirurgen, von deren Arbeit Menschenleben abhängen. Und natürlich auch für den ganz normalen Arbeitnehmer, der tagtäglich seine hohen Leistungen vollbringt und immer am Ball bleiben muss, um seinen Job mit Bravour zu erfüllen.support-1120755

Es gibt übrigens einen guten Grund, warum im grünen Tee so viele gesundheitsfördernde Stoffe unbeschadet erhalten sind: Der pflanzliche Rohstoff wird nicht wie beim schwarzen Tee, der ebenfalls Koffein enthält, fermentiert, sondern entweder sofort geröstet oder einfach nur erhitzt. Wichtig ist vor allem, den Tee nicht allzu lange ziehen zu lassen, denn dann verliert sich die stimulierende Wirkung. Bei einer zu kurzen Ziehzeit löst sich allerdings nicht genügend Koffein im Wasser, sodass der goldene Mittelweg wie so oft die beste Alternative darstellt: Etwa 3 Minuten sollte ein grüner Tee ziehen, um den Trinkenden sanft zu wecken und möglichst lange fit zu halten.

 

Grüner Tee mit Guarana: der Rennwagen unter den Muntermachern

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Guaraná#/media/File:Guaranà_original_do_Brasil.jpg

Guarana gilt längst nicht mehr als Geheimtipp unter den Muntermachern, die roten getrockneten Früchte einer Lianenart sind wahre Koffeinbomben. Auch hier kommen wieder die Gerbstoffe ins Spiel, die das Koffein im Guarana binden und über viele Stunden nach und nach an den menschlichen Körper abgeben. Mit Guarana angereicherter grüner Tee fungiert also als eine Art natürliches Upgrade, manche Teemischung wurde bereits bei der Herstellung damit versetzt, doch der Teegenießer kann hier genauso gut selbst Hand anlegen. Aufstehmuffel und Langsamstarter kommen damit am Morgen garantiert viel besser in Schwung, ohne dass die Augen nach kurzer Zeit schon wieder zufallen wollen.

 

Und ganz zum Schluss, weil es so schön ist: Grüner Tee hält sogar länger jung, denn die Antioxidantien wirken sich auch auf das Hautbild aus. Die äußere menschliche Hülle soll bei regelmäßigem Teegenuss viel langsamer altern, ganz nebenbei gleichen die Inhaltsstoffe des Tees auch den Cholesterinspiegel aus. Die enthaltenen Catechine wirken darüber hinaus entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Und: Seit längerem ist allseits bekannt, dass auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen mit dieser gesunden Teesorte minimiert werden kann. Die letzte Frage ist nun noch: Wer kann sich dieser vielen Vorzüge überhaupt noch entziehen?

Black iron asian teapot with sprigs of mint for tea

Bildquelle: Sandra Cunningham – fotolia.com

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