Was ist drin?
Streng genommen handelt es sich bei Yogi Tee nicht unbedingt um Kräuter-, sondern mehr um Gewürztee. Dabei werden Zimt, Nelken, Kardamom, Ingwer und meist auch schwarzer Pfeffer für die Grundrezeptur gemischt. Je nachdem finden sich aber auch Süßholz und Hibiskusblüten häufig auf den Zutatenlisten.Neben dieser Basismischung finden sich aber auch Yogi Tees, die ganz gezielt in einem bestimmten Bereich wirken sollen. So gibt es beispielsweise für Frauen mit Regelschmerzen etwa Mischungen mit zusätzlich Himbeerblättern und Angelikawurzel. Zur Stimmungsaufhellung werden gerne Bockshornklee, Orangenschalen, Schafgarbe (Vgl. Schafgarbentee) und Basilikum zugemischt. Bei Halsbeschwerden helfen Thymian, Eibischwurzel und Königskerze. Die Vielfalt ist riesig und die Liste der Hersteller und der verschiedenen Yogi Tees hört auch nicht bei rein gesundheitsorientierten Produkten auf. So finden sich mittlerweile auch längst so populäre Mischungen wie Yogi Tee Schokolade, Weihnachts Yogi Tee oder Yogi Tee mit Rotbusch, schwarzem oder grünem Tee, auf dem Markt. Üblicher Weise wird Yogi Tee leicht gesüßt mit einem Schuss Milch getrunken. Letzen Endes bleibt dies aber den individuellen Vorlieben überlassen.Fazit
Die Zeiten, in denen Yogi Tee nur was für "die Ökos" war, sind längst vorbei. Sicher trinken viele gerade Yogi Tee auch wegen einer speziellen Lebensphilosophie. Schon allein die Geschichte, die hinter dem Tee steckt, bringt dies mit sich. Es geht dabei eben um eine traditionelle Heilkunst und auch um Spiritualität. Doch selbstverständlich kann man diesen Tee auch einfach deshalb trinken, weil er schmeckt, weil seine würzige Note etwas ganz anderes bietet als andere Tees, weil er so schön wärmt. Wenn man dann, quasi ganz nebenbei, noch etwas Gutes für seine Gesundheit tut, ist das doch umso besser. Ob als loser Tee oder als Teebeutel, der Yogi Tee ist etwas besonderes.Bildnachweis: Yogi Tee - © Sarka - Fotolia.comZubereitung und Empfehlung
Für die optimale Zubereitung von Yogi Tee empfiehlt es sich, einen bis zwei Teelöffel der Teemischung mit 250 ml frisch gekochtem Wasser zu übergießen. Je nach Zusammensetzung der Mischung variiert die empfohlene Ziehzeit zwischen fünf und zehn Minuten.
Teemischungen sind häufig so komponiert, dass sich die Aromen der einzelnen Zutaten gegenseitig ergänzen und verstärken. Die richtige Ziehzeit ist dabei entscheidend: Zu kurz, und die tieferen Aromen entfalten sich nicht vollständig; zu lang, und die Balance der Mischung kann durch dominante Einzelnoten gestört werden.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Fruchtetee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Yogi Tee sollte wie alle Teemischungen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Eine luftdichte Teedose schützt vor Feuchtigkeit und Fremdgerüchen und bewahrt das Aroma für zwölf bis achtzehn Monate.
Achten Sie beim Kauf auf die Qualität der einzelnen Zutaten. Hochwertige Teemischungen verwenden ganze oder nur leicht gebrochene Blätter, Blüten und Früchte, während minderwertige Produkte oft stark zerkleinerte Reste enthalten.
Zubereitung von Yogi-Tee
Yogi-Tee ist eine aromatische, gewürzbasierte Teemischung mit ayurvedischen Wurzeln. Die klassische Grundrezeptur enthält Kardamom, Zimt, Ingwer, schwarzen Pfeffer und Nelken. Für eine traditionelle Zubereitung werden die ganzen Gewürze (pro Person: 3 Kardamomkapseln, ein kleines Stück Zimtstange, 3-4 Pfefferkörner, 1 Nelke, eine Scheibe frischer Ingwer) in 300 ml Wasser zum Kochen gebracht und dann 15 bis 20 Minuten auf kleiner Flamme geköchelt. Anschließend wird die Mischung durch ein Sieb gegossen. Traditionell wird Yogi-Tee mit etwas Milch (tierisch oder pflanzlich) und Honig nach Geschmack serviert. Die Milch rundet den scharfen Geschmack ab und gibt dem Tee eine cremige Note. Im Handel sind Yogi-Tee-Beutel in vielen Variationen erhältlich – von Classic über Ginger Lemon bis hin zu entspannenden Abendmischungen. Diese werden mit kochendem Wasser übergossen und drei bis fünf Minuten gezogen. Yogi-Tee ist koffeinfrei und eignet sich daher auch am Abend. Die Gewürze entfalten beim Kochen ihr volles Aroma besser als beim bloßen Aufgießen.
Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Yogi-Tee
Yogi-Tee vereint die Heilkräfte mehrerer Gewürze in einer Tasse. Ingwer, eine der wichtigsten Zutaten, wirkt entzündungshemmend, fördert die Verdauung und kann Übelkeit lindern. Die enthaltenen Gingerole und Shogaole sind potente bioaktive Verbindungen, die vielfältige positive Wirkungen im Körper haben. Schwarzer Pfeffer enthält Piperin, das nicht nur die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe (besonders Curcumin) erhöht, sondern auch die Verdauung anregt und antibakteriell wirkt. Kardamom mit seinen ätherischen Ölen fördert die Verdauung, wirkt krampflösend und hat eine leicht harntreibende Wirkung. Zimt hilft, den Blutzucker zu regulieren und wirkt antibakteriell und antifungal. Nelken schließlich enthalten Eugenol, einen starken Antioxidantien mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Die Kombination aller dieser Gewürze macht Yogi-Tee zu einem wärmenden, verdauungsfördernden und immunstärkenden Getränk, das besonders in der kalten Jahreszeit wohltuend ist. Er regt die Durchblutung an und kann bei Erkältungen und allgemeinem Unwohlsein Linderung bringen.
Geschichte und Herkunft von Yogi-Tee
Yogi-Tee hat seine Wurzeln im Ayurveda, der traditionellen indischen Medizin, die über 5000 Jahre alt ist. Die Gewürzmischungen, die dem heutigen Yogi-Tee ähneln, wurden in Indien seit Jahrhunderten zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden genutzt. Im Westen wurde Yogi-Tee maßgeblich durch Yogi Bhajan populär, einen Sikhmeister, der 1969 von Indien in die USA kam und eine Version seiner Gewürzmischung an seine Schüler weitergab. Aus diesem kulturellen Austausch entstand die Marke Yogi Tea, die heute weltweit vertrieben wird und verschiedenste Kräuter- und Gewürzmischungen anbietet. Jeder Beutel trägt einen inspirierenden Spruch, was zum Markenimage des spirituellen, ganzheitlichen Wohlbefindens beiträgt. In Deutschland ist Yogi-Tee seit den 1980er Jahren erhältlich und hat sich als beliebte Alternative zu konventionellen Kräutertees etabliert. Das wachsende Interesse an ayurvedischer Gesundheit und ganzheitlichen Lebenskonzepten hat die Popularität von Yogi-Tee in den letzten Jahren nochmals gesteigert.
Häufige Fragen zu Yogi-Tee
Enthält Yogi-Tee Koffein?
Die meisten Yogi-Tee-Varianten sind koffeinfrei, da sie keine echten Teeblätter enthalten. Einige Varianten mit grünem oder schwarzem Tee als Zutat enthalten jedoch Koffein. Ein Blick auf die Zutatenliste klärt dies.
Kann ich Yogi-Tee selbst zubereiten?
Ja, Yogi-Tee lässt sich leicht aus ganzen Gewürzen selbst kochen. Die Grundmischung aus Kardamom, Zimt, Ingwer, Pfeffer und Nelken ist günstig und in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.
Ist Yogi-Tee gut für den Magen?
Yogi-Tee ist besonders bekannt für seine verdauungsfördernden Eigenschaften. Die enthaltenen Gewürze regen die Verdauungssäfte an, wirken krampflösend und können bei Blähungen und Völlegefühl helfen.
Kann ich Yogi-Tee in der Schwangerschaft trinken?
Schwangere sollten die Inhaltsstoffe prüfen. Kleine Mengen der üblichen Gewürze sind meist unbedenklich, aber hohe Dosen Ingwer und bestimmte andere Zutaten sollten gemieden werden. Im Zweifel die Hebamme oder den Arzt befragen.
Verwandte Artikel
Entdecken Sie weitere interessante Beiträge zu diesem Thema:
- Nieren und Blasen Tee (Teemischung)
- Rote Grütze Tee (Teemischung)
- Tropical Dream Tee (Teemischung)
- Erkältungstee (Teemischung)
- Ostfriesen Sonntagstee (Teemischung)
- Sencha (Grüner Tee)
- Lindenblütentee (Kräutertee)
- Schwangerschaftstee - natürlicher Tee in der Schwangerschaft (Teeseiten)