Die berühmten 3 Monats-Koliken sind vor allem bei Eltern von Neugeborenen berühmt berüchtigt. Und selbst, wenn die Kinder schon größer und dem Kolikalter längst entwachsen sind, werden bei diesem Stichwort Erinnerungen an durchwachte Nächte geweckt. Die Kinder weinen, schreien, krümmen sich teilweise sichtlich vor Schmerzen, ziehen verzweifelt die kleinen Beinchen an und Mama und Papa versuchen verzweifelt mit allen möglichen Hausmittelchen oder auch Medikamenten ihrem kleinen Liebling die Bauchschmerzen zu nehmen. Ein Standardmittel in solchen Fällen ist für viele ein sogenannter "Baby Bäuchlein Tee". Wie der Name schon sagt, wird er bei Bauchschmerzen eingesetzt. Er soll den Kleinsten unter den Kleinen die Schmerzen nehmen und die Koliken lindern.

Was ist drin?

Selbstverständlich enthält solch ein Tee die Klassiker unter den Kräutern, die bekannt dafür sind, dass sie entspannend auf unseren Magen und das Verdauungssystem wirken. So dürfen weder Fenchel, noch Anis, Kümmel und Kamille fehlen. Auch Thymian ist in nahezu jeder Mischung.Damit sich die Babys selbst ebenfalls etwas entspannen ist häufig zusätzlich Melisse enthalten. Diejenigen Tees, die nicht als Beutel, sondern in der löslichen Form verkauft werden, enthalten in der Regel noch Zucker als Süßungsmittel. Wenn dies schon sein muss, sollte es idealer Weise wenigstens Milchzucker und möglichst wenig sein. Kinderärzte raten von dieser gezuckerten Version aber meist ab. Babys sollten den Babytee möglichst ungesüßt trinken. Spätestens bei der U2-Untersuchung, könnte man den behandelnden Kinderarzt darauf ansprechen.

Fazit

Ob und wie sehr solch ein Tee tatsächlich zu helfen vermag, ist sicher von Fall zu Fall verschieden. Die entsprechende Wirkung der einzelnen Kräuter ist zwar erwiesen, ob sie jedoch ausreicht, um Säuglinge tatsächlich von ihren Koliken zu erlösen, kommt auch auf die Heftigkeit und Intensität dieser Krämpfe an. Jedenfalls ist solch ein Tee eine wunderbare Möglichkeit, selbst den Kleinsten zu helfen, ohne ihnen gleich Medikamente geben zu müssen. Einen Versuch ist es allemal wert für viele Eltern.Um das Baby in ruhe stillen zu können. Davon abgesehen ist ja auch bekannt, dass Babys noch viel empfänglicher sind, was die Wirkung von Naturheilmitteln betrifft. Ihr Körper ist noch nicht so sehr an chemische Substanzen gewöhnt, wie wir Erwachsene. Gemeinsam mit Massagen, am besten mit einem Öl, das sich ebenfalls aus den im Tee enthaltenen Kräutern zusammensetzt, hat man jedenfalls ganz gute Chancen, die Koliken zumindest auf ein erträgliches Niveau zu senken.Bildnachweis: Baby Bäuchlein Tee © Dalia Drulia - Fotolia.com

Zubereitung und Empfehlung

Für die optimale Zubereitung von Baby Bäuchlein Tee empfiehlt es sich, einen bis zwei Teelöffel der Teemischung mit 250 ml frisch gekochtem Wasser zu übergießen. Je nach Zusammensetzung der Mischung variiert die empfohlene Ziehzeit zwischen fünf und zehn Minuten.

Teemischungen sind häufig so komponiert, dass sich die Aromen der einzelnen Zutaten gegenseitig ergänzen und verstärken. Die richtige Ziehzeit ist dabei entscheidend: Zu kurz, und die tieferen Aromen entfalten sich nicht vollständig; zu lang, und die Balance der Mischung kann durch dominante Einzelnoten gestört werden.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Baby Bäuchlein Tee sollte wie alle Teemischungen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Eine luftdichte Teedose schützt vor Feuchtigkeit und Fremdgerüchen und bewahrt das Aroma für zwölf bis achtzehn Monate.

Achten Sie beim Kauf auf die Qualität der einzelnen Zutaten. Hochwertige Teemischungen verwenden ganze oder nur leicht gebrochene Blätter, Blüten und Früchte, während minderwertige Produkte oft stark zerkleinerte Reste enthalten.

Zubereitung von Baby-Bäuchlein-Tee

Baby-Bäuchlein-Tee ist ein speziell für Säuglinge und Kleinkinder entwickelter Kräutertee, der sanft und schonend bei Bauchbeschwerden helfen soll. Er enthält typischerweise milde Kräuter wie Fenchel, Anis, Kümmel und manchmal Kamille – allesamt traditionelle Mittel gegen Blähungen und Koliken bei Babys. Für die Zubereitung wird ein Teebeutel oder ein Teelöffel der Mischung mit 150-200 ml frisch abgekochtem Wasser übergossen, das zuvor etwas abgekühlt ist (etwa 80-90 Grad). Der Tee zieht fünf Minuten und wird dann auf Trinktemperatur (circa 37 Grad, angenehm warm) abgekühlt. Baby-Bäuchlein-Tee sollte niemals gesüßt werden – weder mit Honig (nicht für Kinder unter einem Jahr geeignet) noch mit Zucker. Die Menge pro Tag sollte nicht überschritten werden – für Neugeborene und Säuglinge maximal 30-50 ml pro Gabe, zwei bis drei Mal täglich bei Bedarf. Wichtig: Baby-Tee ist kein Flüssigkeitsersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung und sollte nur ergänzend eingesetzt werden.

Wirkung und Sicherheit von Baby-Bäuchlein-Tee

Die Kräuter im Baby-Bäuchlein-Tee sind bewährte Mittel der Volksmedizin gegen Blähungen und Koliken. Fenchel enthält Anethol und Fenchon, ätherische Öle, die krampflösend auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts wirken und die Gasbildung reduzieren können. Anis hat ähnliche Eigenschaften und regt die Darmbeweglichkeit an. Kümmel wirkt blähungslindernd und kann Magenspasmen lindern. Kamille hat zusätzlich entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften, die sowohl dem Magen als auch dem aufgewühlten Baby zugutekommen können. Die wissenschaftliche Evidenz für Baby-Tee ist gemischt: Einige Studien zeigen positive Effekte auf Koliken, andere finden keine signifikante Wirkung über Placebo hinaus. Trotzdem ist Baby-Bäuchlein-Tee für die meisten Babys gut verträglich. Wichtige Sicherheitshinweise: Kein Sternanis verwenden (kann neurotoxisch sein), keine ungeeigneten Süßungsmittel, Menge und Temperatur kontrollieren.

Geschichte und Tradition von Kräutertee für Babys

Die Tradition, Säuglingen bei Bauchbeschwerden Kräuteraufgüsse zu geben, ist uralt. In beinahe allen Kulturen Europas und Asiens gibt es überlieferte Rezepte für Kindertees. Fenchel, Anis und Kümmel wurden in der deutschen Volksmedizin seit Jahrhunderten als „Windtee" für Babys verwendet. Großmütter und Hebammen gaben dieses Wissen von Generation zu Generation weiter. Im 20. Jahrhundert wurde Baby-Tee kommerzialisiert: Firmen wie Hipp, Humana und Bebivita brachten standardisierte, sicherheitsgeprüfte Baby-Teemischungen auf den Markt. Diese sind sorgfältig auf kindgerechte Dosierungen und Reinheit geprüft. In Deutschland sind Baby-Tees im Lebensmittelrecht als Lebensmittel für besondere Ernährungszwecke klassifiziert und unterliegen strengen Qualitäts- und Sicherheitsvorgaben. Das Angebot hat sich in den letzten Jahrzehnten stark erweitert und umfasst heute viele spezialisierte Formulierungen für verschiedene Altersstufen.

Häufige Fragen zu Baby-Bäuchlein-Tee

Ab welchem Alter kann ich Baby-Bäuchlein-Tee geben?
Viele Baby-Tees sind ab der Geburt zugelassen, aber grundsätzlich gilt: Im ersten Lebensmonat sollten keine anderen Flüssigkeiten als Muttermilch oder Säuglingsnahrung gegeben werden. Ab dem zweiten Monat kann Baby-Tee bei Bedarf ergänzend eingesetzt werden – immer nach Rücksprache mit dem Kinderarzt oder der Hebamme.

Kann ich Baby-Tee selbst herstellen?
Prinzipiell ja, aber gekaufte, zertifizierte Baby-Tees sind sicherer, da sie auf Schadstoffe, Pestizide und korrekte Zusammensetzung geprüft sind. Selbst gesammeltes oder nicht speziell für Babys geeignetes Kraut kann ungeeignete Substanzen enthalten.

Hilft Baby-Bäuchlein-Tee wirklich bei Koliken?
Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, aber viele Eltern berichten von positiven Erfahrungen. Koliken haben oft vielschichtige Ursachen; Baby-Tee kann ein sanftes Hilfsmittel sein, ist aber kein Allheilmittel. Bei anhaltenden Koliken immer den Arzt aufsuchen.

Darf ich Baby-Bäuchlein-Tee mit Honig süßen?
Nein! Honig darf Kindern unter einem Jahr nicht gegeben werden, da er Clostridium-botulinum-Sporen enthalten kann, die beim Säugling Botulismus verursachen können. Baby-Tee grundsätzlich ohne Süßungsmittel geben.

Verwandte Artikel

Entdecken Sie weitere interessante Beiträge zu diesem Thema: