Tomate-Mozzarella mit leckerem Aceto Basamico, Olivenöl und frischem Basilikum. Diese Köstlichkeit kommt längst auch bei uns häufig auf den Tisch. Ganz besonders in den Sommermonaten. Und viele haben mindestens eine Basilikum-Pflanze in ihrem Kräutergarten wachsen. Selbst auf der Fensterbank in der kleinsten Küche fühlt er sich wohl. Was allerdings kaum jemand bei uns weiß: Basilikum ist auch eine hervorragende Heilpflanze und sein Tee kann uns vieles Gutes tun und Krankheiten heilen. Es lohnt sich also, sich das Königskraut, wie man Basilikum auch nennt, einmal abseits von Tomaten und Mozzarella anzusehen.

Inhaltsstoffe

Auch im Fall des Basilikums sind es vor allem die ätherischen Öle, die seine Wirksamkeit ausmachen. Die altbekannten Gerbstoffe sind ebenso vertreten, wie die Saponine und Flavoniode. Zudem profitieren wir von Menthol und Kampfer und damit sind noch nicht einmal alle Inhaltsstoffe des Basilikums aufgelistet. Für eine gesunde Ernährung bietet Basilikum also eine breite Palette an Nährstoffen. Dank dieses wertvollen Cocktails wirkt dieser Lippenblütler antibakteriell, schleimlösend, schmerzstillend und harn-, ebenso wie schweißtreibend. Geeignete Einsatzgebiete für Basilikumtee sind deshalb Magenbeschwerden, Blähungen, Verstopfungen, Darminfektionen, aber genauso gut Wechseljahrsbeschwerden, Nervenschwäche und schlecht heilende Wunden. Bei Beschwerden in den Wechseljahren empfiehlt sich auch der Schafgarbentee.

Anbaugebiete

Beim Stichwort Basilikum denkt wohl jeder sofort an Italien und viele holen sich mit einem Topf frischen Basilikum bewusst ein Stück Urlaubserinnerung in die Küche. Natürlicher Weise allerdings liegt die Heimat des Basilikums in Asien und den tropischen Regionen Afrikas. Längst ist er aber auch bei uns zu Hause, nennenswerte Kulturen außerhalb von privaten Gärten und größeren Gärtnereien gibt es jedoch nicht.

Herstellung

Für den Tee verwendet man nicht nur die Blätter, sondern auch die Blütenspitzen des Basilikums. Die beste Sammelzeit dafür liegt in den Monaten von Juni bis August. Da ohnehin fast jeder Basilikum in seiner Küche verwendet, haben die meisten auch frischen Basilikum zu Hause. Kein Problem also, sich selbst ganz schnell einen Basilikumtee zuzubereiten. Selbstverständlich kann man die Blätter und Blütenspitzen sorgfältig trocknen und in einem Baumwoll-Beutel längere Zeit aufbewahren. Vor dem Aufguss sollten die Blätter allerdings etwas zerkleinert werden. Dies ist mit einem Messer möglich, ein Mörser ist dabei allerdings meist die geeignetere Alternative. Dann den Basilikum mit heißem Wasser übergießen, und einige Minuten ziehen lassen.

Fazit

Gemeinsam mit Tomaten kann der Basilikum sein Aroma besonders gut entfalten, dann noch weißen Mozzarella dazu und fertig sind die Nationalfarben von Bella Italia. Sicher ein Genuss, dennoch ist es fast schon sträflich, den Basilikum darauf zu reduzieren ihn lediglich zu Speisen zu verarbeiten. Als Tee hat er uns noch so viel mehr zu bieten. Nach dem Essen hilft er die Verdauung zu fördern und Frauen, die regelmäßig eine Tasse davon zu sich nehmen, wissen, wie schnell "typische Frauenbeschwerden" vom unregelmäßigen Zyklus bis hin zu Regelschmerzen, Geschichte sind. In der alternativen Heilmedizin ist Basilikum seit langem bekannt und findet aufgrund seiner breiten Wirkung noch heute Anwendung. Der Spruch "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?" trifft auf den Basilikum wohl perfekt zu. Jeder kennt ihn, (fast) jeder hat ihn zu Hause, wir benutzen ihn regelmäßig als Gewürz... Nur seine Qualitäten als Tee sind bislang leider nahezu unbekannt. Das sollte sich ändern. Wie viele Kräuter und Pflanzen hat auch Basilikum einen hohen Wert in der Naturheilkunde, kann Gesundheit und Wohlbefinden steigern. Bildnachweis: Basilikum Tee ©Thinkstock: Hemera

Herkunft und Geschichte

Basilikum Tee hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Bereits in der Antike wussten Heiler um die besonderen Eigenschaften dieser Pflanze. In vielen Kulturen weltweit wird Basilikum Tee seit Jahrhunderten als Heilmittel und Genussmittel geschätzt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus gemäßigten Klimazonen und wird heute in zahlreichen Ländern kultiviert.

Die Geschichte des Kräutertees reicht weit zurück. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer nutzten Kräuteraufgüsse zu therapeutischen Zwecken. Im Mittelalter waren es vor allem Klostergärten, in denen Heilkräuter systematisch angebaut und ihre Wirkungen dokumentiert wurden. Hildegard von Bingen und Paracelsus gehören zu den bekanntesten Vertretern der Kräuterheilkunde jener Zeit.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Inhaltsstoffe von Basilikum Tee sind vielfältig und wissenschaftlich gut erforscht. Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe bilden das komplexe Wirkstoffprofil dieser Teepflanze. Diese sekundären Pflanzenstoffe entfalten ihre Wirkung sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander — man spricht hier vom sogenannten Entourage-Effekt.

Flavonoide sind besonders wertvolle Antioxidantien, die freie Radikale im Körper neutralisieren können. Gerbstoffe (Tannine) wirken zusammenziehend auf die Schleimhäute und können bei Magen-Darm-Beschwerden lindernd wirken. Die ätherischen Öle tragen nicht nur zum charakteristischen Aroma bei, sondern besitzen auch antimikrobielle Eigenschaften.

Zubereitung und Dosierung

Für die optimale Zubereitung von Basilikum Tee empfiehlt sich frisches, weiches Wasser, das auf etwa 100 °C erhitzt wird. Pro Tasse (250 ml) verwenden Sie einen gehäuften Teelöffel getrockneter Kräuter oder einen Esslöffel frischer Kräuter. Die ideale Ziehzeit beträgt zwischen fünf und zehn Minuten — je nach gewünschter Intensität.

Ein häufiger Fehler bei der Zubereitung von Kräutertee ist eine zu kurze Ziehzeit. Im Gegensatz zu grünem oder schwarzem Tee sollten Kräutertees ausreichend lange ziehen, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe vollständig lösen können. Decken Sie die Tasse während des Ziehens ab, damit die flüchtigen ätherischen Öle nicht entweichen.

Kräutertees können sowohl heiß als auch kalt genossen werden. Als Eistee-Variante bereiten Sie den Aufguss doppelt so stark zu und gießen ihn über Eiswürfel. So erhalten Sie ein erfrischendes und gesundes Sommergetränk.

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Zubereitung Schritt für Schritt

Die perfekte Tasse beginnt mit der Wahl des richtigen Wassers. Verwenden Sie nach Möglichkeit gefiltertes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser mit einem niedrigen Kalkgehalt. Hartes Wasser kann den Geschmack von Tee erheblich beeinträchtigen und einen unangenehmen Film auf der Oberfläche bilden. Die optimale Wasserhärte für Tee liegt zwischen 4 und 8 Grad deutscher Härte.

Wärmen Sie Ihre Teekanne und Tassen vor, indem Sie sie kurz mit heißem Wasser ausspülen. Dieser einfache Schritt sorgt dafür, dass das Aufgusswasser seine optimale Temperatur behält und der Tee gleichmäßig extrahiert wird. Messen Sie die Teemenge sorgfältig ab: Pro 200 ml Wasser empfehlen sich je nach Teesorte 2 bis 5 Gramm Teeblätter. Eine Küchenwaage liefert dabei genauere Ergebnisse als das Augenmaß.

Gießen Sie das Wasser langsam über die Teeblätter und lassen Sie den Aufguss in Ruhe ziehen. Widerstehen Sie der Versuchung, den Teebeutel oder das Teesieb ständig zu bewegen — dies kann unerwünschte Bitterstoffe lösen. Nach der optimalen Ziehzeit entfernen Sie die Teeblätter sofort, um ein Überziehen zu vermeiden. Die Ziehzeit ist der wichtigste Faktor für den Geschmack — schon 30 Sekunden zu viel können einen milden Tee herb und bitter machen.

Kulturelle Bedeutung und Tradition

Basilikum steht in einer langen Tradition, die verschiedene Kulturen und Epochen miteinander verbindet. Tee ist seit Jahrtausenden nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das Menschen zusammenbringt und zum Innehalten einlädt. In einer Zeit, die von Hektik und Schnelllebigkeit geprägt ist, bietet die Teekultur einen wertvollen Gegenpol.

In der traditionellen chinesischen Kultur steht Tee für die Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die japanische Teezeremonie erhebt die Teezubereitung zur meditativen Kunstform. In Großbritannien ist der Afternoon Tea ein gesellschaftliches Ritual, und in Ostfriesland gehört die Teetied zum kulturellen Erbe. Auch in der arabischen Welt ist die Teezubereitung ein Akt der Gastfreundschaft und des Respekts.

Moderne Teekultur verbindet diese Traditionen mit zeitgenössischen Trends. Tee-Sommeliers, spezialisierte Teehäuser und die wachsende Bewegung für bewussten Konsum machen Tee zu einem Thema, das Menschen unterschiedlichster Hintergründe begeistert. Die Beschäftigung mit Tee fördert Achtsamkeit, Geduld und die Wertschätzung für Qualität — Eigenschaften, die in unserer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je sind.

Qualität erkennen und richtig einkaufen

Die Qualität von Tee zu beurteilen, erfordert etwas Übung und Wissen. Ein wichtiger erster Anhaltspunkt ist das Erscheinungsbild der trockenen Blätter: Hochwertige Tees bestehen aus ganzen oder großen Blattstücken mit einheitlicher Farbe und Form. Gebrochene, staubige oder ungleichmäßige Blätter deuten auf niedrigere Qualität hin.

Der Duft der trockenen Blätter sollte frisch, klar und einladend sein — niemals muffig, staubig oder künstlich. Beim Aufguss achten Sie auf eine klare, leuchtende Tassenfarbe. Trüber oder matter Tee kann auf Qualitätsmängel oder falsche Lagerung hindeuten. Der Geschmack sollte vielschichtig sein und verschiedene Noten offenbaren — Tiefe und Komplexität sind Zeichen hoher Qualität.

Kaufen Sie Tee vorzugsweise im Fachhandel, wo Sie kompetent beraten werden und die Möglichkeit haben, verschiedene Sorten zu probieren. Online-Teeshops bieten oft eine größere Auswahl und detaillierte Beschreibungen. Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen und Fair-Trade-Siegel, die Qualitätsstandards und nachhaltige Produktion gewährleisten. Kaufen Sie lieber kleine Mengen und verbrauchen Sie den Tee innerhalb weniger Monate — Frische ist bei Tee entscheidend.

Richtige Lagerung für optimales Aroma

Die richtige Lagerung ist entscheidend dafür, dass Ihr Tee sein volles Aroma bewahrt. Die vier größten Feinde des Tees sind Licht, Luft, Feuchtigkeit und Fremdgerüche. Bewahren Sie Tee daher stets in luftdichten, lichtundurchlässigen Behältern auf — ideal sind Dosen aus Zinn, Keramik oder dunklem Glas.

Vermeiden Sie die Aufbewahrung in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln wie Gewürzen, Kaffee oder Knoblauch, da Tee fremde Gerüche leicht aufnimmt. Ein kühler, trockener Ort mit konstanter Temperatur — etwa ein Küchenschrank abseits von Herd und Spüle — ist der ideale Lagerplatz. Im Kühlschrank sollte Tee nur in absolut luftdichten Behältern gelagert werden, um Kondenswasser zu vermeiden.

Die Haltbarkeit variiert je nach Teesorte: Grüner und weißer Tee sollten innerhalb von 6 bis 12 Monaten verbraucht werden, da sie empfindlicher auf Oxidation reagieren. Schwarzer Tee und Oolong halten bei richtiger Lagerung 1 bis 2 Jahre. Pu-Erh Tee ist eine Ausnahme — er kann wie guter Wein über Jahre oder sogar Jahrzehnte reifen und an Komplexität gewinnen. Kräuter- und Früchtetee bleiben bei sachgemäßer Lagerung 12 bis 24 Monate aromatisch.