Fichtennadel-Tee


Fichtennadeln gelten für viele als idealer Raumsprayduft oder auch als stimmungsvolles Aroma in der Weihnachtszeit. Als Tee jedenfalls hat die Fichtennadel wohl kaum jemand auf seinem Plan. Dabei ist die Fichte nicht nur für die Nase angenehm, sie kann auch für die gesamten Atemwege äußerst nützliche Dienste leisten. Ein intensiverer Blick lohnt sich also auf jeden Fall.

Fichtennadel-Tee

Inhaltsstoffe

Bei den bedeutenden Inhaltsstoffen der Fichtennadeln müssen als erste die ätherischen Öle genannt werden. Sie sind nicht nur für den angenehmen Waldduft, sondern auch für die medizinische Wirksamkeit der Nadeln verantwortlich.

Terpentinöl, Harz und diverse Gerbstoffe sind ebenso wichtig. Doch auch Vitamin C spielt eine große Rolle. Dank dieser Wirkstoffkombination hilft Fichtennadel-Tee bei zahlreichen Atemwegserkrankungen, wie etwa Bronchitis, Husten, Keuchhusten und sogar Asthma, und gilt schon lange als Heilpflanze. Aber auch Gicht und Rheuma können damit gut behandelt werden. Und selbst bei Muskelkater kann man mit Fichtennadeln gute Erfolge erzielen.

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Anbaugebiete

Auf der Nordhalbkugel kommt die Fichte quasi überall vor. Es gibt zahlreiche Arten und nicht überall ist der Bestand gleich groß. Doch in Mexiko etwa und in Taiwan wachsen selbst am Rande des Äquators noch Fichten.

Diese weite Verbreitung legt schon nahe, dass die Fichte keine besonderen Ansprüche an ihren Standort stellt. Auch, was die Nährstoffe betrifft, stellt dieser Baum keine hohen Forderungen. Ein feuchter und dennoch gut belüfteter Boden scheint die einzige Wachstumsbedingung zu sein. Staunässe führt bei der Fichte zur Wurzelfäule und schließlich zum Absterben.

Forscher haben einige Hinweise dafür gefunden, dass die Fichten nicht nur bereits sehr lange auf unserem Planeten leben, sondern auch, dass sie sich in der langen Zeit wohl kaum verändert haben. In Schweden wurde Wurzelholz von Fichten gefunden, dessen Altersbestimmung die stolze Zahl von 9550 Jahren ergab. Gleichzeitig war dieses alte Holz aber auch genetisch absolut identisch mit der darüber wachsenden Fichte aus unserer Zeit.

Herstellung

Für einen Tee aus Fichtennadeln werden meist die ganz jungen Triebe verwendet. Die Sammelzeit dafür beschränkt sich auf das Frühjahr. Später, ungefähr von Juni bis August, können zudem die ausgewachsenen Nadeln der Fichte verwendet werden.

Die jungen Triebe enthalten ganz besonders hohe Konzentrationen an Vitamin C. Einige Experten der Naturheilkunde empfehlen deshalb Fichtennadeltee als eine Art Aufbaupräparat gegen Frühjahrsmüdigkeit. Auch andere Probleme, bei denen ein geringer Spiegel an Vitamin C die Ursache ist, können mit Fichtennadeltee gemildert werden.

Fazit

Zugegeben, die Vorstellung sich aus Fichtennadeln einen Tee zu brühen, ist im ersten Moment gerne etwas gewöhnungsbedürftig. Doch wie so oft in solchen Fällen, ist man schnell erstaunt, wenn man merkt, bei wie vielen Erkrankungen solch ein Tee behilflich sein kann.

Wem der Geschmack der Fichte zu harzig ist, kann seinen Tee gerne mit etwas Honig versüßen. Damit wird er nicht nur angenehmer auf der Zunge, man erhält auch gleich einen doppelten Nutzen. Die Wirksamkeit der Fichtennadeln wird durch den Honig sogar noch gesteigert, weshalb mit diesem Tee sogar eine echte Influenza gelindert werden kann.

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Bildnachweis: Fichtennadel-Tee ©Thinkstock: iStockphoto

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