Königskerzentee? Ist die Königskerze giftig oder als Tee geeignet?


Für einige Tiere sind die herrlich sattgelben Blütenblätter der Pflanze giftig, für uns Menschen zum Glück nicht. Denn sonst müssten wir auf ein absolut natürliches und gleichzeitig auch sehr wirksames Mittel gegen Erkältungen, Husten und sogar Asthma, verzichten. Dabei ist das nur ein Teil der möglichen Bandbreite, die die Königskerze uns an gesund-fördernder Wirkung zu bieten hat.

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Der Tee soll bei Magen- und Darm-Beschwerden seine Wirkung entfalten, ebenso die Wundheilung unterstützen und laut Hildegard von Bingen sogar helfen, ein „trauriges Herz“ zu heilen. Und Hippokrates streute angeblich die Samen ins Wasser um damit Fische zu betäuben und diese somit leichter fangen zu können.

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Inhaltsstoffe

Die hohe Konzentration an Saponinen ist dafür verantwortlich, dass Fische die Königskerze nicht vertragen. Wie genau die Saponine in unserem Körper wirken, ist noch nicht geklärt. Fest steht zumindest, dass sie für uns nicht schädlich sind. Weiter von Bedeutung sind zahlreiche ätherische Öle, die gelben Farbstoffe, Flavonoide und Schleimstoffe. So ist Königskerzentee für viele Naturheilkundefans das Mittel des Wahl, wenn es darum geht hartnäckige Verschleimungen und Husten zu lösen.

Anbaugebiete

Trotz ihres hoheitlichen Namens ist die Königskerze eine der anspruchslosesten Pflanzen. In Mitteleuropa wächst sie quasi überall, selbst in Straßengräben ist sie immer wieder zu finden. Erkennen kann man sie ganz einfach an ihrer ungewöhnlichen Größe. Mit mindestens 40 cm ist sie schon recht groß, doch mit ihrer maximalen Größe von bis zu zwei Metern überragt sie selbst manchen Busch oder gar Baum.

Herstellung

Obwohl die Königskerze quasi überall wächst, sehr leicht zu erkennen ist und damit eigentlich ideale Bedingungen liefert, um sich den Tee daraus selbst zuzubereiten, ist davon eher abzuraten. Tatsächlich gestaltet sich die Herstellung des Königskerzentees sehr kompliziert und wird nahezu ausschließlich maschinell durchgeführt. Das die Blüten dabei sehr gründlich getrocknet werden müssen, ist wohl eine der größten Schwierigkeiten.

Als Hobby-Teemacher kann man sich nur schwer sicher sein, dass die Blüten tatsächlich alle restlos getrocknet sind. Zudem findet man Königskerzentee relativ einfach. Es gibt ihn in einigen Drogeriemärkten sogar in Teebeuteln und in Apotheken und auf Kräutermärkten wird in aller Regel lose Ware angeboten.

Fazit

Bei Bronchitis und Husten fällt einem beim Stichwort Tee meist als erstes Salbei ein. Dabei finden viele den Geschmack alles andere als angenehm. Kräuter, wie etwas die Königskerze ist in diesem Fall eine hervorragende Alternative. In der Wirksamkeit steht die Königskerze dem Salbei in nichts nach, der Geschmack dagegen erinnert angenehm an milden Honig. Zusätzlicher Zucker ist da völlig unnötig. Besonders für Kinder ist dies wohl unter Umständen die bessere Wahl, um eine Tasse Königskerzentee zu trinken. Denn was nützt das wirksamste Heilmittel, wenn es doch nicht getrunken wird.

In besonders hartnäckigen Fällen kann man mit Königskerzentee auch hervorragend Inhalieren. Dazu sollte man die Königskerzenblüten mit heißem Wasser übergießen, reichlich Kochsalz und eventuell noch etwas Kamille dazu geben und anschließend einige Minuten mit einem Handtuch über dem Kopf inhalieren.

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Bildquelle: Tee mit Königskerze/Heike Rau/fotolia.com

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