Pi Lo Chun ist einer der grünen Tees auch China, die man schon allein wegen des Namens gerne trinkt. Die Übersetzung für diese Sorte bedeutet in etwa so viel wie "jadegrüne Schnecke des Frühlings" oder auch "jadegrüne Spirale des Frühlings". Und diesen Namen trägt der Pi Lo Chun - Tee mit Recht. Seine Blätter sind so gedreht, dass sie tatsächlich an Schnecken erinnern, sie werden ausschließlich im Frühjahr geerntet und haben eine tiefgrüne, dunkle Farbe. Trotzdem ergeben sie einen wunderbar hellen Aufguss der sehr intensiv duftet.

Inhaltsstoffe

Der Pi Lo Chun genießt einen ausgezeichneten Ruf und zählt unter anderem auch zu den besten chinesischen Tees. Was die Inhaltsstoffe betrifft, gibt es jedoch keinen besonderen Grund dafür. Zwar bereichert der Pi Lo Chun den Tee mit zahlreichen gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen und Vitaminen, dies leisten die zahlreichen anderen Sorten grünen Tees aber genauso.

Anbaugebiete

Es gibt zwei verschiedene Regionen, in denen Pi Lo Chun angebaut wird. Bei uns findet man meist den Tee, der aus Taiwan stammt. Es gibt jedoch feine Unterschiede zu Pi Lo Chun, der auf dem chinesischen Festland kultiviert wurde. Dieser wächst in Teegärten der Stadt Suzhou in der Provinz Jiangsu im Osten der Republik. Südlich von Suzhou befinden sich zwei kleine Hügel, der eine ragt in einer Halbinsel in den Tai-See, der zweite liegt auf einer Insel direkt im See. Beide eignen sich perfekt für Teegärten, die die beste Qualität und Anbaubedingungen für Pi Lo Chun liefern.

Herstellung

Die Erntezeit für Pi Lo Chun ist ganz streng begrenzt. Nur zwischen dem 21. März und dem 5. April dürfen Teeblätter zu dieser Spezialität verarbeitet werden. Die verlesenen Blätter werden zunächst geröstet und anschließend bei Temperaturen von 50 bis 60°C gerollt. So erhalten sie ihre charakteristische spiralähnliche Form. Besonders hohe Qualitäten besitzen zusätzlich feine gelbe Härchen auf den Blattspitzen. Oberflächlich betrachtet sieht dies oft so aus, als seien die Blätter selbst so gelb.

Fazit

Pi Lo Chun ist eine grüne Teesorte, die sich wie kaum eine zweite vor allem für Einsteiger und Neulinge und Sachen Grüntee eignet. Im Gegensatz zu den meisten Sorten, ist Pi Lo Chun nämlich auffallend unempfindlich gegenüber hartem Wasser. Auch eigentlich zu hohe Temperaturen des Wassers beim Aufguss lassen den Tee nicht sofort ungenießbar bitter werden. Davon abgesehen zeichnet sich Pi Lo Chin vor allem durch einen sehr intensiven Duft aus. Er ist eine der wenigen Sorten grüner Tee, die man tatsächlich bereits an ihrem Geruch erkennen kann. Dennoch ist sein Geschmack fruchtig und frisch, manche erkennen sogar eine angenehme Pfirsichnote im Aroma. Bildnachweis: Pi Lo Chun © lily - Fotolia.com

Pi Lo Chun zubereiten: Die „Erschreckende Düfte"-Erfahrung

Pi Lo Chun (Bi Luo Chun – „Grüne Schnecke im Frühling") ist einer der zehn berühmten Tees Chinas und stammt aus der Gegend um den Taihu-See in der Provinz Jiangsu. Als feiner Frühlingsernte-Grüntee benötigt er eine behutsame Zubereitung: Wasser auf 70 bis 75 Grad Celsius abkühlen lassen. Pro 200 ml Wasser zwei bis drei Gramm Pi Lo Chun verwenden. Die Ziehzeit des ersten Aufgusses beträgt 45 bis 60 Sekunden. Pi Lo Chun gibt zwei bis drei Aufgüsse ab.

Eine besondere Zubereitungsmethode für Pi Lo Chun ist die „Top-Down-Methode": Zuerst das heiße Wasser in das Glas geben und dann vorsichtig die Teeblätter von oben hineingeben. Das Gegenteil des üblichen Vorgehens (zuerst Tee, dann Wasser). Die Blätter sinken langsam und öffnen sich dabei – ein faszinierendes Schauspiel, das die charakteristisch gerollten Spiralen des Pi Lo Chun zur Geltung bringt. Der Aufguss hat eine hellgrüne bis jade-grüne Farbe mit intensivem blumigem Aroma.

Geschichte: Der Kaisertee vom Taihu-See

Pi Lo Chun hat eine Geschichte, die bis in die Tang-Dynastie (618-907 n.Chr.) reicht, als die Gegend um den Taihu-See für ihre exquisiten Grüntees bekannt wurde. Der Name „Bi Luo Chun" wurde erst in der Qing-Dynastie unter Kaiser Kangxi (1654-1722) offiziell. Der Kaiser soll den Tee auf einer Reise in die Region entdeckt und ihn nach seinem charakteristischen Aussehen – spiralförmig gerollte Blätter, wie eine grüne Schnecke – benannt haben. Zuvor war der Tee unter dem weniger höfisch klingenden Namen „Schreckender Duft" bekannt, da sein Aroma angeblich so intensiv und unerwartet war.

Das besondere Anbaugebiet des Pi Lo Chun trägt wesentlich zu seiner Qualität bei: Die Teepflanzen wachsen zwischen Obstbäumen (Pfirsich, Aprikose, Pflaume) aufgepflanzt, deren Blütenduft die Teeblätter beeinflusst. Diese Symbiose verleiht dem Pi Lo Chun seine charakteristischen fruchtigen Unternoten. Echter Dongting Pi Lo Chun vom Taihu-See gilt als einer der teuersten und begehrtesten Grüntees Chinas.

Häufig gestellte Fragen zu Pi Lo Chun

Warum rollen sich die Pi Lo Chun-Blätter zu Spiralen?
Die spiralförmige Rollform des Pi Lo Chun ist das Ergebnis eines traditionellen Verarbeitungsschritts, bei dem die Blätter von Hand in einer heißen Wok-Pfanne gerollt und in ständiger kreisförmiger Bewegung getrocknet werden. Diese arbeitsintensive Handarbeit verleiht jeder Teeperle ihre charakteristische Spiralform.

Was ist echter Dongting Pi Lo Chun?
Echter Pi Lo Chun stammt ausschließlich aus der Gegend um die Dongting-Inseln am Taihu-See in Jiangsu. Viele im Handel erhältliche „Pi Lo Chun"-Tees werden in anderen Regionen hergestellt und sind Imitationen. Echter Dongting Pi Lo Chun ist deutlich teurer und hat eine intensivere, fruchtiger-blumige Note als Kopien.

Enthält Pi Lo Chun viel Koffein?
Als Frühlingsernte-Grüntee aus jungen Knospen hat Pi Lo Chun einen mittleren Koffeingehalt – schätzungsweise 25-40 mg pro Tasse. Das L-Theanin sorgt für ruhige Wachheit. Morgens oder am frühen Nachmittag ist er ideal; abends lieber meiden.

Pi Lo Chun zubereiten: Die Spirale der Frühlingsbrise

Pi Lo Chun (碧螺春, Jadeschnecke des Frühlings) – auch als Biluochun bekannt – ist einer der feinstduftenden Grüntees Chinas. Seine winzigen, spiralförmig gerollten Blätter, dicht mit weißen Haaren bedeckt, entfalten beim Aufguss ein Spektakel: Sie drehen sich langsam auf und sinken zu Boden. Für die optimale Zubereitung: Verwenden Sie ein klares Glas, damit das visuelle Schauspiel vollständig genossen werden kann. Wasser auf 70–75°C erhitzen – Pi Lo Chun ist besonders empfindlich. Geben Sie die Teeblätter direkt ins heiße Wasser (nicht umgekehrt) – diese umgekehrte Methode (Xiàtóufǎ) schützt die zarten Knospen. Pro 150 ml Wasser: 3–4 g Tee. Ziehzeit: 2–3 Minuten. Das Liquor ist hellgrün-golden, das Aroma fruchtig-frisch mit feiner Blütennote. Zwei Aufgüsse sind möglich.

Gesundheitsschatz der Dongtingberge

Pi Lo Chun wächst auf der Dongting-Insel am Taihu-See in Jiangsu, wo Tee- und Obstbäume zusammen kultiviert werden – ein Polykultur-System, das dem Tee seine charakteristischen Fruchtnoten verleiht (Osmanthus, Aprikose, Pfirsich duften in die Teeblätter ein). Dieses Mischanbausystem ist nicht nur aromatisch, sondern ökologisch wertvoll: Weniger Pestizide, mehr Biodiversität, schonendere Ernte. Pi Lo Chun ist besonders reich an L-Theanin durch frühe Ernte und schattige Bedingungen, hohem EGCG-Anteil und freien Aminosäuren. Der hohe Aminosäuregehalt ist verantwortlich für die natürliche Süße des Tees und sorgt für sanfte Energie ohne Bitterkeit. Traditionell wird Pi Lo Chun in der TCM als „Leberkräftiger" und „Sehkraftstärkender" Tee empfohlen.

Geschichte: Kaisers Umbenennung und der unsterbliche Name

Pi Lo Chun trägt seinen poetischen Namen seit dem Besuch Kaiser Qianlongs im 18. Jahrhundert, der den rustikalen Vorgängernamen „Erschreckend Duftender Tee" (吓煞人香) durch das elegantere „Pi Lo Chun" ersetzte. Diese kaiserliche Namensgebung war nicht nur Kosmetik: Sie signalisierte höfische Anerkennung und hob den Tee in eine neue Marktklasse. Heute ist Pi Lo Chun einer der „Zehn berühmten Tees Chinas" und wird in mehreren Qualitätsstufen angeboten. Die wertvollsten Exemplare werden vor dem Qingming-Fest (5. April) von Hand gepflückt – manchmal 60.000–80.000 Knospen für 500 g Tee. Diese extreme Handarbeit macht Pre-Qingming Pi Lo Chun zu einem der teuersten Grüntees pro Gramm.

FAQ: Pi Lo Chun

Was ist der Unterschied zwischen Pi Lo Chun und Biluochun? Keine – Pi Lo Chun ist die romanische Transkription, Biluochun die Pinyin-Schreibweise desselben Tees (碧螺春). Beide Namen sind korrekt und bezeichnen denselben Tee.

Wie erkenne ich echten Pi Lo Chun? Echte Qualität: winzige, gleichmäßige Spiralen mit silbrig-weißen Härchen, fruchtig-blumiges Trockenaroma, beim Aufguss langsam aufgehende Blätter, hellgrüner klarer Liquor. Günstige Imitate haben größere, uneinheitlichere Blätter und weniger Haare.

Warum ist Pi Lo Chun so teuer? Frühe Ernte (meist März), vollständige Handarbeit, hohe Pflückintensität (nur erste Knospen), begrenztes Anbaugebiet auf der Dongting-Insel. Premium-Ware kostet 100–500 Euro pro 100 g.

Wie lagert man Pi Lo Chun? Luftdicht, in einem Keramik- oder Metalldosenbehälter, kühl (10°C oder kälter) und dunkel. Im Kühlschrank hält er bis zu 12 Monate frisch. Raumtemperatur maximal 3–4 Monate.

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