Trink dich glücklich – mit grünem Tee


Dass Grüntee einen direkten Einfluss auf unser Gehirn hat, ist längst bekannt. Nicht nur Teetrinker, auch Studien beschreiben einen eindeutigen Effekt auf unsere Aufmerksamkeit. Inzwischen sind auch positive Effekt auf unsere Lernfähigkeit und eine Alzheimerprävention beschrieben. Doch eine aktuelle Untersuchung der Shandong University in China geht sogar noch weiter. Die Wissenschaftler untersuchten, ob grüner Tee auch Effekte bei Erkrankungen wie Burn Out oder gar Depressionen hat.

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Das wachsende Problem mit dunklen Stimmungen

Konkret formuliert, geht es um eine Erkrankung namens Anhedonie. Das Hauptsymptom dieser Erkrankung ist ein reduziertes Glücksempfinden. Die Patienten sind dabei nicht mehr in der Lage, Emotionen wie Spaß, Zufriedenheit, Glück oder auch Genuss in vollem Maße zu spüren. Schuld daran sind die Konzentrationen einiger Neurotransmitter im Gehirn, die wegen der Depression oder auch wegen des Burn Outs reduziert sind. Aber auch bei großem Stress über einen längeren Zeitraum oder etwa akutem Schlafmangel können die Neurotransmitter entsprechend negativ beeinflusst werden uns somit die Gesundheit und das Wohlbefinden der Betroffenen beeinträchtigen.

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Dabei ist erschreckend, wie Jahr für Jahr die Erkrankungen dieser Art zunehmen. Zwar ist noch nicht eindeutig geklärt, ob inzwischen wegen einer verbesserten Aufklärung und Aufmerksamkeit diesem Problem gegenüber diese psychischen Krankheitsformen einfach eher nachgewiesen werden und somit die „Dunkelziffer“ reduziert wird, oder ob tatsächlich mehr Menschen als früher mit Depressionen und ähnlichem zu kämpfen haben. Ein Mittel dagegen zu haben, kann aber so oder so nur sinnvoll sein.

Die Studie

Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Wissenschaftlich korrekt, handelte es sich um eine sog. Doppel-Blind-Studie, da weder die Teilnehmer, noch die wissenschaftlichen Mitarbeiter wussten, welche Gruppe das Grüntee-Präparat erhielt und welche das Placebo. Bei dem Grüntee-Präparat handelte es sich um je 400mg Grüntee-Pulver, dass die Patienten dreimal täglich nach den Mahlzeiten zu sich nahmen. Die Kontrollgruppe erhielt entsprechend ein wirkungsloses Pulver.

Um die Veränderungen auch entsprechend dokumentieren zu können, musste sich jeder Teilnehmer bereits vor Beginn zahlreichen psychologischen Tests und Befragungen unterziehen. Der Schwerpunkt dabei lag zum einen auf den Symptomen einer Depression oder einer Anhedonie, zusätzlich wurde das individuelle „Belohnungsverhalten“ der Patienten festgehalten.

Das Ergebnis der Studie fiel so eindeutig aus, dass selbst die größten Grüntee-Anhänger überrascht waren. In der Gruppe, die das Grüntee-Präparat zu sich genommen hatte, waren in allen untersuchten Punkten eindeutige und signifikante Verbesserungen festzustellen. Sowohl die Symptome einer Anhedonie, als auch die vorhandenen Neigungen zu einer Depression waren deutlich verbessert. Selbst auf Belohnungen sprachen die Teilnehmer dieser Gruppe viel intensiver an, als die der Kontrollgruppe. So kamen die Forscher zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass grüner Tee nicht nur antidepressiv wirkt, sondern zudem unsere Lernleistung verbessert.

Fazit

Teeliebhaber mit langjähriger Erfahrung ahnen es sicher bereits: es sind wieder einmal die wertvollen Katechine, die für diese grandiose Wirkung des Tees verantwortlich sind. Sicher soll das Ergebnis der Studie keinesfalls bedeuten, dass jemand, der Symptome eines Burn Out Syndroms zeigt oder sogar unter einer handfesten Depression leidet, einfach nur grünen Tee zu trinken braucht, anstatt bei Ärzten und Therapeuten nach Hilfe zu suchen.

Zumindest kann grüner Tee den Kampf gegen diese Erkrankungen aber unterstützen. Und für all diejenigen, die sich hin und wieder „einfach ein bisschen schlapp“ fühlen, müde oder auch angespannt sind, kann grüner Tee vielleicht das Mittel sein, dass schlimmeres verhindert und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens beiträgt.

Besonders hohe Konzentrationen an Katechinen finden sich in Gyokuro, Sincha, Matcha und auch Sencha, vorausgesetzt er hat eine entsprechend gute Qualität. Tees aus China, Japan und Indien werden oft traditionell hergestellt und weisen häufig eine hohe Qualität auf. Der Vollständigkeit halber muss aber unbedingt noch erwähnt werden, dass auch einige Sorten weißer Tee ähnliche Katechinwerte besitzen. Silver Neddle beispielsweise hat auf unsere Gehirnfunktionen vergleichbare Effekte, wie grüner Tee.

Also, statt sich immer weiter stressen zu lassen, die Welt immer schwärzer zu sehen und sich über nichts mehr so richtig freuen zu können, sollte man lieber jeden Tag ganz bewusst seinen Tee genießen, die gesund ist und uns wohl tut. Und schon wird die Welt sprichwörtlich wieder bunter.

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Bildquelle: Group Of Women Meeting In Cafe/micromonkey/fotolia.com

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