Zypressen Tee


Zypressen sind für viele von uns der Inbegriff mediterraner Bäume schlechthin. Sie passen mit ihrem säulenartigen Wuchs beispielsweise nicht nur hervorragend in das Bild griechischer Ausgrabungsstädten, sie fühlen sich in der Mittelmeerregion schlichtweg auch am wohlsten.

Zypressen Tee

Dennoch würden bei uns wohl nur wenige auf die Idee kommen, sich aus Zypressen einen Kräutertee zuzubereiten. Dabei kann dieser in bestimmten Fällen richtig heilsam sein. Diese Tatsache war nachweislich bereits den Griechen der Antike bekannt. Zeit also, dass sich dieses Wissen auch bei uns verbreitet.

Inhaltsstoffe

Bei einem Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe wird man sicher überrascht sein. Für die Zypresse werden nämlich meist einfach nur ätherische Öle als bedeutende Wirkstoffe aufgeführt. Doch diese Öle haben es in sich. Die Zypresse ist dadurch nämlich nicht nur antibakteriell und antiseptisch, sondern auch schleimlösend. Dies macht sie zu einem hervorragenden Mittel gegen Erkältungskrankheiten.

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Egal, ob ein einfacher Husten, ein hartnäckiger Keuchhusten, Fieber, ein grippaler Infekt, Bronchitis oder sogar Asthma, Zypressen-Tee hilft. Auch bei Durchfall, Rheuma, Darmentzündungen oder Menstruations- bzw. Wechseljahrsbeschwerden kann Zypresse regelmäßig als Tee getrunken zur Linderung beitragen.

Anbaugebiete

Ursprünglich stammt die Zypresse aus Asien. Die Phönizier waren es, die sie schließlich von dort in den Mittelmeerraum brachten. Dort fühlt sie sich bis heute sehr wohl. Inzwischen findet man sie auch in den milden Klimazonen Mitteleuropas, so beispielsweise auch bei uns am Oberrhein oder am Kaiserstuhl.

Nachweislich hat bereits Hippokrates mit der Zypresse die Schwindsucht, oder Tuberkulose, behandelt. Während die Perser der Meinung waren, die Zypresse sei der Beginn des Paradies, sahen sie zahlreiche andere Völker als Baum der Trauer. Deshalb findet man bis heute Zypressen öfter auch auf Friedhöfen.

Herstellung

Den Zypressen-Tee kann man wahlweise aus den Zweigen oder auch aus dem Holz des Baumes herstellen. Während die Zweige am besten im Zeitraum von Spätwinter bis zum Frühjahr gesammelt werden, kann man sich das Holz ganzjährig holen.

Für den Tee aus Zweigen gilt folgende Zubereitung: ein bis zwei Teelöffel zerkleinerte Zweige für eine Tasse mit kochendem Wasser übergießen. Nach 10 Minuten Ziehdauer abseihen und in kleinen Schlucken trinken. ein bis drei Tassen täglich wirken hervorragend bei Atemwegserkrankungen und Hämorrhoiden.

Für den Tee aus dem Holz der Zypresse, muss das Holz zunächst zerstoßen werden. Da sich die Inhaltsstoffe aus dem Holz etwas schwerer lösen, muss man diesen Tee für eine Viertelstunde ziehen lassen. Alternativ kann man auch Holz und Wasser gemeinsam aufkochen und dann nur 10 Minuten ziehen lassen. Dieser Tee wird bei Gebärmutterproblemen und Dickdarmerkrankungen empfohlen.

Fazit

Gerade in der Erkältungszeit ist Zypressen-Tee sicher eine gute und wirksame Alternative für alle, die ein bisschen Abwechslung bei ihren Kräutertees haben möchten. Dennoch gilt auch hier, wie bei allen anderen Heilkräutern: man sollte diesen Tee zwar regelmäßig trinken, nach spätestens sechs Wochen jedoch muss unbedingt eine Pause eingelegt werden. Anderenfalls riskiert man unerwünschte Nebenwirkungen.

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Bildnachweis: Zypressen Tee ©Thinkstock: iStockphoto

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