Zimt Tee


Zimt ist für viele von uns ein, wenn nicht sogar das klassische Weihnachtsgewürz schlechthin. Leckerer Glühwein oder Lebkuchen sind ohne Zimt nahezu undenkbar. Im Zusammenhang mit Tee kennt man Zimt dagegen meist nur als Bestandteil der würzigen Chai Tees. Als wirksame Heilpflanze kennen die Rinde des Zimtbaums die wenigsten in unseren Breitengraden und Zimttee pur haben wahrscheinlich noch weniger schon einmal getrunken. Dabei gäbe es mehr als einen guten Grund dafür.

Zimt Tee

Inhaltsstoffe

Kapfer, Gerbstoff, Schleim und Zink liest man durchaus öfter in den Listen der Inhaltsstoffe von Heilpflanzen. Mittlerweile ist auch bereits gut bekannt, dass Zink für ein effektiv arbeitendes Immunsystem enorm wichtig ist. Einige Experten meinen sogar, mindestens so wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger als Vitamin C. Auch dieses findet sich in hohen Konzentrationen in Zimt. Sesquiterpene, Zimtaldehyd und Limonen ergänzen diese Liste der wirksamen Inhaltsstoffe.

Dank dieser Mischung wirkt Zimt antibakteriell, krampf- und schleimlösend, harntreibend, wärmend und schmerzstillend. Dabei ist diese Liste noch nicht einmal vollständig. Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen lassen sich mit Zimt ebenso behandeln, wie beispielsweise Husten Bronchitis oder auch Muskelschmerzen.

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Und als wäre diese Mischung noch nicht bunt genug, rückt in den letzten Jahren zunehmend eine weitere Eigenschaft des Zimts in den Mittelpunkt des Interesses. Da Zimt den Blutzuckerspiegel senkt, ist auch Diabetes ein geeignetes Anwendungsgebiet. Möchte man keine künstlichen Medikamente verwenden, findet man nur schwer eine Heilpflanze die vergleichbar effektiv wirkt, wie Zimt.

Anbaugebiete

Der Zimtbaum ist ausschließlich in Südasien zu finden. Diese Pflanze der Lorbeergewächse muss zunächst einige Jahre wachsen. Dann werden sämtliche Äste abgeschnitten, bis der Stamm alleine steht. Aus diesem wachsen nun im Laufe der Zeit mehrere Triebe. Wiederum zwei Jahre später können nun auch diese Triebe abgeschnitten werden. Diese werden geschält, beim anschließenden Trocknungsprozess bildet sich schließlich die bekannte Doppelrolle aus.

Dieser enorme Aufwand macht deutlich, warum Zimt früher ein absoluter Luxus und alles andere als für jedermann erschwinglich war. Erst mehrere Jahre nach der Investition erhält ein Zimtbauer nach und nach Ertrag um irgendwann auch Gewinn machen zu können.

Herstellung

Für Zimttee kann man wahlweise Stangen oder Pulver verwenden. Man gießt dabei ein Zimtstange oder einen bis eineinhalb Teelöffel Pulver mit kochendem Wasser auf. Diese Mischung lässt man für etwa 10 Minuten ziehen. Abgießen und schon ist der Tee trinkfertig. Alternativ kann man auch noch einen beliebigen Teebeutel in die Tasse geben, wiederum nach einigen Minuten noch Zucker und warme Milch zugeben und schon hat man sich ganz einfach und schnell seinen ganz individuellen Chai Tee zubereitet.Es gibt verschiedene Rezepte dazu, für jeden Geschmack.

Fazit

Zimt steht ganz selbstverständlich in jedem Supermarkt in den Gewürzregalen. Und ganz selbstverständlich verwenden wir Zimt in unserer Küche. Überhaupt nicht selbstverständlich ist dagegen, dass wir uns daraus auch einmal bei Erkältungskrankheiten beispielsweise einen leckeren und wirksamen Tee kochen. Das sollten wir ändern.

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Bildnachweis: Zimt ©Thinkstock: iStockphoto

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