Weißer Tee - TEE-MAGAZIN.DE

Weißer Tee

Immer wieder kann man lesen, weißer Tee sei eine bestimmte Sorte grüner Tee. Dies ist jedoch nicht korrekt, da es sich bei dem weißen Tee um ein absolut eigenständiges und ganz besonderes Herstellungsverfahren handelt. Zum einen werden nur die ganz jungen, noch geschlossenen Blattknospen der Teesträucher geerntet. Zum anderen werden diese dann zu etwa zwei Prozent anfermentiert und anschließend getrocknet. Ist der Tee fertig, sind die Blätter mit einem weiß schimmernden Flaum überzogen, der namensgebend für diese Tee Art ist.

Zubereitung

Auch bei der Zubereitung von weißem Tee wird empfohlen, das kochende Wasser zunächst wieder etwas abkühlen zu lassen, bevor man den Tee damit übergießt. 75°C gelten als ideal. Ebenfalls positiv auf den Geschmack soll es sein, Tasse und Teekanne vorher etwas anzuwärmen und unbedingt möglichst weiches Wasser zu verwenden. Das zu viel Kalk im Wasser den Genuss negativ beeinflusst, ist allgemeinhin bekannt und gilt grundsätzlich für alle Tees, auch für Kaffee.

Weißer Tee

Kenner der weißen Tees raten zu Ziehzeiten zwischen einer und fünf Minuten, je nach Sorte und gewünschtem Geschmack, der sehr schwer und intensiv werden kann. Grundsätzlich ist es möglich, die Blätter mehrmals aufzugießen, man wird aber bei jedem Aufguss einen anderen Geschmack erhalten.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Was seine Inhaltsstoffe und deren Wirkung betrifft, gilt der weiße Tee als wahre Wunderwaffe. Zum einen wirkt er anregend, wie viele andere Tee Arten auch. Dies allerdings auf besonders sanfte Art und Weise, da weißer Tee nur relativ wenig Koffein enthält. Zum anderen wird weißem Tee nachgesagt, dass er, ähnlich wie grüner Tee, beim Abnehmen helfen kann, da er das Reifen der Fettzellen verhindert. Zudem gilt als Anti-Aging Wunder. Die enthaltenen Polyphenole, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, sind Radikalfänger und schützen somit unsere Zellen vor der Zerstörung durch freie Radikale, die tagtäglich in unserem Körper entstehen.

Zudem soll der Genuss von weißem Tee dank Flavonolglykosiden das Risiko für lebensbedrohende Krankheiten wir Herzinfarkt und Schlaganfall reduzieren können, die Aminosäure Theanin wirkt sich beruhigen auf unseren Organismus aus.

Sorten

Weißer Tee kommt quasi ausnahmslos aus China und gewinnt nun auch bei uns zurzeit zunehmend an Bekanntheit, auch wenn es von dieser Teeart nicht sehr viele unterschiedliche Sorten gibt. Zu den bekanntesten gehört Pai Mu Tan, was so viel bedeutet, wie “weiße Pfingstrose”. Auch die besonders edle und hochwertige Sorte Yin Zhen, zu Deutsch “Silbernadel”, die es auch als gelben Tee gibt, ist sehr beliebt.

Auch die Sorten Da Bai, Xiao Bai und Narcissus Chaicha werden gerne konsumiert. Wie die Namen schon erahnen lassen, sind sich Da Bai und Xiao Bai besonders ähnlich. Bei ersterem handelt es sich um große, bei letzter um kleine Blätter.

Weiterhin beliebt sind Bai Mu Dan, eine etwas weniger hochwertige Version des Pai Mu Tan, Gong Mei, eine ebenfalls etwas weniger qualitative Variante, in diesem Fall von Xiao Bai und als letzte nennenswerte Sorte, Shou Mei. Da Shou Mei einen stärkeren Geschmack hat, als andere weiße Teesorten, einen dunkleren Aufguss und zudem auch noch einen pelzigen Nachgeschmack hinterlässt, zählt er unter den weißen Teesorten zu den minderwertigsten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Shou Mei ein schlechter Tee ist, er erfüllt lediglich die Kriterien eines weißen Tees weniger gut als andere.

Zudem gibt es einen weißen Pu Erh Tee. Er wird in der chinesischen Provinz Yunnan ausschließlich im Frühjahr geerntet, bedarf einer besonders langwierigen und aufwendigen Produktion und zeichnet sich vor allem durch einen besonders süßen Geschmack aus, der meist mit Nektar verglichen wird. Auch der Duft des weißen Pu Erh ist extrem intensiv.

Fazit

Weißer Tee hat sicher das Potenzial dazu, schon in einigen Jahren mindestens so bekannt und beliebt zu sein, wie grüner Tee. Der Trend zu “Wellness-Getränken” ist seit Jahren ungebrochen und der Wunsch, Genuss mit der Tatsache zu verbinden, Körper und Gesundheit gleichzeitig etwas Gutes zu tun ist nur allzu verständlich. Unwahrscheinlich also, dass eine Tee Art, wie der weiße Tee, der mildes Aroma und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe vereint, nicht schon bald noch viele weitere Liebhaber gewinnen wird. Doch die Entscheidung bleibt auch hier jedem einzelnen selbst überlassen.

Weitere Informationen

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