Waldmeistertee

Waldmeistertee

Wenn man im Frühjahr durch einen Wald läuft, stechen einem sofort die saftig grünen Waldmeisterpflanzen ins Auge. Wie regelrechte grüne Teppiche breiten sie sich auf dem Boden zwischen den Bäumen aus, ihre zarten weißen Blüten sind das untrügliche Zeichen dafür, das tatsächlich Frühling ist. Da wundert es dann auch nicht mehr, dass Waldmeister ein hervorragendes Naturheilmittel für gute Laune ist.

Inhaltsstoffe

Der bedeutendste Inhaltsstoff des Waldmeisters ist Kumarin. Es verleiht dem Waldmeister seine charakteristische, würzige Note, ein Geruch, an dem man Waldmeister sofort erkennt. Der Geschmack erinnert wunderbar an Vanille und wird gerne in jeder Maibowle verwendet.

Neben Kumarin enthält der Waldmeister in erster Linie noch einige Gerb- und Bitterstoffe. Von Bedeutung ist dazu noch eine weitere Substanz namens Asperulosid. Dieser Wirkstoffkombination ist es zu verdanken, dass der Waldmeister nicht nur die Laune hebt, sondern auch die Schlafqualität verbessert.

Zudem gilt Waldmeister als beruhigend, schweißtreibend, blutreinigend und krampflösend. Ödeme, Verdauungsbeschwerden, Ekzeme, Nervenschmerzen, Herzschwäche, Blasensteine und nervöse Unruhe gehören deshalb zum idealen Einsatzgebiet für Waldmeistertee, ebenso wie Kopfschmerzen und sogar Migräne. Selbst schlecht heilende Wunden werden dank Waldmeister schnell besser.

Anbaugebiete

Waldmeister wächst besonders gut in lichten Laubwäldern, vor allem in Europa und Eurasien. Doch auch in unseren heimischen Gärten fühlt er sich wohl. Voraussetzung ist, dass er es zumindest zu Teilen des Tages angenehm schattig hat und nicht der direkten Mittagshitze ausgesetzt ist. Der Waldmeister ist nicht umsonst so zahlreich in unseren Wäldern vertreten.

Zudem ist diese Pflanze ein hervorragender Bodendecker, die sich über ein unterirdisches Rhizomsystem schnell ausbreitet. Bei günstigem Standort hat man also auch bei sich zu Hause schon bald einen so wunderbar grünen Frühlingsteppich mit herrlichem Duft und wunderschönen Blüten.

Herstellung

Für Waldmeistertee wird das blühende Kraut geerntet. Dieses kann dann, wie so oft, entweder gleich frisch überbrüht oder zur längeren und besseren Haltbarkeit erst einmal getrocknet werden. Dabei sollte man dann allerdings unbedingt beachten, dass frischer Waldmeister für den gleichen Effekt in etwa doppelt so hoch dosiert werden sollte, wie getrockneter. Sobald das Wasser aus den Pflanzenteilen verschwunden ist, liegen die Wirkstoffe automatisch um ein Vielfaches konzentrierter vor.

Fazit

Mit Waldmeistertee kann man ganz wunderbar Kopfschmerzen und sogar Menstruationsbeschwerden, Unruhe und Schlaflosigkeit lindern. Erstere Beschwerden sind sogar das Einsatzgebiet, für das Waldmeistertee bei uns in erster Linie verwendet wird, meist mit anderen Kräutern zu einer effektiven Mischung kombiniert.

Dabei sollte man jedoch unbedingt die Empfehlungen zur maximalen Trinkmenge beachten. Übertreibt man es nämlich mit dem Waldmeistertee, so kann seine Wirkung ganz schnell ins Gegenteil umschlagen und man bekommt als Nebenwirkung genau das, was man eigentlich damit verhindern wollte, Kopfschmerzen nämlich. Auch im Falle des Waldmeisters sollte man sich an den Grundsatz: Die Dosis macht das Gift! halten. Es wäre schade, wenn die wunderbare Wirkung des Waldmeisters dann doch mehr schaden als nützen würde.

 

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Bildnachweis: Waldmeistertee © Marén Wischnewski – Fotolia.com

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