Matcha - Grüner Tee aus Japan

Matcha

Grüner Tee ist auch bei uns schon lange gekannt. Wie groß allerdings die Bandbreite der verschiedenen Sorten ist, ist kaum jemand in der westlichen Welt tatsächlich bekannt. Und es gibt dabei auch wirklich charakteristische Merkmale, die es ermöglichen die einzelnen Sorten voneinander zu unterscheiden. Ein Beispiel, das es durchaus verdient, an dieser Stelle erwähnt zu werden, ist der Matcha. Matcha kommt aus dem Japanischen. Die Übersetzung “gemahlener Tee” verdeutlicht auch gleich eine der Besonderheiten dieser Teesorten – es handelt sich um gemahlenen Tee. Für viele ist dieser eines der gesündesten Getränke, die es zurzeit gibt. Wohl auch deshalb gilt Matcha als große Besonderheit die zu entsprechend hohen Preisen gehandelt wird.

Inhaltsstoffe

Matcha enthält besonders große Mengen an Catechinen, einer Gruppe von Pflanzenstoffen, die zu den Gerbstoffen zählen und somit Geschmacksbildend für den Tee sind. Davon abgesehen profitieren Verbraucher dieser Teesorte von hohen Konzentrationen an Carotin, der Vorstufe von Vitamin A, aber auch Vitamin A selbst. Aber auch Vitamine des B-Komplexes, Vitamin C und E sind in nennenswerten Mengen enthalten.

Anbaugebiete

Matcha stammt ursprünglich aus Japan und wird dort auch heute noch vor allem in den Regionen Uji und Nishio angebaut. Aber auch aus Hangzhou, in China stammt inzwischen ein beachtlicher Anteil der Gesamtproduktion dieser Teespezialität.

Herstellung

Etwa vier Wochen bevor die Blätter geerntet werden, werden die Teesträucher mit Matten so abgedeckt, dass sie komplett im Schatten liegen. Dadurch werden nicht nur die Blätter tief dunkelgrün, auch der spätere Tee erhält eine ganz intensive Grünfärbung. Frühere Ernten schmecken noch recht süß und lieblich, bei späterem Erntezeitpunkt verschiebt sich der Geschmack wegen der zunehmenden Catechine in eine eher herbe Richtung.

Nachdem auf eine ganz herkömmliche Weise mit Dämpfen und Trocknen grüner Tee hergestellt wurde, werden die Blätter in Steinmühlen zu ganz feinem Pulver vermahlen. Traditioneller Weise wird Granitstein als Mahlwerk verwendet.
Da Matcha nur recht kurz haltbar ist, wird er in kleinen Dosen vakuumverpackt. Nach Anbruch einer Packung wird diese im Kühlschrank, teilweise sogar im Gefrierfach gelagert, um so die Haltbarkeit wenigstens etwas zu erhöhen.

Fazit

Matcha ist ein traditioneller japanischer Pulvertee, der vor allem bei Teezeremonien gereicht wird. Der Produktionsaufwand erklärt zum einen den hohen Preis, zeigt aber auch einmal mehr den Perfektionismus und das Streben nach Verbesserung, die hinter der uralten Teetradition Asiens stehen.

Man muss nicht gleich die ganze Philosophie und Lebensweise verinnerlichen, die hinter den Riten und Gebräuchen des Teetrinkens in Japan stehen. Trotzdem kann man positive Impulse erhalten, wenn man einmal über den Rand der eigenen Teetasse blickt und etwas Neues ausprobiert. So eine Spezialität, wie der Matcha, hätte es jedenfalls verdient.

 

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Bildnachweis: Matcha – © Anyka – Fotolia.com

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