Storchenschnabelkrauttee


Beginnt man erst einmal damit, sich etwas intensiver mit der Kräuterheilkunde zu befassen, merkt man schnell, was für ein riesiges Gebiet das ist. Schnell stößt man auf Namen von Kräutern, die einem völlig unbekannt sind, umso mehr noch deren Wirkung.

Storchenschnabelkrauttee

Das Storchenschnabelkraut dürfte so ein Beispiel sein. Dabei ist der Tee aus dem roten Storchenschnabelkraut bis heute ein beliebter und häufig genutzter Tipp, um den weiblichen Zyklus zu unterstützen und den Eisprung zu Stimulieren, und somit die Fruchtbarkeit der Frau zu verbessern. Doch Entzündungen und Durchfallerkrankungen können ebenfalls damit behandelt werden und selbst eine Blutstillende Wirkung wird dem Storchenschnabelkrauttee nachgesagt.

storchenschnabelkraut-zyklustee

Inhaltsstoffe

Bei den Inhaltsstoffen des Ruprechtskraut, wie Storchenschnabelkraut auch noch genannt wird, fällt vor allem als erstes ein ätherisches Öl namens Geraniol ins Auge. Sein Geruch wird meist als „blumig“ und „rosenähnlich“ beschrieben, andere empfinden ihn allerdings auch als sehr unangenehm.

Limonen, Linalool und Terpineol sind weitere ätherische Öle. Daneben finden sich auch noch Kaffeesäure, Kämpferol oder etwa Rutin. All diese Inhaltsstoffe bewirken einen antiseptischen und entzündungshemmenden Effekt. Dank seiner adstringierenden Wirkung, kann der Storchenschnabelkrauttee bei Durchfallerkrankungen tatsächlich schnell Linderung verschaffen.

Anbaugebiete

Das Storchenschnabelkraut ist nahezu auf der ganzen Welt zu Hause. So findet man es in Asien ebenso wie in Europa, genauso wie in Süd- und Nordamerika. In letzterem Gebiet wird es sogar hin und wieder ganz gerne als Zierpflanze genutzt.

Möchte man hierzulande diesen Tee einmal ausprobieren, empfiehlt es sich, entweder in einer Apotheke nachzufragen, oder einen Internethandel zu nutzen. Dort finden sich, vor allem für Zyklus- und „Kinderwunsch-Tee“ zahlreiche Mischungen mit weiteren Kräutern, die positiv auf den Uterus wirken sollen.

Herstellung

Wie bei Kräutertees in der Regel üblich, so werden auch beim Storchenschnabeltee die Blätter geerntet, getrocknet und anschließend zerkleinert. Ein spezieller Erntezeitpunkt, der besonders gut geeignet wäre, ist dabei nicht bekannt.

Fazit

Es ist dem Storchenschnabelkrauttee gegenüber fast schon unfair, wenn man sich nur auf seine Fruchtbarkeitssteigernde Wirkung konzentriert. Dennoch dürfte darin wohl der Hauptgrund liegen, weshalb man sich heutzutage solch einen Tee zubereitet. Und es ist ja auch durchaus verständlich.

Immer mehr Paar bleiben heutzutage ungewollt Kinderlos. Der Kinderwunsch ist dabei mit nichts anderem zu vergleichen. Wenn man wirklich ernsthaft ein Kind möchte, wird man diesen Traum nicht so schnell einfach in die „Geht leider nicht“-Schublade packen.

Bevor man sich allerdings der doch sehr aufwändigen und sicher auch nervenzerrenden Prozedur einen künstlichen Befruchtung unterzieht, ist es sicher verständlich, wenn man zunächst einmal mit alten Hausmittelchen versucht, dem Klapperstorch auf die Sprünge zu helfen, um schwanger zu werden.

Wenn man dabei entdeckt, dass Zahnschmerzen, eine Warze oder gar Durchfall mit genau dem gleichen Tee behandeln und heilen kann, umso besser. Und vielleicht bewahrt man damit auch das alte Wissen der Kräuterheilkunde für spätere Generationen.

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Bildnachweis: Storchenschnabelkrauttee © Heike Rau – Fotolia.com

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