Spitzwegerich Tee


Der Name der sogenannten Wegerichgewächse setzt sich aus den Althochdeutschen Begriffen „wega“ für Weg und „rih“ für König zusammen. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Gruppe gehört der Spitzwegerich, der auch als Schlangenzunge, Spießkraut oder Lungenblattl bekannt ist. Davon abgesehen ist diese krautige Pflanze eines der ältesten, vielleicht sogar das älteste Heilkräuter. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass Spitzwegerich bereits in der Steinzeit gezielt wegen seiner Wirksamkeit eingesetzt und verwendet wurde.

Spitzwegerich Tee

Inhaltsstoffe

Die Liste der Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs ist lang und beeindruckend. Ätherische Öle, Glykoside, Gerb- und Schleimstoffe sind zunächst noch nicht so besonders und außergewöhnlich. Solch hohe Mengen an Vitamin C allerdings haben wirklich nicht alle Heilkräuter zu bieten, ebenso wenig wie diverse Verbindungen, die wie ein Antibiotikum wirken. Die große Konzentration an Kieselsäure ist ebenfalls eine Besonderheit. Er ist bekannt als der Arzneitee.

Mit diesem Spektrum wirkt der Spitzwegerich hervorragend bei Katarrhen der oberen Luftwege, bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute und sogar bei Asthma und Keuchhusten. Die positive Wirkung auf das Hautbild ist vor allem der Kieselsäure zu verdanken und ein Grund, weshalb vor allem im Frühjahr gerne sogenannte „Durchspülungskuren“ mit Spitzwegerichtee gemacht werden.

Selbstverständlich lässt so ein vielseitiges Heilkraut wie Spitzwegerich auch das Verdauungssystem nicht aus. So kann man mit diesem Tee mit Appetitlosigkeit, Fettsucht, Durchfall und Verstopfung quasi alles behandeln, was in diesem Bereich nicht in Ordnung sein könnte.

spitzwegerich

Anbaugebiete

Ursprünglich war das Vorkommen des Spitzwegerichs auf Europa beschränkt. Längst jedoch findet man diese Pflanze auf der ganzen Welt. Besonders gerne wächst sie auf sogenannten Fettwiesen. Vor allem in unseren Breitengraden sieht man dieses Heilkraut nahezu überall, in Äckern und Feldern, ebenso wie an Wegrändern und ganz einfach auf im heimischen Garten. Wer möchte, kann sich also seinen Spitzwegerichtee ganz einfach selbst herstellten.

Herstellung

Für den Tee kann man die Blätter, die Wurzeln und die Samen des Spitzwegerichs verwenden. Die Blätter sammelt man am Besten in der Zeit von Mai bis August. Ab Ende August bis Oktober dann können die Wurzeln des Spitzwegerichs sozusagen geerntet werden. Diese sollten dann aber unbedingt gründlich von Erdresten befreit und gereinigt werden. Anschließend müssen die Pflanzenteile sorgfältig getrocknet werden. Vor allem bei den Blättern empfiehlt es sich, diese noch etwas zu zerkleinern, bevor man sie als Tee zubereitet. Gelagert wird der Spitzwegerich am besten in einem trockenen Baumwollbeutel oder -tuch.

Fazit

Einige bezeichnen den Spitzwegerich auch als „Medizin des Wegrands“. Gesehen hat diese Pflanze sicher jeder schon einmal, viele kennen sie allerdings nur als leckeres Hasenfutter oder bestenfalls als Störenfried um heimischen Rasen.

Dabei hätte man allen Grund zur Freude, wenn man den Spitzwegerich so schön vor der Tür wachsen hat. So kann man sich nach und nach im Laufe eines Sommers einen herrlichen Vorrat an Spitzwegerichtee zulegen und ist somit bestens für die nächste Erkältungssaison gewappnet.Mit etwas Honig verfeinert, kann es Wunder wirken. Als Zusatz neben einer gesunden Ernährung ist auch nichts einzuwenden.

spitzwegerich

Bildnachweis: Spitzwegerich © PhotoSG – Fotolia.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.