Sonnenhut-Tee


Der PurpurSonnenhut (lat. Echinacea purpurea) ist ein Vertreter der Korbblütler und bei seinem lateinischen Namen wissen viele bereits in welchen Fällen die Heilpflanze als Tee zur Anwendung kommt. Echinacea purpurea ist bereits seit Jahrzehnten ein beliebtes Naturheilmittel bei Erkältungskrankheiten. Naheliegend, dass auch der Tee aus Sonnenhut in diesen Fällen gerne getrunken wird.

Sonnenhut-Tee

Dabei ist der Sonnenhut durchaus auch umstritten. Eine Kommission des Bundesgesundheitsamtes ist immer noch damit beschäftigt, Belege für die Wirksamkeit dieser Pflanze zu sammeln. Vor einigen Jahren soll es sogar zu Todesfällen nach zu hohem Konsum von Echinacea-Tropfen gekommen sein. Bei diesen Tropfen handelt es sich jedoch um ausgepressten Saft des Sonnenhuts, der Tee selbst kam wegen solcher Vorfälle noch nie in die Schlagzeilen.

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Inhaltsstoffe

Zu den bedeutendsten Inhaltsstoffen gehört selbstverständlich das Echinacinosid. Polysaccharide und ätherische Öle vervollständigen die wirksamen Substanzen und führen dazu, dass Sonnenhut nicht nur bakterien- und entzündungshemmend sondern auch schleimlösend wirkt. Auch Husten wird gelindert, trotz allem werden die Schleimhäute geschont und nicht, wie leider allzu oft, noch zusätzlich gereizt. So hilft Sonnenhut bzw. Echinacea auch bei Halsschmerzen und sogar bei Mandelentzündungen. Aber auch bei einer Erkältung, einer Infektion oder bei schwer heilenden Wunden als Tinktur oder Salbe kann diese Heilpflanze eingesetzt werden.

Anbaugebiete

Die ursprüngliche Heimat vom Sonnenhut-Kraut liegt in Nordamerika. Bis heute gibt es dort große Wildbestände. Dabei können die Pflanzen bis zu 140cm hoch wachsen und sind zur Blütezeit bereits von weitem an ihrer strahlenden, purpurnen Farbe zu erkennen.

Inzwischen gibt es dank seiner positiven Wirkung auf das menschliche Immunsystem und der breiten Verwendung in der Medizin auch zahlreiche landwirtschaftliche Kulturen. Der Bedarf an Sonnenhut wächst, da der Tee längst nicht die einzige Nutzungsart dieses Naturheilmittels ist. Bei der Standortwahl gilt es unbedingt zu beachten, dass Sonnenhutpflanzen, die in der direkten Sonne wachsen konnten, tatsächlich eine höhere Wirksamkeit besitzen, als diejenigen, die zumindest zeitweise Schatten ausgesetzt waren.

Herstellung

Die meisten wirksamen Inhaltsstoffe des Sonnenhuts sind in der Wurzel der Pflanze enthalten. Zwar kann man jederzeit auch die Blüten oder übrige Pflanzenteile für den Tee verwenden, es ist aber durchaus sinnvoll, wenn immer auch noch ein gewisser Anteil an Wurzeln enthalten ist.
Ansonsten gelten die üblichen Regeln, wie bei allen anderen Kräutertees auch. Die entsprechenden Pflanzenteile sollten zerkleinert und, wenn man sie länger aufbewahren möchte, sorgfältig getrocknet und schliesslich mit kochendem Wasser übergossen werden.

Fazit

Eindeutig wissenschaftlich belegt ist die Wirksamkeit des Sonnenhuts bis heute nicht. Während der größte Teil der Bevölkerung dabei schlimmstenfalls das Risiko eingeht, ein unwirksames Mittel bzw. einen unwirksamen Kräutertee zu sich zu nehmen, sollten Menschen mit einer Allergie gegen Korbblütler auf jeden Fall auf sämtliche Echinacea-Produkte verzichten. Selbstverständlich auch auf den Tee. Das Risiko einer allergischen Reaktion ist dabei um ein Vielfaches höher, als die zu erwartende Wirksamkeit.

Für alle anderen aber gilt, dass wohl jeder selbst über die Wirkung des Sonnenhut Tees entscheiden muss, bis die Wissenschaft eindeutige Studien liefern kann. Und im Grunde genommen ist es eigentlich auch nur zweitrangig, ob der Tee nun tatsächlich wegen seiner Inhaltsstoffe dazu beiträgt, dass man sich besser fühlt, oder ob es einfach nur ein individuelles Empfinden ist. Das Ergebnis zählt.

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Bildnachweis: Sonnenhut-Tee © Heike Rau – Fotolia.com

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