Silberdistel Tee


Auf Bergwiesen und Almen leuchtet die silbrige Farbe der Silberdistel den Wanderern schon von Weitem entgegen. Leider immer seltener, daher steht die Silberdistel längst unter Naturschutz, was im Umkehrschluss bedeutet, dass man sie auch nicht mehr sammeln darf. Selbst nicht um Tee daraus zu machen.

Silberdistel Tee

In Kulturen von Gärtnereien gezüchtet, wird sie allerdings gerne von Besitzern eines dekorativen Steingartens gekauft. Über ihre Heilwirkung wissen heute nur noch wenige Bescheid. Allenfalls ist bekannt, dass die Silberdistel zu den leicht giftigen Pflanzen gehört. Dabei wurde sie früher nicht nur für Erkrankungen des Menschen, sondern auch in der Magie und der Tiermedizin gerne verwendet.

Inhaltsstoffe

Bei den Inhaltsstoffen trifft man zunächst auf die ätherischen Öle. Bitter- und Gerbstoffe sind inzwischen ebenso ganz selbstverständliche Begriffe, wie Flavonoide und Harze. Inulin und Enzyme lesen sich auch das ein oder andere Mal im Zusammenhang mit Heilkräutern.

Ein Silberdisteltee kann zwar bei Erkältungen sehr hilfreich sein, Hauterkrankungen gehören aber ebenso zu seinem Einsatzgebiet. Zusätzlich ist er ein gutes Abführmittel.

Dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. So sollte man bei einer bekannten Kreuzblütlerallergie niemals einen Tee oder irgendein anderes Produkt aus Silberdisteln zu sich nehmen. Gleiches gilt für den Zeitraum von Schwangerschaft und Stillzeit. Der Mutter mag die leichte Giftigkeit der Silberdistel nichts ausmachen, dem Kind allerdings könnte sie sehr schaden.

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Anbaugebiete

Die Silberdistel ist fast überall in Europa beheimatet, braucht für gutes Wachstum allerdings magere Kalkwiesen. Unter idealen Bedingungen gräbt sich ihre Pfahlwurzel bis zu einen Meter tief in den Boden, die Pflanze selbst kann zwischen 10 und 50 cm groß werden.

Abgesehen von den Ansprüchen an den Boden, ist die Silberdistel allerdings eine recht pflegeleichte Pflanze, so dass man sie ohne größere Probleme zu Hause anbauen kann. Ideal sind sonnige Steingärten. Zwar spielt die Höhenlage ebenfalls eine Rolle für das Wachstum der Distel, allerdings wirken sich die veränderten Bedingungen in der Ebene in erster Linie dadurch aus, dass die Distel einen ungewöhnlich langen Stiel entwickelt.

Herstellung

Für den Tee der Silberdistel kann man sowohl ihre Blüte, als auch ihre Wurzel verwenden. In der Regel wird die Wurzel aber bevorzugt. Sie wird im Spätherbst gesammelt, getrocknet und zerkleinert. Ein Teelöffel etwa reicht aus, um einen Viertelliter Tee auf zu brühen. Ein Tee aus der Wurzel der Silberdistel wirkt antibakteriell und hilt bei Problemen mit dem Urinieren, bei Erkältung und Hauterkrankungen.

Dennoch sollte man auch hier unbedingt beachten, dass die Silberdistel unter Naturschutz steht. In Kombination mit der Giftigkeit und bei Falschdosierung zu befürchtenden Nebenwirkungen, wie allergische Reaktionen, Durchfall oder Übelkeit bis hin zum Erbrechen, sollte man dringend davon absehen, sich diesen Tee selbst herzustellen. Wenn man Disteltee trinken möchte, sollte man dies vorher unbedingt mit seinem Arzt besprechen.

Fazit

Die Silberdistel ist ein gutes Beispiel dafür, wie vorsichtig wir mit den Kräften der Heilpflanzen umgehen sollten. Falsch dosiert oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt eingenommen, können die Folgen fatal sein. Kräuterheilkunde ist also absolut keine Methode um selbst und auf eigene Faust „herum zu doktern“. Umfangreiches Wissen ist für einen risikolosen und effektiven Einsatz unverzichtbar.

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Bildnachweis: Silberdistel ©Thinkstock: iStockphoto

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