Oolong

Oolong wird teilweise auch als “Champagner des Tees” bezeichnet. Um diese Spezialität zu produzieren, werden die Teeblätter nach der Ernte einem Fermentationsprozess mit Wärme und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, der allerdings noch vor dem eigentlichen Ende abgebrochen wird. Danach werden die Blätter, wie bei allen Teeproduktionen üblich, getrocknet. Was die Herstellung betrifft, liegt Oolong also genau zwischen grünem und schwarzem Tee. Und dies trifft auch auf den Geschmack zu. Zum Teil bleibt den Blättern die ursprüngliche Würze erhalten, zum anderen aber entstehen bereits die für die Fermentation typischen und charakteristischen Aromen.

Zubereitung

Oolong Tee

Um das Potential des Oolong tatsächlich voll ausschöpfen zu können und seine Besonderheit wirklich zu genießen, empfehlen Experten spezielles Equipment der chinesischen Teezeremonie zur Zubereitung. So sollte man sogenannte Yixing-Tonkanne etwa zur Hälfte mit den Teeblättern füllen und diese dann mit kochend heißem Wasser übergießen. Nach etwa einer Minute ist der erste Aufguss bereits fertig.

Dieses Prozedere kann insgesamt bis zu sieben Mal wiederholt werden wobei jeder weitere Aufguss jeweils rund 15 bis 30 Sekunden länger als der vorhergehende dauern sollte.

Inhaltsstoffe und Wirkung

In China ist es Jahrhunderte alte Tradition, Oolong vor allem zu besonders fettreichen Speisen zu reichen. Und das hat auch seinen wirklich guten Grund, denn die vielen im Oolong enthaltenen Polyphenole besitzen die Fähigkeit, Fett im Stuhl zu binden. Kein Wunder also, dass auch dem Oolong der Ruf vorauseilt, er könne beim Abnehmen helfen.

Zudem wirken die Polyphenole entzündungshemmend, verhindern Fettablagerungen in den Blutbahnen, was wiederum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senkt und ein präventiver Effekt gegen die Entstehung von Krebs wird ihnen ebenfalls nachgesagt.

Weitere sekundäre Pflanzenstoffe neben den Polyphenolen wirken dank der Fähigkeit freie Radikale abzufangen wie ein Jungbrunnen für unseren Körper und können sogar das Hautbild verfeinern.

Insgesamt betrachtet, hat Oolong einen immunstärkenden, zellschützenden Effekt auf uns und kann bei regelmäßigem Genuss sogar die Entstehung von Plaque reduzieren und somit auch einen Beitrag zur Mundgesundheit leisten.

Sorten

Auch Oolong kommt ursprünglich ausschließlich aus China, aus der Provinz Fujian. Dank der steigenden Beliebtheit und Nachfrage weit über die Grenzen Chinas hinaus, beginnen nun aber auch einige der anderen klassischen Teeproduktionsländer Oolong herzustellen und zu vermarkten. Vor allem Japan und Taiwan liefern inzwischen nennenswerte Mengen. Aber auch in einigen Ländern Afrikas, sowie in Thailand und Vietnam sind Oolong Produktionen zu finden.

Namensgebend für Oolong, was so viel wie “schwarzer Drache” bedeutet, war die Tatsache, dass für Oolong ausschließlich lange, möglichst dunkle Teeblätter verwendet werden. Erwähnenswerte Namen von einzelnen Sorten dieser Teeart sind Wu Yi Tee Da Hong Pao, Song Zhong Dan Cong, Shui Xian, Fo Shou und Tie Guan Yin. Tie Guanyin und Yancha, der sogenannte “Felsentee”, werden in einer Liste mit den 10 bekanntesten Teesorten aus China genannt.

Ähnlich wie bei weißem Tee auch, gibt es bei Oolong Qualitätsabstufungen, je nachdem, wie exakt die einzelnen Sorten die charakteristischen Kriterien für Oolong erfüllen. Zudem sind einige aromatisierte Varianten, etwa mit Jasmin- oder Rosenblüten zu haben. Bei einigen Internethändlern sind auch etliche Sorten mit dem Namensteil “Wang” zu finden. Übersetzt bedeutet dies “König” und unterstreicht damit die Hochwertigkeit und die Tatsache, dass es sich bei Oolong um besonders edlen Tee handelt.

Fazit

Oolong kann, wie andere Tee Arten wie grüner und weißer Tee auch, einen gewissen Beitrag zur Gesundheit leisten und bietet dabei auch noch jede Menge Geschmack. Ob der positive Effekt auf unser Wohlbefinden sich beim Oolong so sehr von den anderen Tees unterscheidet, oder ob er wesentlich besser schmeckt, so dass es das Geld und den Aufwand der korrekten Zubereitung lohnt, muss auch hier, wie überall sonst, jeder für sich selbst entscheiden.

Wer neugierig ist und diese Spezialität einmal testen möchte, sollte sich am besten an einen Fachmann wenden. Eventuell findet sich ein guter Teeladen, indem auch eine Verkostung möglich ist und man nochmals Tipps zur Zubereitung bekommt. Es wäre schade, viel Geld auszugeben und dann wegen eines veränderten Geschmacks aufgrund von Fehlern beim Aufbrühen, einen falschen Eindruck von dieser Spezialität zu bekommen.

Weitere Informationen

Die wahrscheinlich komplexeste Abhandlung mit sämtlichen Informationen über den Oolong Tee finden Sie auf oolongtee.net.