Nilgiri


An Indien denkt man nicht in erster Linie, wenn es um grünen oder schwarzen Tee geht. Dabei gibt es auch aus diesem Land einige Sorten, die es verdient haben, erwähnt zu werden, wie etwa der Nilgiri. Das Nilgiro-Gebirge oder die Nilgiris liegen im Südwesten Indiens. Sie werden auch die blauen Berge genannt, auf denen der Nilgiri Tee angebaut wird. Seinen Namen hat er, wie die meisten indischen Tees, von der Region, aus der er stammt. Jahrzehnte lang wurde er in absolut traumhafter Qualität produziert, heutzutage ist er jedoch meist nur noch in Mischungen zu finden.

Der aus Indien stammende grüne Tee Nilgiri ist meist nur noch in Teemischungen zu finden.

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe des Nilgiri unterscheiden sich nur geringfügig von denen anderer Grünteesorten. Da die Samen ursprünglich alle aus China kamen, verwundert dies kaum. Auffallend ist lediglich, dass der äußerst geringe Tannin-Gehalt den Tee sehr bekömmlich und leicht verträglich macht. Davon abgesehen wird er auch nicht so schnell bitter, wie dies sonst bei grünem Tee häufig der Fall ist.

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Anbaugebiete

Das Nilgiri-Gebirge liegt kurz vor dem Äquator gerade noch so auf der Nordhalbkugel im Süden des Landes. Das Gebiet ist sehr fruchtbar und das Klima ermöglicht es, das ganze Jahr über Tee zu ernten. So ist es möglich, dass dort ein Viertel des kompletten indischen Tees produziert wird, obwohl die Teegärten und Teeplantagen in Assam beispielsweise viel größer sind.

Die Berge haben eine Höhe von 800 – 2000 Metern, auf denen finden die Teesträucher ideale Bedingungen während des Wachstums. Wohl der Grund, warum die Chinesen, die den Indern damals beim Anbau der Herstellung der ersten indischen Tee halfen, diese Region für den Teeanbau ausgesucht haben. Hier hat die indische Teegeschichte also ihren Ursprung.

Herstellung

Die Herstellung ist verständlicher Weise der von anderen Grüntee-Sorten sehr ähnlich. Da die Chinesen zu Beginn des Teeanbaus in Indien nicht nur ihre Samen dorthin exportierten, sondern auch erfahrene Teebauern und -produzenten nach Indien schickten, um dort mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen die Neulinge in Sachen Tee zu unterstützen, wurden in Indien von jeher die Methoden der Chinesen nachgeahmt.

Schnell stellte sich beim Nilgiri allerdings heraus, dass zwar das ganze Jahr durch geerntet werden kann, im Januar bis Februar aber eindeutig die beste Qualität dabei entsteht.

Fazit

Die Geschichte des Nilgiri ist eine etwas tragische. Indien hatte mit der Sowjetunion einen großen Abnehmer gefunden. Andere Länder spielten keine Rolle. Hinzu kam, dass die Sowjetunion auch gerne Tees von geringerer Qualität abkaufte und sich die Inder deshalb nicht allzu große Mühe bei der Verbesserung ihrer Tees geben mussten.

Mit der Sowjetunion endete auch der große Erfolg des Nilgiri, auf dem Weltmarkt hatte er keine Chance. Doch die Teebauern versuchen ihre Versäumnisse nun nachzuholen und die Prognosen für den Nilgiri sind optimistisch.
Man darf den Tee-Sorten heute wieder mehr Aufmerksamkeit schenken, da die Teebauern aus der Region hart daran Arbeiten das Image ihrer Tees zu verbessern, indem Sie heute eine hohe und konstante Qualität liefern.

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Bildnachweis: Nilgiri © joanna wnuk – Fotolia.com

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