Kamillentee


Beim Stichwort Kräutertee fällt wohl vielen als erstes der Kamillentee ein. Selbst diejenigen, die so gut wie nie Tee trinken, haben Kamillentee zu Hause oder die Pflanze sogar im Garten. Teilweise wird kritisiert, dass in Deutschland Kräuter-Tee zu sehr als Medizin angesehen und nur getrunken wird, wenn man sich unwohl fühlt. Beim Kamillentee ist dies allerdings durchaus gerechtfertigt. Was nicht bedeuten soll, dass man Kamillentee nur dann trinken sollte, wenn man ihn zur Linderung von Beschwerden braucht. Er hat auch einen äußerst angenehmen Geschmack zu bieten.

Kamillentee

Inhaltsstoffe

Anders als bei den sonstigen Teearten, beruht der Vorteil der Kamille nicht auf der Tatsache, dass dem Körper durch den Genuss zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Vielmehr hilft in erster Linie um ätherische Öle und bioaktive Substanzen, wie etwa Flavonoide, die als Antioxidantien einen ausgezeichneten Ruf genießen. Dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wirkt das Kraut unter anderem krampflösend, weshalb sie gern eingesetzt wird, um den Magen zu beruhigen. Besonders ist der Tee in der Anwendung für Kinder zu empfehlen, denn er ist sehr schonend für den Magen- und Darmtrakt. Aber auch bei Scheibenpilz oder Entzündungen kann ein abgekühlter Kamillenblüten-Aufguss Linderung herbeiführen. Dabei sollte der Tee täglich und in reiner Form angewendet werden.Dank der antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung wird die Kamille nicht zu Letzt auch gern in der Kosmetik eingesetzt.

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Anbaugebiete

Ursprünglich war die Kamille im Süden und Osten Europas beheimatet. Auch in Vorderasien kannte man sie bereits seit sehr langer Zeit. Mittlerweile ist die Kamille, die sogar in Ödland wachsen kann, in ganz Europa und auch Australien verbreitet. Der ideale Boden sollte nährstoffreich und nicht zu kalkhaltig sein. Ansonsten stellt die Kamille keine großen Ansprüche und ist deshalb relativ einfach zu kultivieren.

Herstellung

Für den Kamillenblütentee werden die Blüten der Pflanze geerntet und getrocknet. Besonders hochwertige Qualität, die sich vor allem in Apotheken befindet, enthält fast ausschließlich ganze Blüten in loser Form. Etwas geringerer Qualität sind die zahlreichen Teebeutel, die quasi vom Supermarkt, über den Kiosk bis hin zur Tankstelle eigentlich schon überall zu haben sind. Dass dabei lediglich die Bruchstücke der Pflanze Verwendung finden können, versteht sich von selbst. Besser ist also das Kraut in reiner Form.

Fazit

Kamillentee ist zweifelsohne sehr hilfreich, wenn man Magen- oder Darmprobleme damit lindern möchte, im Grunde für den ganzen Körper und deren Gesundheit. Genauer betrachtet muss man allerdings zugeben, dass man dem Kamillentee unrecht tut, wenn man ihn nur als Medizin sieht. Kamille schmeckt angenehm frisch, leicht würzig und es lohnt sich auf jeden Fall, diesen Geschmack auch einmal ganz bewusst zu genießen, anstatt sich dabei auf das eigene Unwohlsein zu konzentrieren. Es wäre jedenfalls schön, wenn wenigstens die ein oder andere Tasse Kamillentee aus Lust auf den Geschmack und nicht aus gesundheitlichen Gründen getrunken werden würde. Den Tee mit kochendem Wasser übergiessen und ca. 5-10 Minuten ziehen lassen. Auch kalt ist der Aufguss sehr köstlich. Es gibt viele Rezepte, die auch Mischungen enthalten, falls einem die der reine Tee im Geschmack nicht gefällt.

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Bildnachweis: Kamillentee © Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com

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