Fencheltee


Beim Stichwort Kräutertee ist Fencheltee sicher einer der Ersten, die einem in den Sinn kommen. Der Fencheltee ist sehr gesund und hilft besonders bei Blähungen, auch Säuglinge können diesen Tee zu sich nehmen. Außerdem wird Fencheltee häufig als Schleimlöser bei Husten und Erkältungskrankheiten getrunken. Dabei ist das noch längst nicht alles, was Fenchel (lat. Foeniculum vulgarezu) zu bieten hat.

Fencheltee

Inhaltsstoffe

Am bedeutendsten und wichtigsten unter den Inhaltsstoffen des Fenchels sind ganz eindeutig seine ätherischen Öle. Sie sind es, die einen Großteil der Wirksamkeit von Fenchel ausmachen. Aber auch sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, wie etwa Flavonoide oder Kieselsäure leisten einen Beitrag zu unserm Wohlbefinden. Fenchel enthält auch wichtige Vitamine. Neben Vitamin C, sind es auch die Vitamine A und einige der B-Gruppe, die in nennenswerten Konzentrationen vorkommen. Heilkräuter wie Fenchel, werden deshalb schon seit tausenden von Jahren in der Naturheilkunde eingesetzt.

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Allerdings warnt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz vor einem regelmäßigen Verzehr des Tees. Die Inhaltsstoffe Estragol und Methyleugenol haben in einigen Studien eine erbgutverändernde Wirkung gezeigt, die so signifikant war, dass befürchtet werden muss, dass Fencheltee in großen und regelmäßigen Mengen getrunken, Krebs auslösen könnte. Eindeutig bewiesen ist dies zwar noch nicht, trotzdem sollte man es mit Fencheltee nicht übertreiben.

Anbaugebiete

Fenchel stammt ursprünglich aus den mediterranen Regionen der Welt, ist inzwischen aber nicht nur in ganz Mitteleuropa zu finden, sondern ist in Deutschland von Juni bis September auf nahezu jedem Markt frisch vom Feld zu haben.

Herstellung

Für den Tee werden grundsätzlich die Fenchelsamen verwendet. Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, ist es ratsam, die Fenchelsamen vor dem Aufbrühen mit einem Mörser zu zerstoßen. So können die wertvollen Inhaltsstoffe wesentlich einfach vom Wasser gelöst werden. Fencheltee gibt es sowohl als losen Tee als auch in Teebeuteln. Davon abgesehen finden sich zahlreiche Fencheltees speziell für Säuglinge und Kleinkinder, teilweise sogar als lösliches Instantprodukt. Inwieweit solche Produkte unbedingt notwendig sind, ist nicht immer ganz nachzuvollziehen, zumal dabei häufig Zucker zugesetzt ist, der nun wirklich nicht förderlich für die Gesundheit ist.

Fazit

Im gesundheitlichen Bereich hat der Fencheltee einen sehr hohen Stellenwert. Egal, ob bei Bauchschmerzen oder Erkältungen, viele greifen in der Hoffnung auf Linderung ihrer Beschwerden zu Fencheltee. Sogar bei Kopfschmerzen oder Migräne soll er helfen können. Immer wieder findet man die Empfehlung, ein Tuch in Fencheltee zu tränken und dann auf die Stirn zu legen. Die Warnung vor der möglichen krebsauslösenden Wirkung schreckt sicher etwas ab, aber auch hier muss man wohl den Satz „Die Dosis macht das Gift.“ gelten lassen. Einige Kräuter können bei übermässigem Genuss Nebenwirkungen hervorrufen, doch sind sie aufgrund ihrer naturheilenden Wirkung trotzdem beliebt und werden es immer bleiben.
In der Küche werden die Fenchelsamen oft als Gewürz verwendet, doch warum nicht mal wieder einen Fencheltee trinken?

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Bildnachweis: Fencheltee © Andre Bonn – Fotolia.com

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