Dunkler Pu-erh


In seiner ursprünglichen Form braucht der Pu-erh (auch schwarzer Pu-erh gennant), anders wie andere chinesische Teesorten (z.B. dem Oolong Tee mindestens fünf Jahre bis zur vollständigen Reifung. Zeit, die im modernen Leben mehr und mehr zur Kostenfrage wird und die Teeproduzenten heutzutage oft einfach nicht mehr aufbringen können. So wurde vor rund 40 Jahren ein moderneres Verfahren entwickelt, das zwar den Herstellungsprozess des Pu-erh erheblich kürzt und den Tee bereits nach wenigen Monaten trinkfertig sein lässt, das allerdings auch Geschmack und Aroma so sehr verändert, dass dieser „Shou“ Pu-erh im klaren Gegensatz zum traditionellen „Sheng“ steht.

Dunkler Pu-erh

Inhaltsstoffe

Dem Pu-erh-cha werden wahre Wunderkräfte nachgesagt. So soll er sich nicht nur im üblichen Sinne positiv auf unsere Gesundheit auswirken, er soll sogar die Nebenwirkungen von übermäßigem Alkoholkonsum mildern können. Davon abgesehen soll er unter anderem den Cholesterinspiegel senken und die Verdauung anregen. Zudem soll es mit Pu-erh möglich sein, trotz unverändertem Essverhalten abzunehmen, solange man täglich eine kleien Kanne diesem Tee trinkt. Der Glaube an die Heilkräfte des Pu-erh gehen sogar soweit, dass es Pu-erh-Kapseln zum Abnehmen gibt. Vor diesen warnen allerdings zahlreiche Verbraucherzentralen. Gesundheitstechnisch ist ein Yixing Teekännchen voller Pu-erh Wasser als Unterstützung für eine Diät immer noch die beste Entscheidung.
Wissenschaftliche Belege für all diese wundervollen Wirkungen Pu-erh fehlen zwar, man kann aber wohl davon ausgehen, dass es sich mit seinen Inhaltsstoffen ähnlich verhält, wie mit den anderen traditionellen Teearten wie z.B. dem Oolong Tee oder dem Phoenix Dancong Tee. So sind wohl auch hier in erster Linie die Radikal fangenden Polyphenole erwähnenswert.

Pu-Erh-Tee

Anbaugebiete

Pu-erh ist einer der zahlreichen Tees, die nach ihrer ursprünglichen Herkunft benannt sind. In diesem Fall die Stadt Pu-erh in der chinesischen Provinz Yunnan. Auch heute noch wird im Süden dieser Provinz, die etwas größer als die Bundesrepublik Deutschland ist, Pu-erh-cha produziert. Die frostfreien Höhenlagen im Gebiet um die sogenannten sechs Teeberge in dieser Region bieten dazu ideale Bedingungen.

Herstellung

So wie weißer, grüner oder schwarzer Tee wird der Pu Erh aus den Blättern gewonnen. Bei der Herstellung von Pu-erh-Cha hat die möglichst sorgfältige Behandlung dieser Blätter oberste Priorität . Bruch oder eine einsetzende Fermentation sollen auf jeden Fall vermieden werden. Sind die Wetterbedingungen passend, werden die Blätter Stück für Stück zum Welken in die Sonne gelegt, anderenfalls geschieht dies mit Hilfe von Ventilatoren. Anschließend werden die Blätter in einem Wok geröstet, danach gerollt, geformt und erneut getrocknet.
Nun kommt der Unterschied zum grünen Pu-erh. Anstatt jetzt gepresst zu werden und über Jahre hinweg zu reifen, wird nun beim dunklen Pu-erh das moderne Verfahren angewandt. Die Hersteller legen großen Wert darauf das dieses Wissen ein Produktionsgeheimnis bleibt.

Fazit

Wenn man möchte kann man dunklen und grünen Pu-erh als Fälschung und Original sehen. Man kann die Situation aber auch verstehen, wie die Herstellung von Wein hierzulande. Da gibt es große Mengen für den alltäglichen Konsum und einige wenige Flaschen, die über Jahre hinweg zu ganz besonderen Raritäten reifen. Aber auch, wenn der „Alltagswein“ anders schmeckt, ist er noch lange nicht schlecht oder minderwertig. Man sollte sich auch vor Augen halten das der Grundpreis des Tees durch die lange Lagerung und Bearbeitung dementsprechend hoch ist. Wer dennoch das Original trinken möchte, sollte sich beim online kauf genauestens über den Inhalt erkundigen, bevor der Tee nach einem quick View in den Warenkorb gelegt wird.


Pu-Erh-Tee

Bildnachweis: Dunkler Pu-erh – © lefebvre_jonathan – Fotolia.com

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