Ceylon Tee


Auch, wenn Ceylon schon längst in Sri Lanka umbenannt wurde, der schwarze Tee, der von dort kommt, ist unverändert unter dem Namen Ceylon Tee bekannt und nicht weniger beliebt. In vielen Punkten ähnelt diese Sorte dem Darjeeling. Trotzdem gibt es auch ausreichend viele Unterschiede, die keinen Zweifel daran lassen, dass es sich bei Ceylon Tee um eine eigenständige Sorte handelt.

Ceylon Tee ist eine Teesorte des schwarzen Tees

Inhaltsstoffe

Was die Inhaltsstoffe betrifft, unterscheidet sich Ceylon Tee nicht nennenswert von Sorten auch Indien. Ursprünglich wurde auf Sri Lanka Kaffee angebaut, nach einer Rostpilzseuche im 19. Jahrhundert waren die meisten Pflanzen allerdings vernichtet und es wurde dringend eine Alternative benötigt. Einem Schotten namens James Taylor gelang es 1870 schließlich Teepflanzen aus Indien auch auf Sri Lanka zu kultivieren.

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Sicher haben sich die Teesträucher seitdem von ihrem Original weg entwickelt und auch abweichende Bodenbeschaffenheit und Klimabedingungen haben ihren Einfluss auf die einzelnen Inhaltsstoffe. Dennoch sind die Abweichungen nicht so gravierend, dass man Ceylon Tee andere Wirkungen auf den menschlichen Organismus zugestehen müsste, als schwarzem Tee aus Indien.

Anbaugebiete

Ceylon Tee kommt ausschließlich aus Sri Lanka. Dort gibt es drei große Teeanbauregionen: Uva, Dimbula und Nuwara Eliya. Alle drei weisen unterschiedliche Höhenlagen auf, weshalb sich Ceylon Tee in drei unterschiedliche Kategorien einteilen lässt.

Der sogenannte „Low Grow“ Tee wächst auf maximal 650 Höhenmetern. Diese Plantagen liegen in den Bergtäler zwischen den Reisfeldern. Dieser Tee hat keine besonders hohe Einstufung, was die Qualität betrifft. Etwas höherwertig wird da schon der „Medium Grow“ eingeschätzt, der zwischen 650 und 1300 Metern Höhe wächst. Der absolute „Champagner unter den Tees“ allerdings ist der „High Grow“, der folglich über 1300 Metern wächst. Einige der Teegärten liegen sogar auf bis zu 2000 Metern. Schwer vorstellbar in solchen Lagen noch Landwirtschaft zu betreiben. Schwarzer Tee ist wird am Häufigsten in ceylon angebaut, doch auch Grüner Tee und andere Teesorten werden hie und da kultiviert.

Grund für diese Qualitätsabstufungen ist die Tatsache, dass die Teepflanzen, je höher sie liegen, umso langsamer wachsen und dem Tee damit einen besonders feinen und edlen Geschmack verleihen. Ceylon Tee hat ein kräftiges Aroma und die Teeblätter sind Pech-Schwarz.

Herstellung

Auch in seiner Herstellung unterscheidet sich Ceylon Tee nicht wesentlich von seinen indischen Kollegen. Der Anbau ist ziemlich gleich und es wird grundsätzlich mit der Hand geerntet und gleich im Anschluss das erste Mal sortiert und verlesen. Nach dem Antrocknen in gut belüfteten Räumen, werden die Blätter gerollt, die Fermentation setzt ein. Auch hier muss dieser kritischste Schritt der Herstellung genauestens überwacht werden. Ein Fehler könnte die ganze Produktion ungenießbar machen. Nach der abschließenden Trocknung ist der Tee bereit für ein erneutes Sortieren und das Verpacken.

Fazit

Der Begriff Ceylon Tee gilt als eigenständige Marke und hat unter dem Logo des Löwen mit den besten und feinsten schwarzen Tee zu bieten, der auf dem Markt zu finden ist. Einen Vergleich mit Sorten aus Indien muss er jedenfalls sicher nicht scheuen.

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Bildnachweis: Ceylon Tee – © LE image – Fotolia.com

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