Alant Tee


Alant stammt zwar ursprünglich aus Asien, fühlt sich längst aber auch bei uns zu Hause. Jahrzehntelang gehörte sie ganz selbstverständlich zu jedem Bauerngarten. Sie wurde auch sehr als äußerst vielseitige Heilpflanze geschätzt. Doch diese Tatsache ist inzwischen nahezu in Vergessenheit geraten. Alant findet man nur noch selten in den artenreichen Gärten der Bauernhöfe. Hin und wieder entdeckt man es auch im Gebirge, am meisten jedoch ist es bis heute unverändert in Thüringen zu finden.

Alant Tee

Inhaltsstoffe

Bei einem Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe wird man zunächst auf Helenii aufmerksam. Dahinter verbirgt sich ein Gemisch aus gleich drei verschiedenen Bitterstoffen. Zudem finden sich ätherische Öle, Inulin, Harze, Wachs, Pektin und Kampfer.

Dank dieser Wirkstoffkombination wirkt Alant regulieren auf den weiblichen Zyklus, regt die Leber an und ist auch bei Asthma ein effektives Mittel. Und als wäre dieses Spektrum noch nicht bunt genug, kommen noch Asthma, chronische Bronchitis und Appetitlosigkeit hinzu. In höheren Dosierungen ist Alant ein natürliches Brechmittel und selbst als Zuckerersatz wurde es bereits in Diabetiker-Lebensmitteln verwendet.

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Anbaugebiete

Wie bereits erwähnt, stammt Alant ursprünglich aus Asien. In Thüringen wird dieser Korbblütler bis heute noch in größeren Mengen angebaut. Die zarte, gelbe Blüte ähnelt ein wenig der Arnikapflanze. Alant dagegen wird zwischen 50 cm und gut 1,5 m, also mehr als 3-mal so groß.

Doch Alant ist nicht so anspruchslos, wie man aufgrund der Tatsache, dass es auch im Gebirge gut wächst, vielleicht vermuten könnte. Es braucht einen äußerst nährhaften Boden und selbst dann sind mindestens drei Jahre Geduld notwendig, ehe man die erste Blüte sieht. Echter Alant ist nicht überall zu finden und deswegen auch kostbar was seine Wirkung gegen Erkrankungen angeht.

Herstellung

Für Alant-Tee werden die Wurzeln der Pflanze verwendet. Es gibt grundsätzlich zwei Sammelzeiten pro Jahr. Die erste liegt im Frühjahr von März bis etwa Mitte April, die zweite im Herbst von Oktober bis November. Alant gehört zu denjenigen Heilpflanzen, die meist in Mischungen verarbeitet werden. Da das Wirkungsspektrum relativ breit gefächert ist, kann man mit den passenden „Begleit-Kräutern“ den jeweils gewünschten Effekt hervorheben.

Mit Veilchenwurzel, Huflattich und Spitzwegerich beispielsweise erhält man eine ideale Mischung bei Bronchitis. Der vielseitige Korbblütler findet sich aber auch in Teemischungen für Atemwegserkrankungen, Menstruationsbeschwerden, Verdauungsprobleme oder in Kräutertees, bei denen eine harntreibende Wirkung erwünscht ist. Alantwurzel, Helenii, Blätter oder Rhizoma, hat bestimmt jeder einmal gehört beim Thema Erkrankungen. Sogar bei Problemen mit dem Magen greifen die Menschen zu den Alantwurzeln.

Fazit

Der Name Alant dürfte nicht vielen ein Begriff sein. Und selbst, wenn man diese auf den ersten Blick recht unscheinbare Pflanze mit den kleinen gelben Blüten kennt, wissen die wenigstens heutzutage noch über deren Heilwirkung Bescheid. Ein weiterer Kandidat also, für das große Buch der (fast) vergessenen Heilkräuter.

Dabei wäre es wirklich mehr als schade, wenn Alant irgendwann ganz vergessen werden würde.Alants Kräuter ist sehr wirkungsvoll bei Beschwerden. Es ist ein wunderbarer Beweis dafür, wie vielseitig einsetzbar ganz natürliche Heilmittel sein können. Dennoch sollte man auch hier bei aller Euphorie niemals vergessen, dass selbst die natürlichsten Präparate auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

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Bildnachweis: Alant  ©Thinkstock: iStock

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